04.03.2021 - 18:15 Uhr
OberviechtachOberpfalz

Gymnasium Oberviechtach sucht neue Wege für Projektarbeit: Ein Wir-Gefühl trotz Pandemie

Offene Ganztagschule in Corona-Zeiten, wie geht das? Das Projektseminar „Gestaltung der OGTS“ am Oberviechtacher Ortenburg-Gymnasium punktet hier mit eigenen Ideen.

Einmal wöchentlich ist bei einer gemeinsamen Videokonferenz des Seminars Feedback angesagt. Bei diesem Screenshot haben die männlichen Seminaristen den Mädchen den Vortritt gelassen.
von Georg LangProfil

„Vokabeln lernen ist etwas, das bei den meisten Kindern nicht sehr beliebt ist. Besonders in der fünften Klasse fällt vielen die Umstellung auf diese neue Form des Lernens schwer.“ Die Oberstufenschülerin Magdalena Hermann erinnert sich hier an ihren eigenen Übertritt ans Gymnasium. Jetzt ist sie aber als Mitglied des Projektseminars „Gestaltung der OGTS“ der elften Jahrgangsstufe voll in die Betreuung der Schüler der „Offenen Ganztagsschule“ (OGTS) am Ortenburg-Gymnasium eingebunden.

Wie das digitale Schulleben am Oberviechtacher Gymnasium funktioniert

Oberviechtach

Dass diese Betreuung im Rahmen von Videokonferenzen auch unter den Corona-Auflagen möglich ist, beweist das zwölfköpfige Team um Projektleiter Andreas Wohlgemuth gerade auch in der jetzigen angespannten Situation. Bis zu den Weihnachtsferien lief die Unterstützung der angestellten OGTS-Betreuer in der traditionellen Form noch vor Ort an der Schule ab. Mit Hausaufgabenbetreuung und Freizeitelementen erlebten die Schüler der 5. und 6. Jahrgangsstufe kurzweilige Nachmittage bei der Offenen Ganztagsschule.

Lernen mit Spaßfaktor

Seit Anfang Februar läuft jetzt an jedem Dienstag das Vokabeltraining über den Schulmanager in Form von Videokonferenzen. „Das soll für die Kinder keineswegs eine Belastung darstellen, vielmehr soll ihnen gezeigt werden, wie man Vokabeln am besten lernt und dabei sogar noch Spaß erleben kann“, betont Magdalena Herrmann. Die Oberstufenschüler des Seminars sind hier nicht nur Betreuer, sondern übernehmen auch organisatorische Aufgaben. Dieses Engagement schätzt der Seminarleiter Andreas Wohlgemuth, der zugleich als Schulpsychologe am OGO wirkt, besonders.

Bei der Verschärfung der Corona-Situation weiteten die Seminaristen ihr Angebot aus, denn den Jugendlichen ist bewusst, dass nicht alle Eltern eine angemessene Hilfestellung bei den Aufgaben des Homeschooling erbringen können. Die Jugendlichen bieten daher digitale Frage- und Übungsstunden zur Erklärung des aktuellen Stoffes in den Hauptfächern Mathematik, Englisch, Latein und Französisch für die Jahrgangsstufen 5 und 6 an. Innerhalb von 30 Minuten können hier Lerninhalte abgeklärt und vertieft werden.

Soziales Miteinander stärken

„Das Wir-Gefühl trotz Pandemie“, streicht Studienrat Andreas Wohlgemuth heraus, der aus dem Blickwinkel des Schulpsychologen auch noch andere Vorteile des digitalen Trainings erkennt. Bei den gemeinsamen Videokonferenzen tauschen sich Schüler aus verschiedenen Klassen aus. Und selbst der Small-Talk vor Beginn der Konferenz oder im Anschluss an den offiziellen Teil stärkt das soziale Miteinander.

Der Seminarleiter ist bei allen Aktionen immer mit eingeloggt. Innerhalb des Seminars gibt es einmal pro Woche ein Feedback. Hierbei kommen Probleme oder Fragen der Weiterentwicklung auf den Prüfstand.

Seminarleiter Andreas Wohlgemuth ist bei allen Bereuungsaktionen mit eingeloggt.

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