06.03.2020 - 09:45 Uhr
OberviechtachOberpfalz

"Mach die Krähe für die Krähe"

Mehr Balance für Mutter Erde: Es gibt 20 Yoga-Positionen, deren Namensgeber bedürftige Tiere und Pflanzen sind. Karina Back beteiligt sich an der Aktion von WWF Deutschland.

Karina Back zeigt eine Übung für Anfänger: Den herabschauenden Hund (Adho Mukha Svanasana). Beim kostenfreien „Yoga für Artenvielfalt“ stehen Positionen mit Namen wie Delfin, Robbe oder Schildkröte im Mittelpunkt.
von Gertraud Portner Kontakt Profil

Das Ausmaß des globalen Artenschwundes buchstäblich am eigenen Körper erfahren: In der Woche zum internationalen Tag des Artenschutzes (3. März) fällt in rund 400 Yoga-Schulen in Deutschland, Österreich und der Schweiz der Startschuss zu „Yoga für Artenvielfalt“. Auch Karina Back aus Oberviechtach ist mit von der Partie.

Die Inhaberin des Fitnessstudios im Wiesengrund bietet am Samstag, 7. März, eine kostenlose Yoga-Einheit an. Diese besteht aus Übungen, die nach rund 20 bedrohten Tieren und Pflanzen – vom Pfau, über die Schildkröte oder den Delfin – benannt sind. Übrigens: Die Arm-Balanceübung „Krähe“ heißt auch „Bakasana“. Mit der von der Naturschutzorganisation WWF (World Wildlife Fund) initiierten Aktion machen Yogalehrer gemeinsam mit ihren Schülern auf das Artensterben aufmerksam und sammeln Geld für Projekte: „Für Mutter Erde, damit sie im Gleichgewicht bleibt.“

„Der Kurs war innerhalb von zehn Minuten voll belegt“, freut sich Karina Back über die Resonanz. Die Spendenbox steht bereits seit einiger Zeit im KB Aktiv, so dass alle Kunden die Chance für eine freiwillige Spende für Projekte des WWF haben. „Der Erlös wird zu 100 Prozent gespendet“, verspricht die staatlich geprüfte Sport- und Gymnastiklehrerin, die sich mittlerweile auch für Yoga qualifizierte und hier noch tiefer einsteigen möchte. „Yoga ist ja bekannt für seine Beweglichkeitsübungen/Asanas. Deshalb wollte ich ursprünglich nur meine eigene Qualität für die Reha-Stunden steigern“, berichtet sie. Yoga lehre richtiges Atmen und gesunde Körperhaltung. „Der Gedanke, meine ersten Stunden für einen guten Zweck zu veranstalten, gefiel mir“, betont die 33-Jährige. Yoga gebe so viel, „dass man gern mal etwas zurückgeben kann“.

Beim „Yoga für Artenvielfalt“ wartet auf die Teilnehmer eine magische Reise über Wiesen und Wälder, Berge, Wüsten und Meere. Dabei werden Tier- und Pflanzenübungen eingenommen – bis eine überraschende Wendung kommt. Diese zeige dann auf, wie wichtig eine Welt mit vielen Arten ist. „Das Bewusstsein wird gesteigert und es entsteht eine besondere Verbundenheit zur Natur“, verspricht Karina Back beim Durchblättern des Konzepts. Und sie ergänzt: „Oberviechtach ist jetzt bereit für Yoga.“

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