02.08.2021 - 16:07 Uhr
Neunburg vorm WaldOberpfalz

Vortrag bei WBV Neunburg-Oberviechtach: Fichte nicht mehr "Brotbaum"

In seinem Fachvortrag „Klimawandel und Fichte“ bei der Versammlung der WBV Neunburg-Oberviechtach plädierte Michael Forster, Revierförster des Schönseer Landes, für einen Waldumbau.

Revierförster Michael Forster bei seinem Vortrag: „Die Fichte ist längst nicht mehr der Brotbaum!"
von Georg LangProfil

Bei seinem Vortrag vor den WBV-Mitglieder in der Schwarzachtalhalle forderte Michael Forster: Weg von der Fichte und hin zu den Mischbaumarten Buche, Tanne, Douglasie und Eiche. Er plädierte leidenschaftlich für ein frühzeitiges und regelmäßiges Durchforsten der heimischen Wälder und einen Abbau der hohen Fichtenbestände, die in hohem Maße dem Borkenkäferbefall ausgesetzt seien.

Im Vergleich zu norddeutschen Gebieten und dem Frankenwald mit riesigen Befallflächen „haben wir Glück gehabt“. Das müsse aber nicht so bleiben, denn trotz guter Wasserversorgung der Bestände sei der Borkenkäfer eine Bedrohung.

Die oftmals praktizierte traditionelle Haltung „An grüna Baum schneid ma ned ab“ wies Forster vehement zurück. Mit der regelmäßigen Durchforstung schaffe man auch Licht- und Bodenverhältnisse für die Naturverjüngung. Er gab zu bedenken, dass Käferholz einen enormen Verlust darstelle und dass dann das oft gehörte Schlagwort von der „Sparkasse des Bauern“ völlig obsolet sei.

Bericht über die Jahreshauptversammlung der WBV Neunburg-Oberviechtach

Neunburg vorm Wald

 

 

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