Zirkendorfer „Baumeister“: Ludwig Sporrer ist tot

Der langjährige Mesner und Kirchenpfleger Ludwig Sporrer verstarb in der Nacht von Sonntag auf Montag im Kreise seiner Familie. Er wurde 87 Jahre alt.

Auch Jahre nach seinem Tod wird das Vermächtnis von Ludwig Sporrer in der Kuratie Neuzirkendorf zu sehen sein.
von Petra LettnerProfil

Mit dem Tod von Ludwig Sporrer verliert die Pfarrgemeinde Neuzirkendorf einen Menschen, der sich in aufopferungsvoller Weise um die Belange der Pfarrei gekümmert hat. Sporrer unterstütze ab 1975 seinen Schwiegervater Hans Haßler bei seiner Mesnerarbeit. Ab 1977 war er dann für die komplette Kuratie Neuzirkendorf zuständig. Erst im Jahr 2018 musste er nach 43 Jahren alters- und krankheitsbedingt seine Tätigkeit aufgeben.

Von 1977 bis 2007 war Sporrer auch Vorstand der Kirchenverwaltung. Er war ein unermüdlicher Motor, wenn es um die Erhaltung der drei Kirchen ging. Unter seiner Federführung wurde die Kapelle in Weißenbrunn neu aufgebaut und die Wallfahrtskirche St. Laurentius erhielt einen Glockenturm sowie eine neue Orgel. Sporrer schreckte auch vor großen Projekten nicht zurück. So hat er in Neuzirkendorf die Renovierung der Kirche vorangetrieben. Die Friedhofsmauer wurde grundlegend saniert und das Leichenhaus vergrößert. Größtes Projekt war 1993 der Erwerb des ehemaligen Schulhauses und der Umbau zum Pfarrheim mit Gemeinschaftsraum und einem Saal für Feierlichkeiten. Auch in Altzirkendorf wurde mit seiner Unterstützung die Maria-Hilf-Kirche in Teilabschnitten renoviert.

Ludwig Sporrer war ein Macher, ging voraus und schaffte es immer wieder, die Neuzirkendorfer zu motivieren, ihn tatkräftig bei seinen Vorhaben zu unterstützen. Neben Beruf und Familie liebte er sein Ehrenamt und steckte all seine Kraft hinein. Durch sein langjähriges ehrenamtliches Schaffen konnte er sich im Oktober 2018 ins goldene Buch der Marktgemeinde eintragen.

Die Coronapandemie zwingt die Verantwortlichen und die Familie dazu, eine Trauerfeier im engsten Familienkreis abzuhalten, was natürlich seinen Verdiensten um Neuzirkendorf nicht gerecht wird. Seine Familie hofft, dass zu einem späteren Zeitpunkt ein würdiges Abschiednehmen in Form eines Traueramtes für die gesamte Bevölkerung möglich ist.

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