09.01.2020 - 13:22 Uhr
OberviechtachOberpfalz

Frauenbund Oberviechtach wird 100 Jahre alt

Ein Jahrhundert ist es her, dass in Oberviechtach der Grundstein für einen Zweigverein des Frauenbundes gelegt worden ist. Mit der Hauptversammlung eröffnen die Mitglieder das Jubiläumsjahr und freuen sich dabei über Verstärkung.

Die Vorsitzende Angelika Vogl (rechts) begrüßte gemeinsam mit Dekan Alfons Kaufmann Rosina Ederer, Christina Graf, Margaretha Landgraf (von rechts) sowie Eva Zwack (nicht im Bild), als neue Mitglieder.
von Elfriede WeißProfil

Der Besuch der Sternsinger im Pfarrheim läutete die Jahreshauptversammlung des katholischen Frauenbundes ein. Vorsitzende Angelika Vogl freute sich, dass so viele Mitstreiter der Einladung gefolgt waren und stimmte mit einem Gedicht auf das neue Jahr ein. Zunächst wurden Rosina Ederer, Christina Graf, Margaretha Landgraf und Eva Zwack als neue Mitglieder aufgenommen. Sie erhielten als Zeichen der Zugehörigkeit zu der großen Gemeinschaft, der im Zweigverein 403 Frauen angehören, Nadel, Ausweis und das Bundesgebet überreicht.

Im Jahresrückblick, den Angelika Vogl mit Fotos untermalte, wurden die zahlreichen Aktivitäten des vergangenen Jahres in Erinnerung gerufen. Neben 59 „runden“ Geburtstagen, zu denen gratuliert wurde, standen ein Einkehrtag mit Dekan Alfons Kaufmann sowie der Weltgebetstag der Frauen auf dem Programm. Der Frauenbundfasching mit Sketchen und Tanzeinlagen war wieder eine tolle Veranstaltung. Osterkerzen wurden mit den Firmlingen gestaltet, Palmbüschel und Kräuterbüschel gebunden. In einer dreitägigen Radtour ging es mit 29 Teilnehmern nach Bad Füssing.

Bibelwanderung, Wallfahrt, das Legen von Blumenteppichen zu Fronleichnam und Besuche im Altenheim ergänzten das Programm. Interessante Erlebnisse waren der Besuch des Christkindlmarkts beim Waldwipfelweg und die Autorenlesung mit Musik bei der Adventsfeier. Daneben gestaltete die Vorstandschaft die Marien- und Muttertagsfeier sowie die Adventsfeier. Angelika Vogl überreichte 1000 Euro als Spende für den Unterhalt des Pfarrheims an Dekan Alfons Kaufmann, der sich dafür bedankte.

Geistlicher Beirat Alfons Kaufmann hob hervor, was der Frauenbund das ganze Jahr über leistet. Er verglich die Verantwortlichen des Zweigvereins mit Ellen Ammann, die eine Wegbereiterin der modernen Sozialarbeit war und 1904 in München einen Zweigverein des KDFB gegründet hatte. Zweite Bürgermeisterin Christa Zapf dankte der Vorsitzenden und dem gesamten Vorstandsteam: „Sie sind es, die vorangehen und den Frauenbund gestalten.“ Gemäß dem Jahresthema „Nur wer bewegt, kann andere bewegen“, setzen sich die Frauen in Kirche, Politik, Umwelt und Gesellschaft ein.

In den Blickpunkt rückte das Programm des neuen Jahres, in dem sich die Gründung des Oberviechtacher Frauenbundes zum 100. Mal jährt. Das Jubiläum wird am 20. September mit einem Festgottesdienst in der Pfarrkirche gefeiert. Später findet ein Festakt mit Ehrungen statt. Unter insgesamt 21 Terminen im Jahresprogramm hob die Vorsitzende den Filmabend „Die Schneiderin der Träume“ am 24. Januar im Museum (Beginn 19.30 Uhr) hervor.

Weitere Informationen rund um Frauenbund Oberviechtach

Aus der Geschichte:

1920 hoben mehrere Frauen in Oberviechtach einen Frauenbund aus der Taufe. Wie auf der Homepage des Zweigvereins zu lesen ist, ging die Initiative dazu von einem Fräulein von Grafenstein aus Weiden aus. Als Gründungsvorsitzende fungierte Berta Gruber, die Haushälterin des damaligen Pfarrers Edmund Rosenheimer. Die 1928 angeschaffte Vereinsstandarte existiert noch heute.

Angelika Vogl übergab im Namen des Frauenbundes eine Spende von 1000 Euro für den Unterhalt des Pfarrheims an Dekan Kaufmann.
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