21.09.2020 - 13:33 Uhr
Neustadt an der WaldnaabOberpfalz

Neustadt mit Blitz und Donner

Die historische Stadtführung der Kulturfreunde Lobkowitz hat wieder etwas kulturelles Leben in die Kreisstadt gebracht. Über 100 Teilnehmer erfahren bei einem Rundgang am Stadtplatz so einiges aus der langen Geschichte der Kreisstadt.

Über 100 Teilnehmer erfahren bei der historischen Stadtführung so manche spannende Geschichte.
von KRBProfil

Neu war dabei der Auftritt eines Legionärs, der Besuch zweier Ordensschwestern sowie Sagen aus und um Neustadt, die mit Nebel und Donner ins rechte Licht gerückt wurden. Fürst Wenzel Eusebius (Bernhard Knauer) ist in seine Residenzstadt gekommen. Zusammen mit seinem höchsten Beamten Zickel (Max Peter) begibt er sich auf eine Besichtigungstour durch Neustadt.

Nach einer Einführung im Barockgarten überraschte die Besucher der Komponist Franz Gleißner (Karl Wildenauer) im wunderschönen Atrium des neuerbauten Anbaus des Landratsamtes. Er musizierte mit seinen Schülern und konnte einiges aus seinem Leben berichten.

Zurück am Schlossplatz gab es eine Premiere mit zwei französischen Klosterfrauen (Waltraud Näger und Gabi Fröhlich), die ihre kranke Schwester in Neustadt besuchen wollten. Hier handelte es sich tatsächlich um die Geschichte der hl. Antida Touret, die, vertrieben durch die französische Revolution, nach Neustadt kam. Eine Erinnerungstafel am Neustädter Friedhof erklärt diese Geschichte.

Aufgrund der derzeitigen Situation konnte bei der Führung nicht wie gewohnt Lobkowitz-Wein unter den Besuchern verteilt werden. Dafür reichte Renatus von Iphofen (Reinhold Zapf) dem Fürsten und seinem Beamten einen Becher Rotwein, mit dem sie auf das Wohl der Teilnehmer anstießen.

Nach der Wilderin (Regina Schmid), die von der Bürgerwehr abgeführt wurde, berichtete Vronita Grünauer vom Waschalltag in längst vergangenen Zeiten. Ein verirrter römischer Legionär (Roland Gröger) suchte seine Mannen und erzählte so manche Begebenheit aus der Zeit vor 2000 Jahren.

Dann überraschte ein Donnerschlag die Teilnehmer. Rotgefärbter Nebel zog aus dem Museumsdurchgang auf den Kirchplatz, Gewittergrollen verstärkte die Szene. Aufgeregt kam ein junger Mann (Tobias Knauer) herausgerannt und berichtete aufgeregt, dass ihn die „Wilde Jagd“ verfolgt und auch die „Drud“ hinter ihm her sei. Aus dem Publikum kam dann Rudi Förster hervor und erzählte so manch alte Begebenheit und Sagen aus Neustadt.

Bevor die Führung wieder am Schlossplatz endete, durfte natürlich ein Auftritt des Neustädter Originals, Gendarm Haslbeck (Karl-Heinz Bock), nicht fehlen.

Am Sonntag, 4. Oktober, 19 Uhr findet die nächste und für dieses Jahr letzte Stadtführung statt. Karten zum Preis von sechs Euro gibt es bei NT-Ticket. Die Teilnehmerzahl bleibt wie bisher auf 100 Personen beschränkt.

Über 100 Teilnehmer erfahren bei der historischen Stadtführung so manche spannende Geschichte.
Über 100 Teilnehmer erfahren bei der historischen Stadtführung so manche spannende Geschichte.
Über 100 Teilnehmer erfahren bei der historischen Stadtführung so manche spannende Geschichte.

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