05.02.2020 - 10:48 Uhr
OberviechtachOberpfalz

Einsatz um Geschichte und Heimatkunde

Seit über 30 Jahren macht sich der Heimatkundliche Arbeitskreis für Brauchtum, Regionalgeschichte und Mundart stark. Bei den Neuwahlen ist Ludwig Schießl an der Spitze bestätigt worden.

An der Spitze des Heimatkundlichen Arbeitskreises stehen Ludwig Schießl (links) als Vorsitzender sowie Stellvertreter Siegfried Bräeuer. Neu in der Vorstandschaft ist die neue Kassiererin Rita Foißner.
von Ludwig BergerProfil

In der Jahreshauptversammlung ließ Vorsitzender Ludwig Schießl zahlreiche Aktivitäten in gestraffter Form Revue passieren. Stellvertretend für Wilfried Neuber, den Vorsitzenden des Museumsvereins, legte er auch dessen Tätigkeitsbericht vor. Es war eine umfassende Rückschau, die eine große Veranstaltungspalette belegte und Workshops, Filmabend, Lesungen, Vorträge, Ausstellungen, "Oberpfälzer Weihnacht", eine Vernissage sowie Gruppen- und Einzelführungen enthielt. Insgesamt war damit im Verlauf des Jahres eine Gesamtbesucherzahl von rund 5000 zusammengekommen.

Kreisheimatpfleger Ludwig Berger berichtete aus seinem Arbeitsbereich über die beginnende Erfassung der Flur-und Kleindenkmäler (Feldmarterl) und deren – je nach Zustand – beabsichtigte Renovierung. Am Freitag, 20. März, beginnt eine Ausstellung zum Thema „Letzte Dampfzugfahrt“ auf der Bahnstrecke zwischen Nabburg und Lind. Auch der Erhalt des Sgrafitos von Pfarrer von Miller am früheren AOK-Gebäude steht auf der Agenda.

Reibungslos verlief anschließend die Neuwahl der gesamten Vorstandschaft. An der Spitze des Heimatkundlichen Arbeitskreises (HKA) bleibt weiterhin Ludwig Schießl als Vorsitzender. Als Stellvertreter ist Siegfried Bräuer im Amt bestätigt worden. Als Kassieren neu im Amt ist Rita Foißner, die Aufgabe der Schriftführerin bleibt in den Händen von Maria Schießl. Alle Vorgeschlagenen wurden einstimmig gewählt.

Eine Formsache war danach eine notwendig gewordene Satzungsänderung, mit der eine bisher nötige Mindesteilnehmerzahl von zehn Personen ersatzlos gestrichen wurde. Die Dauer der Wahlperiode wurde auf zwei Jahre festgelegt.

Im Ausblick auf das kommende Vereinsjahr meldete der Vorsitzende die Fertigstellung eines Buchs als ein Mundartprojekt an. Eine weitere Publikation werde in der Reihe „Mundart wertvoll“ herausgeben. Ludwig Schießl wies noch daraufhin, dass er den Verein auch mit einem Vortrag beim Dorfjubiläum in Muschenried sowie beim Nordbayerischen Mundarttag vertreten wird. Beide Veranstaltungen finden 2022 statt.

Der Heimatkundliche Arbeitskreis:

Der Heimatkundliche Arbeitskreis wurde 1987 ins Leben gerufen, seit 1989 ist er eingetragener Verein. Schwerpunkt im Aufgabenfeld ist die Heimatgeschichtsforschung im weitesten Sinne. Mit Veranstaltungen, Projekten, Maßnahmen und Veröffentlichungen wird dem Auftrag nachgekommen. 2010 ist die Gruppierung mit dem Kulturpreis des Bezirks Oberpfalz in der Sparte "Heimatgeschichtsforschung" ausgezeichnet worden. In der Laudatio wurde damals die „unglaubliche Gesamtleistung“ hervorgehoben.

Als Vereinszweck ist in der Satzung "die Erforschung, Erfassung und Bewahrung von Geschichte, Brauchtum und historischer Bausubstanz der Stadtgemeinde Oberviechtach" festgeschrieben. In diesem Zusammenhang wird unter anderem das Doktor-Eisenbarth- und Stadtmuseum unterstützt. Als Schwerpunkte der Tätigkeit haben sich außerdem das Oberviechacher Dialektprojekt, Ausstellungen, Publikationen, Symposien und regelmäßige Aktivitäten herauskristallisiert. (Quelle: www.hka-ovi.de).

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