24.11.2020 - 13:45 Uhr
NeusorgOberpfalz

Bauparzellen für weitere Entwicklung in Neusorg

Das neue Gewerbegebiet in Neusorg kann kommen: Der Gemeinderat hat in seiner Sitzung die ersten Schritte dazu eingeleitet. Die Kommune hat allen Grund, ein neues Areal zu erschließen.

Knapp 38 000 Quadratmeter groß ist die Fläche (rechts im Bild) für das künftige Gewerbegebiet „Neusorg-Süd II“ mit sechs Parzellen und wird über die Gemeindeverbindungsstraße von Neusorg nach Stöcken (links im Bild) verkehrsmäßig erschlossen.
von Hubert BrendelProfil

Die Bauleitplanung der Kommune zur Ausweisung des neuen Gewerbegebietes „Neusorg-Süd II“ mit gleichzeitiger 11. Änderung des Flächennutzungsplanes schreitet zügig voran. Nachdem der Gemeinderat in seiner Novembersitzung dem Bebauungsplan für das künftige Gewerbegebiet mit integrierter Grünordnung zustimmte, wurde damit zugleich die erste Anhörungsphase eingeleitet. Das Plangebiet an der Gemeindeverbindungsstraße nach Stöcken umfasst eine Fläche von knapp 38 000 Quadratmetern mit sechs ausgewiesenen Parzellen.

Keine verbindlichen Größen

Den Bebauungsplan für das neue Gewerbegebiet erläuterte Diplom-Ingenieur Gottfried Blank vom Landschaftsarchitektenbüro Blank & Partner mbH in Pfreimd den Gemeinderäten mit allen Details. Auf rund 60 Seiten sind die gesamten Planunterlagen zusammengefasst. Die Erfordernis, ein neues Gewerbegebiet auszuweisen, wurde damit begründet, dass mittlerweile alle gewerblichen Parzellen in Neusorg belegt sind. Für die weitere Entwicklung der Kommune ist es zwingend erforderlich, neue Bauparzellen für gewerbliche Nutzung in angepasstem Umfang bereitzustellen und hierfür bauleitplanerisch vorzubereiten.

Der Neusorger Gemeinderat beriet auch über den Nachtragshaushalt

Neusorg

Neben den gewerblich zu nutzenden Parzellen, die direkt über die Gemeindeverbindungsstraße von Neusorg nach Stöcken verkehrsmäßig erschlossen werden können, sind im Süden Flächen für den Regenrückhalt und naturschutzrechtliche Ausgleichsflächen vorgesehen. Nach der Eingriffsbilanzierung ergibt sich ein Ausgleichsbedarf von knapp 10 500 Quadratmetern. Der Bebauungsplan für das künftige Gewerbegebiet „Neusorg-Süd II“ - derzeit noch landwirtschaftliche Produktionsflächen - sieht insgesamt sechs Parzellen mit einer Größe von 3500 bis 10 000 Quadratmetern vor. Wie der Planer auf Nachfrage erklärte, seien die Parzellengrößen nicht verbindlich und könnten dem Interesse der Bauwerber angepasst werden. Verwiesen wurde auch auf die Zweckbestimmung zu der im äußersten Nordwesten des Geltungsbereiches planlich festgesetzten Gemeindebedarfsfläche „Bauhof-Errichtung eines Salzsilos“ und wurde mittlerweile bereits bewerkstelligt.

Eventuelles Schallschutzgutachten

Bezüglich der baulichen Nutzung sind Gewerbebetriebe aller Art, Lagerhäuser und öffentliche Betriebe, Geschäfts-, Büro- und Verwaltungsgebäude, Anlagen sowohl für sportliche, als auch für kirchliche, kulturelle, soziale und gesundheitliche Zwecke zulässig. Nicht zugelassen sind Nutzungen für Tankstellen, Vergnügungsstätten sowie Wohnungen für Aufsichts- und Bereitschaftspersonen, Betriebsinhaber und -leiter.

Der Planer verwies zudem darauf, dass die in der Planzeichnung dargestellte Baumfallgrenze mit 25 Metern an der Nordostseite des Gewerbegebietes zwingend zu beachten sei. Demnach sind innerhalb der Baumfallgrenze bauliche Anlagen und sonstige Einrichtungen, die zum Daueraufenthalt von Menschen bestimmt sind, sowie Stellplätze grundsätzlich nicht zulässig. Dies gelte nicht für Fahrbereiche, Lagerplätze, Umschlags- und Grünflächen. Um Rechtsstreitigkeiten zu vermeiden, ist durch den Bauwerber auf den jeweiligen Gewerbeparzellen eine Haftungsverzichtserklärung gegenüber der anliegenden Eigentümer der Waldgrundstücke abzugeben.

Nicht gänzlich ausschließen wollte der Landschaftsarchitekt, dass im Zuge der Bauleitplanung noch ein Schallschutzgutachten gefordert wird. Offen blieb auch die Frage über eventuell notwendige Baugrunduntersuchungen. Dem vorgestellten Bebauungsplan für das neue Gewerbegebiete „Neusorg-Süd II“ mit integrierter Grünordnung und gleichzeitiger 11. Änderung des Flächennutzungsplanes erteilte das Gremium seine Zustimmung. Gleichzeitig wurde die Verwaltung beauftragt, das Bauleitverfahren mit der ersten Anhörungsphase einzuleiten.

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