08.07.2020 - 12:16 Uhr
NeusorgOberpfalz

Fit im Kopf und für den Straßenverkehr

Normalität kehrt langsam ein. An der Fichtelnaabtal-Grundschule Ebnath-Neusorg standen Verkehrs- und Gesundheitserziehung auf dem Programm.

Die Polizeibeamten Carsten Landgraf und Ramona Weiß klärten die Fichtelnaabtalschüler über die Gefahren des Toten Winkels auf.
von Autor jplProfil

Trotz der Einschränkungen im Schulbetrieb konnten an der Fichtelnaabtal-Grundschule Ebnath-Neusorg doch noch zwei für die Viertklässler gewinnbringende schulische Angebote in Verbindung mit externen Partnern stattfinden – ein Teil der Verkehrserziehung samt praktischer Radfahrausbildung in Kooperation mit der Jugendverkehrsschule sowie drei Übungseinheiten aus dem Projekt „Klasse 2000“ zur Gesundheitsförderung, Sucht- und Gewaltprävention.

Im Heimat- und Sachunterricht erarbeiteten die beiden vierten Klassen mit ihren Klassleitern Martin Nickl und Gertraud Kappl bereits die erste Übungseinheit der Radfahrausbildung und führten diese auch noch praktisch durch. Durch die Beschränkungen aufgrund der Corona-Pandemie und der damit einhergehenden Schulschließung entfielen jedoch zunächst die weiteren Ausbildungstage. Umso erfreulicher war es, als nun doch noch drei Termine mit der Jugendverkehrsschule anberaumt werden konnten. In der ersten Unterrichtseinheit erklärten Polizeihauptmeister Carsten Landgraf und seine Kollegin Polizeihauptmeisterin Ramona Weiß den Kindern auf sehr anschauliche Weise die Verkehrssituation des „Toten Winkels“ im Schonraum auf dem Schulhof in Neusorg. „Hier steht ihr im toten Winkel und werdet vom LKW-Fahrer nicht gesehen“, machten sie den Viertklässlern deutlich, als diese auf der Dreiecksplane mit der Aufschrift „Toter Winkel“ neben dem LKW standen. Erstaunt erkannten die Viertklässler die Gefahr, dass sie vor oder neben einem LKW oder Bus für den Fahrer plötzlich nicht mehr sichtbar waren.

An zwei Nachmittagen leitete das Team der Verkehrspolizei schließlich auch noch weitere Übungseinheiten zur praktischen Radfahrausbildung auf dem Allwetterplatz und machte die jungen Verkehrsteilnehmer fit für den Straßenverkehr. Die abschließende praktische Prüfung musste in diesem Schuljahr jedoch entfallen.

Das liebgewonnene Projekt „Klasse 2000“, welches die Viertklässler bereits seit der ersten Klasse begleitet, konnte abgeschlossen werden. Kinder sollen ein aktives Leben führen, sich gesund fühlen und eine eigenständige Persönlichkeit werden, um sich gegen Gefahren wie Sucht und Gewalt besser wappnen zu können. Das Projekt "Klasse 2000" hilft ihnen Kompetenzen zu entwickeln, welche förderlich und auch notwendig sind, dieses Ziel zu erreichen. Gesund essen und trinken, bewegen und entspannen, sich selbst mögen und Freunde haben, Probleme und Konflikte lösen sowie kritisch denken und „Nein“ sagen, das sind die Säulen, auf denen das Programm aufbaut. Durch die verschiedenen Kurse führen speziell dafür ausgebildete Fachleute aus Gesundheits- und pädagogischen Berufen. Die Fichtelnaabtalschüler begleitete in den letzten vier Jahren Diplompädagogin und Gesundheitsförderin Martina Rohrmüller. Sie zeigte den Kindern in einer Unterrichtseinheit, dass man zwar den Körper und seine Muskeln mit Radfahren, springen, hüpfen und Jogging trainieren kann, das Gehirn jedoch auch Übung ähnlich wie ein Muskel benötigt – das sogenannte „Gehirn-Jogging“. Die Schüler lernten die Aufgaben des Gehirns kennen, wie es funktioniert und auch wie man es beim Lernen unterstützen kann. Sie erprobten verschiedene Übungen und erhielten eine Broschüre, in der für weitere häusliche Trainingseinheiten alles nochmals zusammengefasst war. In den letzten Projektstunden befassten die Mädchen und Jungen sich mit dem Thema Werbung und wurden für einen bewussten und kritischen Umgang damit sensibilisiert.

Hintergründe zum Schulverband

Ebnath
Gesundheitsförderin Martina Rohrmüller informierte bei ihren Unterrichtsbesuchen unter anderem über die Funktionsweise des Gehirns und wie die Viertklässler es mittels Gehirn-Jogging trainieren können.
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