24.09.2021 - 10:29 Uhr
NeusorgOberpfalz

Konkrete Pläne für Sportstätte

Mit Schicht oder ohne? Welche Förderung soll's sein? Wie groß soll das Spielfeld überhaupt werden? Für die Sanierung der kommunalen Sportstätte gab es in der Gemeinderatssitzung Neusorg noch einige Fragen zu klären.

Im Rahmen einer Sanierung der kommunalen Sportstätte soll anstelle des Hartplatzes (unser Bild) ein Kunstrasenspielfeld angelegt werden.
von Hubert BrendelProfil

Für die derzeit desolate kommunale Sportstätte südlich der Sportanlagen des SV Neusorg gibt es jetzt eine konkrete Planung für eine Sanierung. Als erster Schritt ist vorgesehen, den bestehenden Hartplatz durch ein Kunstrasenspielfeld zu ersetzen. Wie Bürgermeister Peter König informierte, hat sich der Bau- und Umweltausschuss ein Bild über den Zustand der kommunalen Sportstätte verschafft mit der anschließenden Empfehlung, dass für eine Sanierung eine Vorplanung erstellt werden sollte.

Verschiedene Rasensysteme

Den Entwurf für ein Kunstrasenspielfeld hat Diplom-Ingenieur Markus Münchmeier vom Ingenieur-Büro Münchmeier-Eigner im Detail erläutert. Daraus ging hervor, dass ein Spielfeld mit einer Größe von 68 mal 35 Meter für die D-Jugend und die 7er-Mannschaften errichtet werden soll. Entlang des im östlichen Bereich angrenzenden Beachvolleyballfeldes ist ein Sicherheits- und ein Grünstreifen vorgesehen. Die weiteren Erläuterungen bezogen sich auf den Einbau von notwendigen Drainagen sowie den Aufbau des Kunstrasens. Als Rasensystem stand „LigaGrass Synergy“ oder „LigaTurf Motion“ zur Auswahl. Verwiesen wurde zudem auf die beiden Varianten des Rasenaufbaus, mit oder ohne Asphalttragschicht.

Entsprechend dieser beiden Möglichkeiten variieren auch die veranschlagten Kosten mit 556 000 Euro bei einem Aufbau mit Asphalttragschicht und 493 000 Euro ohne eine Tragschicht. Um Kosten zu sparen, schlug der Diplom-Ingenieur vor, ein kleineres Spielfeld mit einer Größe von 35 mal 55 Meter für E-Jugendmannschaften zu errichten. Die veranschlagten Kosten wurden mit 486 000 Euro mit und 434 000 Euro ohne Asphalttragschicht beziffert. Mit der Reduzierung der Spielfeldfläche vermochte sich das Gremium nicht anfreunden. Wie es dazu hieß, sollte die vorhandene Fläche im vollen Umfang genutzt werden.

Welche Förderung?

Nach den Worten des Gemeindeoberhauptes ist für diese Sanierungsmaßnahme eine Förderfähigkeit in Höhe von 80 Prozent gegeben. Offen ist jedoch, welcher Fördertopf in Anspruch genommen werden kann. Eine Anregung aus dem Gremium, dass sich die beiden Schulverbände an der Finanzierung beteiligen sollten, bezeichnete der Bürgermeister als problematisch und als nicht umsetzbar. Für den Rathauschef gelte es, weitere mögliche Förderprogramme in Anspruch zu nehmen. Für ihn sei wichtig: „Heute haben wir die Planung auf dem Tisch.“

Für Günther Fütterer als CSU-Fraktionssprecher sollte die Finanzierungsmöglichkeit im Rahmen der kommunalen Finanzkraft für die Sanierungsmaßnahme im Auge behalten werden. Mit Blick auf die drei Sportvereine in der Gemeinde sowie die schulischen Einrichtungen sollte für SPD-Fraktionssprecher Robert König die Sportstätte mit einem Kunstrasenspielfeld, insbesondere für Kinder, attraktiv sein. Positiv bewertete ÜWG-Fraktionssprecherin Erni Bühl die vorgestellte Entwurfsplanung und favorisierte die größere Variante des künftigen Spielfeldes. Die vorgestellte Vorplanung hat das Gremium im vollen Umfang anerkannt. Hinsichtlich des Aufbau - mit oder ohne Asphalttragschichte - ist im Rahmen der Finanzierbarkeit noch abzuwägen.

In der Gemeinderatssitzung ging es auch um das Ärzte- und das Feuerwehrhaus

Neusorg

„Heute haben wir die Planung auf dem Tisch.“

Bürgermeister Peter König wollte sich in der Gemeinderatssitzung auf die Pläne und nicht auf die Förderprogramme konzentrieren

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