21.10.2020 - 16:30 Uhr
OberviechtachOberpfalz

Oberviechtach: Sparkasse steht zu ihrem Standort

Die Sparkasse in Oberviechtach ist kein Vorzeige-Objekt. Die Bank plant, das Haus abzureißen und dort ein neues Gebäude zu errichten. Auch die Zulassungsstelle soll mit einziehen. Manko bleibt die schlechte Parksituation.

Das bisherige Gebäude der Sparkasse in Oberviechtach soll einem Neubau weichen, in den dann auch gleich die Zulassungsstelle einzieht.
von Wolfgang Ruppert Kontakt Profil

Lange diskutieren musste der Bauausschuss am Dienstag nicht, um dem Bauantrag der Sparkasse zuzustimmen. Bürgermeister Rudolf Teplitzky zufolge stellt das Vorhaben "eine klare Aufwertung für Oberviechtach" dar. Konkret geht es darum, dass das alte Sparkassen-Gebäude in der Bezirksamtstraße abgerissen und durch ein neues ersetzt werden soll. Dass sich die Sparkasse im Landkreis Schwandorf dazu entschieden hat, am Standort Oberviechtach festzuhalten, findet Andreas Mandl, der Leiter des Bauamts, "erfreulich".

Dabei soll aber nicht nur die Sparkasse ein neues Heim finden. Die Zulassungsstelle soll ebenfalls mit in den Neubau integriert werden. "Es war eine echte Mega-Challenge, das so umzusetzen, dass auch die Zulassungsstelle mit rein passt", sagte Teplitzky. Was mit den Räumen passiert, in denen die Zulassungsstelle bislang untergebracht ist, konnte er allerdings nicht beantworten. Dafür sei das Landratsamt zuständig. Dass die Stadt aber die Außenstelle halten kann, war allen Ausschussmitgliedern recht.

Bedenken und Entkräftung

Ein paar Streitpunkte gab es aber dabei im Voraus doch. Das neue Sparkassen-Gebäude soll einstöckig werden. Der städtebauliche Berater Siegi Wild hätte sich gewünscht, dass dort ein Gebäude mit drei Stockwerken entsteht, weil ansonsten, so Mandl, "ein Maßstabsbruch entsteht".

Aus Sicht der Verwaltung sei das Bedenken unbegründet, da an dieser Stelle noch nie ein dreistöckiges Gebäude gestanden habe und die Fläche früher als unbebauter Garten diente. Einzig mit dem Plan eines 4,5 Meter hohen Pylons, also einer Stütze oder einen Rahmen, konnte sich die Verwaltung nicht anfreunden. Mandl: "Mittlerweile wurde ein geänderter Pylon mit 2,74 Metern Höhe eingeplant, welcher sich besser einfügt." Wie es innen aussehen soll, dazu äußerte sich Bürgermeister Teplitzky: "Das Innenkonzept ist sehr modern und offen. Mit vielen Tabletts ausgestattet, ist es innovativ."

Es war eine echte Mega-Challenge, das so umzusetzen, dass auch die Zulassungsstelle mit rein passt.

Bürgermeister Rudolf Teplitzky

Bürgermeister Rudolf Teplitzky

Parkplätze sind Kritikpunkt

Einziger Wermutstropfen ist, dass die neue Planung vorsieht, dass die Parkplätze hinter und nicht vor dem Gebäude liegen sollen und mit 20 Stellplätzen nicht wesentlich mehr Platz bieten werden als bislang vorhanden. Stadtrat Alexander Ried wandte ein, dass er die Befürchtung habe, dass sich Frauen nachts nicht mehr auf den Parkplatz trauen könnten, wenn sich diese auf der dunklen, uneinsichtigen Hinterseite des Gebäudes befinden.

Oberviechtach setzt auf Blühstreifen

Oberviechtach

Beschlossen ist noch nichts, bislang also nur etwas, worüber man sich Gedanken machen könnte, aber aus dem Bauausschuss kam der Vorschlag, man könnte mit dem Besitzer der leeren Fläche auf der gegenüberliegenden Straßenseite ins Gespräch kommen, um dort ein paar weitere Parkplätze zur Verfügung stellen zu können.

Info:

Weitere Themen aus dem Bauausschuss

Neben dem Sparkassenneubau waren auch andere Themen Gegenstand der Sitzung:

  • Um Interessenten zeigen zu können, wie die neuen Wohnungen, die zwischen Eigelsberger Straße und Im Wiesengrund entstehen sollen, aussehen werden, möchte das Finanzhaus Fuchs Konzeptbau GmbH & Co.KG in einem Bestandsgebäude Musterwohnungen einrichten. Wenn das neue Baugebiet einmal steht, sollen diese ebenfalls zu normalen Wohnungen werden.
  • Thema war zudem die Umrüstung einer Biogasanlage in Oberviechtach. Weil der Besitzer unter anderem vorsieht, die Gasproduktionskapazität zu erhöhen, wird die bisherige Leistungsgrenze der Analge überschritten. Das bedarf einer immissionsschutzrechtlichen Neugenehmigung. Geplant sind ein zusätzliches Gärrestlager, eine Separatorstation sowie eine Havariemauer und ein Havariebecken.

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