29.11.2021 - 16:53 Uhr
OberviechtachOberpfalz

Architektensuche für Krankenhaus in Oberviechtach beginnt voraussichtlich im Januar

Die Tage des fünfstöckigen Klotzes an der Teunzer Straße sind bekanntlich gezählt. Trotzdem wird es noch geraume Zeit dauern, bis ein Krankenhaus-Neubau steht. Klinikmanagerin Jana Humrich informiert über den Fortgang.

Im Garten der Asklepios-Klinik Oberviechtach, die im Hintergrund zu sehen ist, wird der neue, einstöckige Krankenhausbau entstehen. Das Jahr 2022 wird im Zeichen des Vergabeverfahrens und der Planungen des Gebäudes stehen, 2023 könnte dann die Baumaßnahme beginnen.
von Thomas Dobler, M.A. Kontakt Profil

Der anvisierte Ersatzneubau auf der Wiese neben dem jetzigen Krankenhausgebäude soll deutlich kleiner ausfallen (nur Keller und Erdgeschoss) als das bisherige hohe Gebäude, dessen künftiges Schicksal noch ungewiss ist. Ein Abriss wird als eine von vielen Optionen in Erwägung gezogen. "Da sind wir noch in der Findungsphase," betont Jana Humrich im Gespräch mit Oberpfalz-Medien.

Was das Konzept für die Belegung betrifft, so bleibt es bei den bewährten Abteilungen: "Es wird ein kleines Haus zur Akut- und Regelversorgung sein", erklärt die Klinikmanagerin, "ein 35-Betten-Haus mit den Fachabteilungen Chirurgie und Innere Medizin". Am Spektrum ändere sich somit gar nichts. Die Zentrale Notaufnahme werde 24 Stunden täglich und sieben Tage die Woche eine Versorgung gewährleisten. Endoskopie, ein OP-Saal, CT, Röntgen, all das soll auch der Neubau vorsehen. Zu den 35 Betten (fünf weniger als bisher) gehören dann auch vier sogenannten Intermediate-Care-Betten (IMC-Betten) für Patienten, die zwar keine Intensivstation benötigen, aber doch etwas mehr als die Pflege auf der Normalstation.

Unterschiede zum bisherigen Krankenhaus wird es außer der Größe des Gebäudes laut Humrich auch in der Art der Art der Patientenzimmer geben: "Bisher haben wir noch Drei-Bett-Zimmer, was schlecht ist wegen der Pandemie. Künftig sollen es nur noch Ein- und Zwei-Bett-Zimmer sein." Sie freut sich auch darüber, dass bereits eine Fördermittelzusage der Regierung gekommen ist. Im Juli dieses Jahres hatte Gesundheitsminister Klaus Holetschek nämlich nach einer Sitzung des bayerischen Kabinetts die stattliche Fördersumme von 22,06 Millionen Euro Euro für den Neubau der Asklepios-Klinik in Oberviechtach verkündet. Damit wurden die Weichen gestellt für den Fortbestand des Krankenhauses, das in den 70er Jahren gebaut wurde und mit seinen ursprünglich 180 Betten inzwischen als "um ein Vielfaches überdimensioniert" gilt. Aktuell sieht der Krankenhausbettenplan 35 Betten vor, und dabei soll es auch im Neubau bleiben.

Für das bevorstehende Vergabeverfahren hat Asklepios eine Anwaltskanzlei eingeschaltet, die den Prozess starten und begleiten soll. Dabei muss vor allem ein Architekturbüro gefunden werden, aber auch Handwerksbetriebe. "Eine Voraussetzung ist, dass der Architekt Erfahrung hat im Krankenhausbau," so Humrich. Im Januar oder Februar 2022 wird das Vergabeverfahren anlaufen "und das dauert dann drei bis vier Monate, bis ein Architekt ausgewählt ist". Erst danach könne die konkrete Planung des Baus anlaufen, wohl ab Mitte des nächsten Jahres. Diese Planungen gehen dann an die Regierung, die ihre Zusage geben muss. Nach Einschätzung von Jana Humrich könnte im Jahr 2023 der Bau des neuen Krankenhausgebäudes beginnen.

Krankenhausbettenplan sieht für Neubau 35 Betten vor

Oberviechtach

"Künftig sollen es nur noch Ein- und Zwei-Bett-Zimmer sein."

Klinikmanagerin Jana Humrich

Klinikmanagerin Jana Humrich

 

 

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