04.08.2020 - 10:24 Uhr
Neustadt an der WaldnaabOberpfalz

Freie Wähler setzen auf junges Führungsduo

Nicole Prasow, bisherige Stellvertreterin, steht jetzt an der Spitze der Neustädter Freien Wähler (FW). Sie löst damit Peter Reiser ab, der elf Jahre lang Vorsitzender war. Auch ein neuer Vize fand sich.

Nicole Prasow ( Mitte) führt jetzt die Freien Wähler an, unterstützt von Michael Bayerschmidt (links). Neuer Kassenrevisor ist Karl Meier (rechts).
von Gerhard SteinerProfil

Die Umstrukturierung der Führungsspitze haben die Freien Wähler Neustadt bereits vor den Kommunalwahlen beschlossen, um damit den Kurs der Verjüngung in die Tat umzusetzen. Mit Nicole Prasow an der Spitze wollen die FW zeigen, dass bei ihnen auch Frauen Führungsrollen übernehmen. Ihr Stellvertreter ist künftig Michael Bayerschmidt. Der junge Familienvater mit zwei Kindern im Alter von zwei und vier Jahren soll gerade für junge Familien ein Ansprechpartner sein. Karl Meier ist künftig zweiter Revisor. Er übernahm das Amt von Arthur Reiser, der aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr kandidierte.

Stadtrats-Fraktionssprecher Gerhard Steiner übernahm den Rückblick, der geprägt war von den Kommunalwahlen. Mit den Erlösen von Hinterhoffest und Schlachtschüsselessen sei ein ansehnlicher Gewinn erwirtschaftet werden, der von Kreisrat Karl Meier auf 1000 Euro aufgestockt worden sei. Die Summe spendeten die FW an den Nachwuchs der Neustädter Feuerwehr. Steiner erinnerte an die von der Bevölkerung gut angenommene Verteilung der Notfalldosen und an den Ehrenabend zum 25-jährigen Bestehen mit zahlreichen Ehrungen.

Steiner, der Bürgermeisterkandidat war, ging auf seinen verpassten Einzug in die Stichwahlen ein, lobte dafür aber die Stadtratswahl mit einem Stimmenzuwachs von 2766 für die FW und dem nun fünften Sitz im Stadtrat.

Die FW wollen laut Steiner jetzt wieder vermehrt auf das Projekt Betreutes Wohnen blicken, da sich hier seitens der Kirche entsprechend jetzigem Informationsstand nichts tut. Man habe deshalb in der Juni-Stadtratssitzung den Antrag gestellt, hier als Stadt aktiv zu werden, falls weiterhin keine Fortschritte zu verzeichnen seien.

Anmerkungen machte Steiner auch zur "unsäglichen Wahl" des zweiten Bürgermeisters. Diese habe den wahren Charakter so mancher Person gezeigt, meinte er. Rein rechtlich sei die Sache für Steiner abgeschlossen. Aber die Enttäuschung in zwischenmenschlicher Hinsicht sitze immer noch sehr, sehr tief. Viele Bürger würden ihn darauf ansprechen und ihr Unverständnis äußern.

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