24.11.2020 - 13:19 Uhr
OberviechtachOberpfalz

Neues Parkplatz-Konzept für Oberviechtach kommt

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Die Parkregelung am Oberviechtacher Marktplatz bewegt schon seit Jahren die Gemüter. Eine Begehung bringt einige neue Parkflächen und zwei Verlegungen. Das letzte Wort für die Dauerparker hat aber der Stadtrat.

Bei einer Begehung nahmen Stadtverwaltung, Polizei und Feuerwehr einige neuralgische Punkte am Marktplatz in Augenschein. Wie von vielen Bürgern gewünscht, werden vorm Restaurant „El Camino“ zwei bis drei Parkplätze ausgewiesen. Hier kann dann bis zu zwei Stunden geparkt werden.
von Gertraud Portner Kontakt Profil

Das Thema "Parken in der Innenstadt" ist immer gut für Diskussionsstoff. Doch jetzt kommt Bewegung in die Sache. Hinterm Rathaus wird noch heuer der Behinderten-Parkplatz verlegt und die Markierung von zusätzlichen Parkplätzen kann laut Bürgermeister Rudolf J. Teplitzky "nach der Bewertung, wenn möglich kurzfristig passieren". Über das grundsätzliche neue Parkkonzept, vor allem über die Neuregelung der Ausgabe von Anwohnerparkausweisen, wird der Stadtrat im Januar 2021 entscheiden.

Bei der Bürgerversammlung im November 2019 waren die Parkplätze in der Altstadt das zentrale Thema. Die "verschwundenen" zwei Plätze vorm Café Weigl wurden kurz darauf vom Bauhof wieder als solche kenntlich gemacht. Seither liegt aber auch ein Antrag für eine Änderung der Parkregelung am Marktplatz mit Unterschriftenliste im Rathaus vor. Darin werden Parkflächen vorm Gasthaus "Zur Post/El Camino" und vorm Gasthof/Kino Pösl gefordert.

Vorm Kino wird es weiterhin ein Parkverbot geben müssen.

Bürgermeister Rudolf J. Teplitzky

Bürgermeister Rudolf J. Teplitzky

Im November 2019 wurde über das Parken in Oberviechtach mit Polizei und Bürgermeister diskutiert

Oberviechtach

Mit Feuerwehr und Polizei

In der Vorwoche fand eine Begehung von Vertretern der Stadtverwaltung, Polizeiinspektion und Feuerwehr statt, in enger Abstimmung mit dem Seniorenbeauftragten und dem Behindertenbeauftragten. "Vorm El Camino, da wo eh schon immer geparkt wird, werden wir zwei bis drei Plätze hinkriegen", erklärt Bürgermeister Rudolf J. Teplitzky auf Nachfrage von Oberpfalz-Medien. Diese sollen nicht mit weißer Farbe, sondern mit Parknägeln gekennzeichnet werden. "Wie wir bei unserer Stellungnahme noch zu Zeiten von Bürgermeister Heinz Weigl erklärt haben, gibt der Flächenzuschnitt drei Parkplätze her", bestätigt Erster Polizeihauptkommissar Robert Feuerer im Gespräch mit der Redaktion. Er ergänzt: "Die jetzigen Verantwortlichen nehmen das jetzt auf und wollen es umsetzen. Das ist machbar und verantwortbar."

Beim Ortstermin wurde auch die Situation beim Gasthaus Pösl in Augenschein genommen. "Vorm Kino wird es weiterhin ein Parkverbot geben müssen", berichtet der Bürgermeister. Ausschlaggebend dafür sei die Rettungsgasse in Bezug auf den Brandschutz im Beherbergungsbetrieb. Wie der PI-Chef erklärt, kämen hier Feuerwehrfahrzeuge an parkenden Autos nicht vorbei. Laut Straßenverkehrsordnung sei deshalb auch künftig nur ein Be- und Entladen erlaubt - so wie auf allen nicht markierten Flächen in der Innenstadt. "Wer jedoch sein Fahrzeug verlässt, der parkt", stellt Robert Feuerer klar, verweist aber auf einen Ermessensspielraum. Für einen kurzen Zeitungskauf wird man daher wohl nicht mit einer Strafe rechnen müssen.

Wir tragen das Konzept mit und werden es auch überwachen.

Robert Feuerer, Erster Polizeihauptkommissar

Robert Feuerer, Erster Polizeihauptkommissar

Drei statt einer

Zwei zusätzliche Parkplätze wird es in der Sailergasse vor einem Leerstand geben. Dort, wo bisher ein Platz markiert ist, können sich künftig drei "Schrägparker" hinstellen. Wie der Bürgermeister mitteilt, sollen die zwei Behindertenparkplätze am Rathaus und am Marktplatz um einige Meter verlegt werden - im Tausch mit regulären Parkflächen. "Die Gestaltung am Marktplatz muss baulich geplant werden, das passiert mittelfristig 2021." "Wir tragen das Konzept mit und werden es auch überwachen", sagt der PI-Chef und er betont: "Es ist von der Verkehrslage her machbar." Er erhofft sich damit künftig weniger Gründe für Beschwerden. Das Problem: "Während die Geschäftsleute sich mehr Parkplätze vor den Läden wünschen, wollen Dauerparker nicht einsehen, dass sie sich dort nicht hinstellen können." Das Beschwerdeaufkommen insgesamt sei aber überschaubar. Wie Feuerer betont, verfolgen die Polizeibeamten dies auch mit Augenmaß: "Nur wer schon länger sein Fahrzeug so abstellt, wird aufgeschrieben."

"Der Stadtrat wird entscheiden, wie die Vergabe von Parkausweisen gehandhabt wird", ergänzt Bürgermeister Rudolf J. Teplitzky. Denn mehr Dauerparkplätze werde es auch künftig nicht geben.

Dieser Behindertenparkplatz auf abschüssiger Fläche hinter dem Rathaus, zieht noch heuer auf die gegenüberliegende Parkbucht um.
Auf dieser asphaltierten Fläche in der Sailergasse wird eine neue Markierung aufgebracht. Hier können künftig drei „Schrägparker“ stehen.

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