14.05.2021 - 15:00 Uhr
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Was und wer steckt hinter #oberpfalzwirmüssenreden

Unter #oberpfalzwirmüssenreden erzählen Frauen, wie es ihnen geht, wenn sie Dickpics und obszöne Texte erhalten. Sozialpädagoginnen und ein Anwalt klären über Hilfsangebote und Gesetze auf. Aber was ist der Hintergrund dieses Projekts?

Unter #oberpfalzwirmüssenreden will Oberpfalz-Medien auf sexuelle Belästigung im Internet aufmerksam machen.
von Eva-Maria Hinterberger Kontakt Profil

Was und wer steckt hinter #oberpfalzwirmüssenreden? Wir sind drei Mitarbeiterinnen von Oberpfalz-Medien, Isabell-Katrin Diehl, Magdalena Raß und Eva-Maria Hinterberger. Wir sind mit dem Internet aufgewachsen.

Soziale Medien gehören zu unserem Leben. Mit all den Vorteilen, die sie für unseren Alltag haben - und den Nachteilen. Wir wissen, wie es ist, wenn man per Facebook, Instagram oder Whatsapp Nachrichten bekommt, die man eigentlich nicht haben will: Dickpics, anzügliche Nachrichten.

Im Gespräch mit Freundinnen und Kolleginnen haben wir erfahren, dass jede Einzelne ebenfalls solche Erfahrungen machen musste. Wir sind der Meinung, dass dieses Thema mehr Aufmerksamkeit braucht - bei uns in der Oberpfalz, bei Frauen, bei Männern. Unangebrachte, obszöne und vor allem ungewollte Nachrichten oder Bilder von Geschlechtsteilen sind sexuelle Belästigung. Das wollen wir deutlich machen.

Niemand muss sich das gefallen lassen. Wir haben einen Aufruf in den Sozialen Netzwerken gestartet und Sozialpädagoginnen und einen Anwalt um Rat gefragt. Das Ergebnis ist #oberpfalzwirmüssenreden. Unter diesem Hashtag wollen wir andere Frauen ermutigen, ihre Geschichten zu erzählen.

Dieses Thema braucht Öffentlichkeit, damit sich etwas ändert. Wir müssen darüber reden. Und nicht nur wir. Auch ihr, liebe Männer. Auch wenn uns viele von euch gesagt haben, dass sie keine solchen Nachrichten verschicken und dass sie auch der Meinung sind, dass solche Nachrichten überhaupt nicht gehen: Lest bitte diese Texte. Sprecht mit euren Freunden darüber. Und überlegt, wie ihr damit umgehen würdet, wenn eure Töchter, Freundinnen oder Frauen solche Nachrichten bekommen.

Hört zu, wenn Frauen euch von ihren Erlebnissen erzählen, und glaubt ihnen. Zeigt euch solidarisch - im echten Leben und in Sozialen Medien.

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