16.11.2020 - 09:13 Uhr
OberviechtachOberpfalz

Coronakrise macht Planungen des Frauenbundes zunichte

Der Katholische Frauenbund in Oberviechtach kann heuer auf 100 Jahre Vereinsgeschichte zurückblicken. Im Jubiläumsjahr waren viele Veranstaltungen geplant. Das Coronavirus hat den Frauen aber einen Strich durch die Rechnung gemacht.

Angelika Vogl (vorne Zweite von links) hat mit ihrer Führungsmannschaft ein attraktives Programm für das Jubiläumsjahr 2020 zusammengestellt. Wegen der Pandemie mussten allerdings die meisten Veranstaltungen ausfallen.
von Elfriede WeißProfil

Mit einem umfangreichen Jahresprogramm und einer Jubiläumsfeier mit Kirchenzug, Festgottesdienst und Ehrungen sollte das 100-jährige Bestehen des Katholischen Frauenbundes Oberviechtach in diesem Jahr würdig gefeiert werden. Allerdings haben die Einschränkungen durch das Coronavirus die Planungen zunichte gemacht.

Konnte der beliebte Frauenbundfasching im Pfarrheim noch gut über die Bühne gebracht werden, so mussten fast alle weiteren interessanten Programmpunkte entfallen. Der Festtag im September entfiel, Ehrungen für langjährige Treue zum Zweigverein fanden bei einer Andacht in der Stadtpfarrkirche statt.

Der Kabarettabend mit Hubert Treml wurde abgesagt, und auch das Konzert der "Raith-Schwestern" mit dem "Blaimer", das am 11. Dezember geplant war, wird wohl ausfallen. Die geplante Bildungsreise nach Rom musste ebenfalls abgesagt werden. Marien-und Muttertagsfeier sowie der Vortrag über Heilpflanzen fielen ebenfalls den Einschränkungen zum Opfer.

Frauenbund ehrt treue Mitglieder

Oberviechtach

Pfarrer Alfons Kaufmann schrieb in seinem Grußwort im Programmheft, dass man mit Stolz auf die Gründerinnen und vielen engagierten Frauen zurückblicken könne, die sich seit 100 Jahren für Kirche eingesetzt haben, und verweist auf die Gründerpersönlichkeit Ellen Ammann, die sich couragiert für Frauen eingesetzt hat und deren Lebensleistung im sozialen Engagement Vorbild sein sollte.

Im Jahre 1904 hat sie einen Zweigverein des Katholischen Deutschen Frauenbundes in München gegründet. Ihr Anliegen war es, die Berufssituation von Dienstbotinnen und Kellnerinnen sowie Heimarbeiterinnen zu verbessern. Der Vorstand des Frauenbundes hofft nun auf das nächste oder übernächste Jahr, dann wird die Feier zum Jubiläum nachgeholt werden.

Hintergrund:

Beim Frauenbund rührt sich was

Ein Blick in die Chronik des Oberviechtacher Frauenbundes spiegelt die vielfältigen Aktivitäten wieder.

  • Kirchliche Aktionen: Immer wieder stehen Andachten, Wallfahrten und Gebetstage im Jahresprogramm.
  • Gesellschaftliches Leben: Der Frauenbund verfügt über eine Kegelgruppe, die sich bereits erfolgreich bei einer Stadtmeisterschaft behauptet hat. Die Singgruppe hat bei einer gestalteten Messe in der Justizvollzugsanstalt Amberg Eindruck gemacht. Eine Gymnastikgruppe trainiert üblicherweise wöchentlich, dabei werden auch immer wieder verschiedene Tänze für den Fasching einstudiert.
  • Auf Reisen: Ungarn, Kroatien, der Gardasee, die Toskana und der Schwarzwald waren bereits Ausflugsziel der Frauen. Auch Radtouren, Musicalfahrten, Besuche von Christkindlmärkten und die "Fahrt ins Blaue" am Kirchweihmontag gehören zum Programm.
  • Absoluter Jahreshöhepunkt ist der Frauenbund-Fasching, bei dem sich auch die Geistlichkeit stets "närrisch" zeigt. So tanzte der frühere Stadtpfarrer Berthold Helgert einst "Schwanensee", Kollege Christian Burkhardt hatte als Roy Black und als Max Raabe große Auftritte. Dekan Alfons Kaufmann hatte als "Friedl Bauer" in der Einlage "Bauer sucht Frau" die Lacher auf seiner Seite.
Der Frauenbund-Fasching zählte auch schon vor Jahrzehnten zu den Höhepunkten im Vereinsjahr des Frauenbundes (von links Katharina Schießl, Erna Niederalt, Dorle Rester).
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