23.10.2020 - 11:06 Uhr
NeusorgOberpfalz

Im Westen wächst das Baugebiet

Eine weitere Runde dreht die Kommune in Sachen Bebauungsplan „Neusorg-West“, bisher „Westlich des Friedhofs“ bezeichnet. Der Gemeinderat billigte den überarbeiteten Entwurf.

Für das Baugebiet „Neusorg-West“ an der Eichendorffstraße gegenüber dem Friedhof wurde der Bebauungsplans überarbeitet. Die Stellungnahmen von Trägern öffentlicher Belange liegen vor. Nun erfolgt eine erneute Beteiligung „berührter“ Behörden. .
von Hubert BrendelProfil

Dies bedeutet, nachdem die eingegangenen Einwände und Bedenken der Träger öffentlicher Belange zur Kenntnis genommen wurden, erfolgt nunmehr eine erneute Auslegung mit Beteiligung der Behörden und sonstiger Träger öffentlicher Belange.

Bereits im Juli beschloss der Gemeinderat die 1. Änderungen des Bebauungsplanes „Westlich des Friedhofs“. Dabei wurde das Baugebiet in „Neusorg-West“ umbenannt und die Verwaltung beauftragt, das Bauleitverfahren einzuleiten. Damit erfolgte die Unterrichtung der „berührten“ Behörden und der sonstigen Träger öffentlicher Belange sowie die frühzeitige Unterrichtung der Öffentlichkeit.

Nunmehr lagen die entsprechenden Stellungnahmen vor, über die Landschaftsarchitekt Gottfried Blank das Gremium in dessen Oktobersitzung in der Rektor-Haindl-Aula umfassend informierte und bereits vom Landschaftsarchitektenbüro Blank & Partner in Pfreimd im überarbeiteten Entwurf aufgenommen wurden. Dabei verwies der Landschaftsarchitekt insbesondere auf eine Abweichung, womit der Anregung des Kreisbauamts Rechnung getragen wird. Es wurde das im Süden des neuen Baugebietes ausgewiesene Mischgebiet aus dem Geltungsbereich herausgenommen. In diesem Zusammenhang wurden zwei Bauparzellen, östlich der Eichendorffstraße unmittelbar am Friedhof, die dem Mischgebiet zugeordnet waren, als Allgemeines Wohngebiet gewidmet und in dem Bebauungsplan „Neusorg-West“ integriert. In dem überarbeiteten Entwurf wurde auch die Empfehlung zu Satteldächern bezüglich der Breite von Dachgauben und Zwerchgiebeln aufgenommen. Der Begriff „maximal 40 Prozent der Dachfläche“ wurde in „maximal 40 Prozent der gesamten Dachbreite“ geändert.

Die Untere Naturschutzbehörde am Landratsamt Tirschenreuth verwies in ihrer Stellungnahme auf den Waldabstandsstreifen im Norden und Nordwestlichen Bereich des Baugebietes und hatte zu Einrichtungen außerhalb der Baugrenzen und innerhalb der Baumfallzone, die nicht zum Daueraufenthalt bestimmt sind, keine Einwände. Demnach ist die Errichtung von Nebengebäuden mit einem Raumvolumen von bis zu 75 Kubikmeter erlaubt.

Die Höhere Landesplanungsbehörde bei der Regierung der Oberpfalz verwies in ihrer Stellungnahme darauf, dass eine Bauverpflichtung nicht im Bebauungsplan aufgenommen werden kann, jedoch in die Kaufverträge. Aus den weiteren Stellungnahmen von Trägern öffentlicher Belange, die Landschaftsarchitekt Blank dem Gremium erörterte gingen keine gravierenden Einwände und Bedenken hervor. Das Gremium hatte diese wohlwollend zur Kenntnis genommen und billige den überarbeiteten Entwurf der 1. Bebauungsplanänderung. Gleichzeitig wurde eine erneute Beteiligung der „berührten“ Behörden und der sonstigen Träger öffentlicher Belange sowie die öffentliche Auslegung beschlossen.

Aus dem Gemeinderat:

Einkaufsdienst und andere Termine

Der Gemeinderat befürwortete in seiner Oktobersitzung auch für 2021 die weitere Mitgliedschaft im Verein „Kommunen gegen die Gleichstromtrasse Süd-Ost“ mit Sitz in Pegnitz. Für Bürgermeister Peter König ist dies eine Solidargemeinschaft, auch wenn noch kein endgültiger Trassenverlauf feststehe. Es werde jedoch nicht ausgeschlossen, dass die Kommune vom Trassenverlauf direkt betroffen werden könnte. Durch die neue Stromleitung seien dann alle Bemühungen der letzten Jahre zur Steigerung der Attraktivität konterkariert. Der Vereinsbeitrag beträgt pro Jahr 50 Cent je Einwohner und damit knapp 1 000 Euro für die Gemeinde Neusorg. Es wurde jedoch darauf verwiesen, dass in den zurückliegenden sechs Jahren wegen Mangels Bedarf von Mitteln keine Mitgliedsbeiträge erhoben wurden. Zwar wurde die Mitgliedschaft für ein weiteres Jahr beschlossen, dennoch wurde der Verwaltung die Aufgabe übertragen, die Ziele des Vereins zu hinterfragen.

Wie der Rathauschef das Gremium informierte, läuft wegen der Corona-Pandemie der bisherige Einkaufsdienst wie gewohnt weiter. Das Corona-Virus ist auch Thema hinsichtlich der Gedenkfeier am Volkstrauertag, die nach den Worten von Bürgermeister König stattfinden kann. Allerdings im Vergleich zu den Vorjahren, in einer etwas anderen Form, es wird heuer auf einem Kirchen- und Trauerzug verzichtet. Mit Blick auf die Pandemie informierte das Gemeindeoberhaupt, dass die Ortsversammlungen, am Mittwoch, 28. November in Wernersreuth und am Freitag, 30. November anberaumt, abgesagt wurden. Dabei stand die Wahl der jeweiligen Ortssprecher im Mittelpunkt und soll nun per Briefwahl erfolgen. Offen ließ Bürgermeister König, ob, wiederum wegen Corona, die Kommune ihre Pflicht, jährlich eine Bürgerversammlung abzuhalten, nachkommen müsse. Diese ist für Montag, 2. November in der Rektor-Haindl-Aula geplant, allerdings könne wegen der eingeschränkten Teilnehmerzahl der Versammlungsort nicht in Anspruch genommen werden. Abschließend informierte der Rathauschef, dass das Bürgerfest 2021 bereits, natürlich ebenfalls wegen der Corona-Pandemie, abgesagt wurde. „Es ist keine vernünftig Planung möglich“ so der Bürgermeister in seiner Begründung zu Absage.

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