04.08.2020 - 03:00 Uhr
NürnbergOberpfalz

Ferien daheim: Die schönsten Entdecker-Ecken in Nürnberg

Diesen Artikel lesen Sie mit
Was ist OnetzPlus?

Nürnbergs geheime Ecken: Neben Sonnenuhren und Spielzeug gibt es einen blühenden Bürgermeistergarten zu entdecken. Auch die unterirdischen Felsengänge gelten noch als Geheimtipp.

Der Bürgermeistergarten gewährt einen Blick auf Dürerhaus und Burg.
von Günter KuschProfil

Dass Nürnberg eine Spielzeugstadt ist, merkt man bereits, wenn man den Hauptbahnhof verlässt. Der Zugang zu den U-Bahnen führt unterirdisch auf die andere Straßenseite zum Handwerkerhof. Dort startet der "Spielzeugweg" mit 19 Haltepunkten. In der Kartäusergasse gibt es eine kleine Sammlung des Germanischen Nationalmuseums, die in die über 600 Jahre alte Tradition der Spielzeugstadt einführt. In dem versteckten Gebäude einer ehemaligen Kinderbewahranstalt werden etwa vier Nürnberger Puppenhäuser des 17. Jahrhunderts präsentiert.

An der Mauthalle beginnt ein weiterer Themengang, der "Sonnenuhrenweg", der 19 Stationen umfasst. Wir überqueren den Hauptmarkt und gelangen über den Schleifersteg zum Trödelmarkt. Nur Insider kennen die kleine Liebesinsel, auf der man ein Picknick machen kann. Unglaublich, dass an diesem Ort im Mittelalter mit Schweinen gehandelt wurde. Heute verführen venezianische Gondeln zu einer Fahrt auf der Pegnitz.

Wer nun hungrig ist, spaziert über Westtorgraben und Hallertorbrücke zum Kettensteg. Im idyllischen Biergarten von "Elke's Bierstadl" gibt es süffiges Bier und fränkische Brotzeitteller . Sehenswert ist die nahe Weißgerbergasse. Etwa 20 mittelalterliche Fachwerkhäuser haben die schweren Luftangriffe auf Nürnberg überstanden. Der Name stammt von den Weißgerbern, die mit Hilfe von Alaun, Kochsalz, Mehl, Eiern und Baumöl rohe Tierhäute zu Weißleder verarbeiteten.

Nur wenige kennen den Bürgermeistergarten. Den Eingang findet man über den Weg "Am Ölberg". Tipp: Am Ausgang durch das Tor zum Heilpflanzengarten gehen! Auf dem Rückweg zum Bahnhof ein Geheimtipp: In der Hausbrauerei Altstadthof gibt es Single Malt aus fränkischem Spezialmalz und das berüchtigte Rotbier, das bereits im Mittelalter als Stadtbier gebraut wurde. Was nur wenige wissen: Hier kann man unterirdische Felsengänge besichtigen. Sie gelten sie als größtes zusammenhängendes Felsenkellerlabyrinth Süddeutschlands.

Alle Teile unserer Serie Ferien daheim mit Tipps für Ausflüge in der Oberpfalz

Oberpfalz
Info:

Ausflug nach Nürnberg

  • Anfahrt: Am besten fährt man mit dem Zug nach Nürnberg. Die Tour beginnt direkt vor dem Hauptbahnhof im Handwerkerhof. Um den Bahnhof herum gibt es mehrere Parkhäuser, zum Beispiel am Bahnhofsplatz 5.
  • Einkehr: Empfehlenswert sind das Restaurant „Trödelstuben“, Trödelmarkt 30, aber auch „Elkes Bierstadl“ im Kettensteg mit schönem Biergarten (Maxplatz 35) und die zahlreichen Foodtrucks am Hauptmarkt.
  • Felsengänge: Führungen durch die Historischen Felsengänge sind Montag bis Sonntag möglich. www.historische-felsengaenge.de
Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Für Sie empfohlen

 

 

Videos aus der Region

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.