03.03.2019 - 14:03 Uhr
Neustadt an der WaldnaabOberpfalz

Ausgelassene Faschingsparty mit neuem Konzept

Bunte Kostüme, eine namhafte Partyband und ausgelassen feiernde Maschkerer – das überarbeitete Konzept des Lumpenballs mit tollen Auftritten und viel Zeit für die Ballbesucher zum Feiern kam richtig gut an.

von Benedikt GrimmProfil

„Wir waren schon vier Wochen vorm Ball ausverkauft. Das hatten wir schon lange nicht mehr“, freut sich Julian Kuttner, dritter Vorsitzender vom Faschingsverein, über den guten Besuch des Balls in der Stadthalle. Der neue Vorstand um Kuttner, Jürgen Trescher und Kevin Hammer, der erst seit knapp einem Jahr im Amt ist, hatte sich viele schlaflose Nächte lang den Kopf zerbrochen, wie man den Lumpenball noch attraktiver und noch erfolgreicher machen könnte. Heraus kam ein Konzept mit einem reduzierten Auftrittsprogramm und mehr Zeit zum Feiern für die Maschkerer. Dazu gab’s mit den "Stoapfälzer Spitzbuam" eine namhafte und über die Region hinaus bekannte Partyband. Das kam offenbar an. „Der neue Ablauf passt super“, sagte Christoph Röckl, der schon seit 18 Jahren treuer Gast der Neustädter Faschingsbälle ist. Das Veranstaltungsprogramm habe sich im Laufe der Jahre immer wieder mal ein wenig verändert. So habe es früher mal zwei Lumpenbälle gegeben, dann sei einer davon durch eine Prunksitzung ersetzt worden. Die sei aber nicht so gut angekommen, meinte der 33-jährige Neustädter. Auch im vergangenen Jahr hätte er ein paar leere Plätze bemerkt. Die "Stoapfälzer Spitzbuam" seien heuer schließlich das Argument gewesen, mit dem er seinen Freundeskreis mobilisieren konnte. „Das ist mein Ding“, war Röckl voll des Lobes für die Veranstalter.

Neben Hunderten, teils aufwendig kostümierten Narren waren mit der Faschingsgilde Marktredwitz-Dörflas, der Narrhalla Weiden und der Faschingsgesellschaft Plößberg auch drei Gastgesellschaften in die Kreisstadt gekommen. Von den Marktredwitzern sorgte das doppelte Mariechen mit einer meisterhaft synchronisierten Tanzchoreografie für kräftigen Applaus. „Ich mag die Neustädter und auch das Prinzenpaar ist super sympathisch“, sagte Prinzessin Anja III. Ihr Prinzgemahl René I. war schon im vergangenen Jahr in Neustadt dabei, damals noch als Elfferrat. „Die Neustädter stellen ein Programm auf die Beine, da kommt man einfach gerne. Die Stimmung ist immer da“, lobte der Oberfranke. Der Verein Neustädter Faschingszug war tags zuvor beim Weiberfasching in Marktredwitz. „Das ist eine schöne Partnerschaft der beiden Vereine. Es ist einfach schön wenn sie zu uns kommen“, schwärmte der Neustädter Regent Maximilian I. von der Technikschmiede.

Viel Applaus gab es für die Tänze von Jugend- und Prinzengarde, die Soloauftritte der Funkenmariechen und die Showeinlagen von Elferrat und Schautanzgruppe. Die Gäste mit den aufwendigsten Kostümen wurden vom Prinzenpaar prämiert und mit Bargutscheinen belohnt. Das Präsidium um Daniel Sommer, Lisa Schedl und Georg Kunz nutzte außerdem die Gelegenheit, um verdiente Aktive mit dem Verdienstorden des Vereins auszuzeichnen. Laura Ernsberger, Alessa Förster, Theresa Steiner und Jürgen Trescher wurden für vier Jahre Aktivität im Erwachsenenbereich geehrt.

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