16.07.2021 - 12:39 Uhr
Neustadt an der WaldnaabOberpfalz

Landkreis-Kommunen ebnen Weg für Tierheimneubau in Weiden

Bevor der Neubau des Tierheims Weiden angegangen werden kann, sind noch einige Hürde zu nehmen. Eine davon fiel am Donnerstag in der Sitzung des Kreisverbandes Neustadt/WN des Bayerischen Gemeindetags.

Der Neubau des Tierheims Weiden rückt näher.
von Michaela Lowak Kontakt Profil

Die Bürgermeister der 38 Kommunen des Landkreises Neustadt/WN trafen sich am Donnerstag in der Neustädter Stadthalle, um über die Zuschussvereinbarung für den Neubau des Weidener Tierheims zu entscheiden. Auch Marielle Junak vom Tierschutzverein Weiden war anwesend und erläuterte kurz die geplante Baumaßnahme. Unter dem Vorsitz des Windischeschenbacher Bürgermeisters Karlheinz Budnik stimmte die Versammlung dem Vertrag zu, den die 38 Kommunen plus dem Landkreis Neustadt mit dem Tierschutzverein Weiden schließen.

Bevor dies geschah, galt es sich durch juristisch trockene Materie durchzuarbeiten. Rechtsanwältin Christa Kraemer und Leitender Regierungsdirektor Alfred Scheidler, Rechtsaufsicht am Landratsamt, brachten dem Gremium das Vertragswerk näher. Dieses regelt die rechtliche Stellung der Kommunen bei der Finanzierung.

4 Millionen Euro Kosten

Insgesamt soll der Neubau des Tierheims 4 Millionen Euro kosten. 500.000 Euro übernimmt der Tierschutzverein Weiden, die restlichen 3,5 Millionen Euro teilen sich die Stadt Weiden und die 38 Kommunen samt Landkreis Neustadt/WN. Das heißt, 1,75 Millionen Euro werden über einen speziellen Schlüssel je nach Einwohnerzahl auf die Gemeinden und den Landkreis aufgeteilt.

"Dieser Schritt war sehr wichtig", erklärte Budnik das Vorgehen des Kreisverbands. "Denn wir können nun sagen, das wir so weit sind, dass der Bau beginnen kann." Nun muss die Stadt Weiden ebenfalls eine rechtliche Vereinbarung mit dem Tierschutzverein schließen.

"Geballte Einigung"

Wenn dies erfolgt ist, kann ein Bauausschuss gegründet werden, der aus Vertretern der Stadt Weiden, der Kommunen, des Landkreises und dem Tierschutzverein besteht. Budnik sprach von einem "Kontrollorgan aller beteiligter Zuschussgeber" und erwähnte lobend die "geballte Einigung der Kommunen". Der Vertrag muss allerdings noch in den einzelnen Stadt- und Gemeinderäten abgesegnet werden. "Jetzt wissen wir, wohin die Reise geht", sagt der Vorsitzende des Kreisverbandes. Das Vertragswerk ist in dieser Form einmalig und wurde extra für diese Vereinbarung erstellt.

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