16.04.2021 - 12:40 Uhr
Neustadt an der WaldnaabOberpfalz

Kultur und Feste in Neustadt: Stadtrat geht auf Nummer sicher

Für ein Bürgerfest sieht der Stadtrat auch im August 2021 keine Chance. Für die Sommerserenaden in der Gramau will er aber die Hoffnung nicht ganz aufgeben.

Neustadt leuchtet. So unbeschwert ging es jahrelang bei den Serenaden in der Freizeitanlage zu. Die Stadträte fürchten, dass dies heuer sehr selten, wenn überhaupt, der Fall sein wird. ------------------------------------------------------------------------ Ich verwende die kostenlose Version von SPAMfighter , die bisher 1344 Spammails entfernt und mir so eine Menge Zeit gespart hat. Rund 6 Millionen Leute nutzen SPAMfighter schon
von Friedrich Peterhans Kontakt Profil

Die Temperaturen sind zwar gar nicht danach, trotzdem war der Stadtrat diese Woche gezwungen, eine Entscheidung zu treffen, wie er es im Sommer mit größeren Veranstaltungen wie Bürgerfest und den Serenaden in der Freizeitanlage halten will. Sollten sie stattfinden, braucht die Verwaltung Planungssicherheit, um bis Juli und August alles auf die Beine zu stellen.

Was das Bürgerfest betrifft, waren sich die Parteien schnell einig. Ein Großereignis aufgrund des Pandemiegeschehens mit Zäunen, beschränkter Teilnehmerzahl und Eintrittskontrollen zu organisieren, sei weder zu stemmen noch gemütlich und unbeschwert. Also folgte die Absage.

Bei den Serenaden stellte Bürgermeister Sebastian Dippold in Aussicht, spontan etwas zu organisieren, "falls der große Impfschub kommt". Thomas Hauer (CSU) warb ebenfalls dafür, die Serenaden noch nicht abzuschreiben. "Lassen wir das offen. Der Kulturausschuss könnte sich doch Alternativen überlegen." In diesem Zusammenhang schoss er noch einen kleinen Giftpfeil in Richtung Rathausspitze. Seiner Meinung nach würden Ausschusssitzungen vorschnell abgesagt. Die Themen landeten dann im Stadtrat, wo zu wenig Zeit sei, sie ausführlich zu diskutieren.

Rainer (Hetz) SPD hält den Kulturausschuss ebenfalls für das geeignete Forum, um über Ersatz oder Alternativ-Serenaden zu sprechen. Sollte es die Coronalage erlauben, könne man anstelle des Bürgerfests auch mal eine Art kleines Hinterhoffest ins Auge fassen.

Um Kultur überhaupt möglich zu machen, schlug der Sozialdemokrat ganz neue Wege vor. So könnte das Stadtmuseum irgendwo öffentlich eine Art "Objekt des Monats" ausstellen. Zum Beispiel in einem "Kulturschaufenster" in der Stadt, das Künstler abwechselnd gestalten. Wo das sein könnte, ist jedoch offen.

Sollte auch der Kirchweihauftakt im Herbst nicht möglich sein, regte Hetz an, es so zu machen wie der Weidener Förderkreis für Kammermusik. Der hat ein halbstündiges Konzert aufgezeichnet, das gestreamt wurde und auf OTV zu sehen war. Gerhard Steiner (Freie Wähler) wäre sofort einverstanden. In Sachen Serenaden riet er der Verwaltung, sich baldmöglichst mit Ralf Möhrle, dem Pächter des Gasthauses in der Freizeitanlage, zusammenzusetzen. "Ein Plan B funktioniert nur mit ihm."

Ähnlich wie die Kulturschaffenden sind die Sportvereine gebeutelt: Durch die Pandemie fehlen ihnen Einnahmen, weil Mitgliedsbeiträge wegen Austritten Löcher in die Kassen reißen. Daher will der Stadtrat sie weiterhin mit insgesamt 29 000 Euro unterstützen. Sie werden gemäß den gemeldeten Personen und Übungsleiterstunden des Vorjahres verteilt.

Überlegungen zu einer neuen Freizeitanlage in Neustadt

Neustadt an der Waldnaab

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