18.11.2020 - 18:37 Uhr
NeusorgOberpfalz

"Gute Sache" in Neusorg für über 900 000 Euro

Die Umgestaltung der Freianlagen an der rückwärtigen Seite des Ärztehauses nimmt Formen an. Im Neusorger Gemeinderat fand die Planung des Architekturbüros Kuchenreuther aus Marktredwitz uneingeschränkte Zustimmung.

Die Freianlage an der rückwärtigen Seite des Ärztehauses (Bildmitte im Hintergrund) mit weißer Fassade soll umgestaltet und dadurch der innerörtliche Bereich von Neusorg deutlich aufgewertet werden. Die Gesamtkosten für diese Maßnahme sind mit gut 900 000 Euro veranschlagt. Fördermittel werden beantragt.
von Hubert BrendelProfil

Die überarbeitete Vorplanung zu der Umgestaltungsmaßnahme wurde von Diplom-Ingenieur Ralf Köferl vorgestellt. Berücksichtigt wurden dabei die Anregungen und Änderungswünsche bei der Vorstellung des Vorentwurfs, jedoch ohne gravierende Abweichungen. Es bleibt beim Abbruch der Fertigteilgarage am Feuerwehrgerätehaus mit Errichtung eines Ersatzbaus. Als Mittelpunkt der Freianlage ist ein Beachvolleyballfeld vorgesehen, ebenso eine 30 mal 40 Meter große Aktionsfläche für möglich Kleinfeste sowie ein 10 mal 20 Meter großer Platz für ein Festzelt. Bei dem Vorhaben sollen im östlichen Bereich der Freianlage insgesamt 18 Pkw-Stellplätze geschaffen werden. Die Zufahrt erfolgt über die Goethestraße.

An der rückwärtigen Seite der Rektor-Haindl-Aula ist eine Terrasse mit einer Tiefe von elf Metern als Café-Terrasse für Seniorentreffen vorgesehen. Bei den Umgestaltungsmaßnahmen soll auch der Bereich am Sängerstein mit einbezogen werden. Autofrei soll der Zugangsbereich zur Rektor-Haindl-Aula gestaltet und somit aufgewertet werden.

Wie der Architekt informierte, empfahl die Regierung der Oberpfalz, die Planungen mit ihr noch vor Ort abzustimmen. Zudem wurden eine stärkere Durchgrünung unter Einbeziehung des Gartenfachberaters des Landkreises Tirschenreuth, Harald Schlöger, und eine Beteiligung der Bürger empfohlen. Die Bezirksregierung riet auch, Mittel aus der Städtebauförderung erst für die Jahre 2022/2023 zu beantragen.

Nach einer Auflistung des Städteplaners sind für diese Umgestaltungsmaßnahme die Gesamtkosten mit 903 000 Euro veranschlagt. Zur weiteren Vorgehensweise zur Umsetzung des Vorhabens erläuterte der Architekt, jetzt die Bedarfsanmeldung für 2022/23 bei der Regierung der Oberpfalz einzureichen. Für Anfang April 2022 ist der Baubeginn ins Auge gefasst, die komplette Fertigstellung im darauffolgenden Jahr.

Die von der Bezirksregierung empfohlene Bürgerbeteiligung wurde durch Bürgermeister Peter König ausdrücklich begrüßt. Als eine „gute Sache“ bewertete der CSU-Fraktionssprecher Günther Fütterer die geplante Maßnahme. Den vorgestellten Plan bezeichnete SPD-Fraktionssprecher Robert König als „gelungen“, wenngleich mit enormen Kosten verbunden. Noch weitere Details, wo was aufgestellt wird, wünschte sich die ÜWG-Fraktionssprecherin Erni Bühl und wertete die Bürgerbeteiligung als positiv.

Mit der uneingeschränkten Zustimmung der erläuterten Planung einhergehend wurden der Bürgermeister und die Verwaltung beauftragt, zur vorgegebenen Frist, 1. Dezember, bei der Regierung der Oberpfalz die Bedarfsanmeldung für Mittel aus der Städtebauförderung einzureichen.

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