17.08.2020 - 12:36 Uhr
Neunburg vorm WaldOberpfalz

Mehrheit im Stadtrat für Corona-Konzept

Der Stadtrat hat in Neunburg vorm Wald hat ein Konzept zum Corona-Management beschlossen. Dieses soll es der Kommune einfacher machen, im Falle eines erneuten Ausbruchs schnell zu reagieren.

Eine klare Mehrheit beschloss im Neunburger Stadtrat ein Konzept zum Corona-Management.
von Helga ProbstProfil

Die Gesundheitsbeauftragten Dr. Christoph von Wenz und Maximilian Lang beantragten im Namen der CSU-Stadtratsfraktion, das Thema „Management der Corona-Pademie im Gebiet der Stadt Neunburg vorm Wald“ auf die Tagesordnung der Stadtratssitzung zu setzen.

Die Begründung: Die Corona-Pandemie stelle eine noch nie dagewesene Herausforderung dar. In der medizinischen Fachliteratur verdichten sich die Hinweise, dass sich die akute Auseinandersetzung mit dem Infektionsgeschehen noch über 18 bis 24 Monate hinziehen werde. Mit zahlreichen Infektionswellen – zum Teil mit einer deutlich höheren Intensität als bisher – sei zu rechnen.

Beschlussvorschlag ausgearbeitet

Die beiden Stadträte haben deshalb einen Beschlussvorschlag unterbreitet und darauf hingewiesen, dass die Stadt unmittelbar und mittelbar die Verantwortung für die Daseinsversorgung ihrer Bevölkerung in zentralen Bereichen wie Wasser- und Stromversorgung, digitale Infrastruktur und auch für die medizinische Versorgung übernommen habe. Gerade in dieser Pandemie-Situation müsse entschlossen im Interesse und zum Schutz der Bürger gehandelt werden.

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Im Beschlussvorschlag heißt es: „Die Stadtverwaltung wird beauftragt, gemeinsam mit Fachleuten vor Ort und aus den übergeordneten, zuständigen Stellen eine Organisationsstruktur zu schaffen. Diese erlaubt es in der aktuellen Corona-Pandemie, die Bevölkerung und insbesondere Risikogruppen vor einem Infektionsausbruch nach Möglichkeit zu schützen". Ein kommunaler Führungs- und Einsatzstab könne im Falle eines Infektionsausbruchs eine schnelle Unterbrechung der Infektionskette und eine Abmilderung der Folgen für die Bürger erreichen.

Direkte Kommunikation

Die Organisationsstruktur müsse so aufgebaut sein, dass eine schnelle, direkte und unmittelbare Kommunikation und Abstimmung aller Beteiligter zu jeder Zeit möglich sei, um Testungen und Quarantänemaßnahmen anzuordnen. "Damit kann für alle Altersgruppen der Neunburger Bevölkerung ein sicheres Leben in den Zeiten der Corona-Pandemie erreicht werden, und die Einschränkungen im sozialen Bereich und im Arbeitsleben können so gering wie möglich gehalten werden“, schreiben die Gesundheitsbeauftragten weiter.

Als zu umfangreich empfand Stadtrat Konrad Hoch dieses Konzept. „Wir sollten zum Katastrophenschutz keinen zweiten Vorgang aufbauen“, lehnte er seine Zustimmung ab. Auch Stadtrat Florian Meier stimmte gegen das vorgeschlagene Management. Die übrigen Stadträte stimmten dem Vorschlag zu.

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