12.04.2021 - 18:23 Uhr
Neustadt an der WaldnaabOberpfalz

Meinung: Ja zum Klassenzimmer, heißt Ja zum Test

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Mit der Einführung der Testpflicht an Schulen machen Eltern mobil: Sie demonstrieren vor dem Schulamt Neustadt-Weiden. Das hält Redakteur Friedrich Peterhans davon.

Schulkinder machen es den Erwachsenen nach: Sie üben sich ab sofort in Selbsttests. Das gefällt nicht jedem.
von Friedrich Peterhans Kontakt Profil
Kommentar

Monatelang Heimunterricht, kaum Freunde treffen, gestrichene Faschingsferien und kein Ende der Misere in Sicht. Dass bei Eltern, Kindern und auch Lehrern die Nerven blank liegen, ist nachvollziehbar. Sie alle sehnen sich nach „Normalität“.

Solange aber jeden Tag neu angesteckte Menschen mit Covid an Beatmungsmaschinen um ihr Leben kämpfen, kann es Normalität im Schulhaus nur unter drei Voraussetzungen geben: testen, impfen, AHA-Regeln.

Wer also A sagt (Schule in Präsenz), muss auch B sagen (mehrmals wöchentliche Tests). Unterricht im Klassenzimmer nach Hygienerezepten zu denen weder Maske noch Teströhrchen gehören, wäre mehr als fahrlässig. Da können protestierende Eltern noch so viele Studien zitieren, dass Klassenräume keine Hotspots sind: Dass sich die britische Coronavariante in England, Irland und den Niederlanden ausgebreitet hat, hängt auch mit Schulen zusammen.

Natürlich ist Skepsis legitim. Stecken sich die Kinder nicht erst recht im Bus an? Können positiv getestete Kinder abgeholt werden? Sind sie nicht stigmatisiert vor den Klassenkameraden? Ist der Test wirklich korrekt? Viele Fragen sind noch offen.

Deswegen aber von „Zumutung“, „Zwang“, „gefährlichen Chemikalien“ oder „Verletzungsgefahr beim Test“ zu sprechen, ist abenteuerlich. Und so lange Mütter und Väter als Test- und Impfgegner auftreten, ihre Namen und Gesichter aber nicht zeigen wollen, ist es besser, die Testungen lieber den Schulen als so manchen Elternhäusern anzuvertrauen.

Zum Protest der Eltern gegen die Selbsttests der Schüler

Weiden in der Oberpfalz

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