05.03.2021 - 11:53 Uhr
Neustadt an der WaldnaabOberpfalz

Stadtrat Neustadt/WN beklagt vogelwildes Parken am Vogelherd

Die Park- und Verkehrssituation in Neustadt/WN scheint ein unerschöpfliches Thema zu sein. Dabei steht nun eine Arztpraxis im Stadtnorden im Fokus.

Die Parksituation rund um das Ärztehaus am Vogelherd ist dem Stadtrat ein Dorn im Auge. Zumal unterhalb des DJK-Sportplatzes (im Hintergrund) genügend freie Flächen zur Verfügung stünden.
von Friedrich Peterhans Kontakt Profil

Bürgermeister Sebastian Dippold kündigte in der Stadtratssitzung am Dienstag an, dass der Ordnungsdienst verstärkt am Vogelherd 44 kontrollieren werde. Vor der internistischen Gemeinschaftspraxis werde wüst geparkt. Gleichzeitig mache sich der Bauausschuss Gedanken über weitere Parkplätze, um die Situation zu entzerren.

Das ist ganz im Sinne von Annette Karl und Achim Neupert (beide SPD). Sie beklagen, dass am Vogelherd Bürgersteige zugeparkt werden. Das gefährde vor allem Kinder, weil darunter auch die Übersichtlichkeit in der Straße leide. Neupert betonte überdies, dass keine 100 Meter weiter frei zugängliche Parkflächen zur Verfügung stehen. "Der Parkplatz gehört nicht der DJK, sondern der Stadt."

Dippold anerkannte in diesem Zusammenhang, dass die Ärzte ihre Patienten inzwischen darauf hinweisen, ihre Autos möglichst nicht vor der Haustür abzustellen. Vielleicht schafft auch eine Baxi-Haltestelle Entlastung. Sie soll direkt vor der Praxis entstehen. Weitere Haltestellen dieses Anrufbusses sind in der Kolpingstraße 5, in der Freizeitanlage, in der Danziger Straße und in der Schmellerstraße geplant.

In einer vorherigen Sitzung hatte Tobias Knauer (CSU) einen Antrag eingebracht, die Parklage am Stadtplatz zu überprüfen. Dies sei geschehen, erläuterte Dippold. Derzeit lägen aber keine Erkenntnisse über Probleme und somit auch nicht für konkrete Handlungsansätze vor. Neupert und Rainer Hetz (beide SPD) mahnten in diesem Zusammenhang an, eine Aufstellung von Problemfeldern aus der letzten Stadtratsperiode mal wieder anzuschauen. Vor drei oder vier Jahren sei dazu ein Konzept erstellt worden. Es sei aber bis heute nicht abgearbeitet.

Hermann Schmid (Freie Wähler) regt zwei Behindertenparkplätze vor den beiden Stadtplatz-Apotheken an. Dippold sagte zu, dies in die Bauausschusssitzung aufzunehmen. Zudem schwebt Schmid eine zweite E-Auto-Ladestation vor. Neben der an der Stadthalle könnte er sich einen weiteren Stecker am Bahnhaltepunkt in der Georgstraße oder auf dem Parkplatz eines Verbrauchermarkts vorstellen. Daran sei die Stadt bereits dran, denn der bisherige Vertrag zur E-Lade-Säule mit dem Bayernwerk läuft aus, erklärte Dippold. "Aber das geht nur mit Fördergeldern." Interessant sei unter anderem ein Angebot des Unternehmens E-Wald.

Es könnte aber auch sein, dass es in der Stadt bald ein Elektroauto weniger gibt, nämlich den vom Zweckverband für Verkehrsüberwachung gesponserten BMW, der in der Tiefgarage am Stadtplatz steht. Laut Dippold will der Zweckverband keine neuen E-Autos mehr hergeben, da sich Kommunen ohne diesen Service sperren, das Auto für andere Städte und Gemeinden mitzufinanzieren.

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