30.07.2019 - 13:02 Uhr
Neunburg vorm WaldOberpfalz

Marienheim investiert in Personal

Das Marienheim wird ab 1. September teurer. Doch es gibt auch gute Nachrichten. Das Personal erhält Tariflöhne und das Haus ist voll.

Derzeit ist das Marienheim voll ausgelastet. Die Preise steigen zum 1. September.
von Irma Held Kontakt Profil

Kämmerer Michael Haßfurter berichtete dem Stadtrat in der Sitzung im Rathaus von den aktuellen Verhandlungen mit Bezirk und Pflegekassen über die Erhöhung der Pflegeleistungen. Beantragt habe die Spitalstiftung eine Anhebung um 6 Prozent. Im Schnitt würden die Pflegesätze zum 1. September um 2,97 Prozent erhöht. Ein Doppelzimmerplatz kostet demnach dann für Rüstige 1713,86 Euro (bisher 1671,27 Euro) Bei Pflegegrad 5 steigt dieser Betrag von 4051,64 auf 4155,68 Euro.

Noch nicht beschlossen worden sei am 25. Juli der Ausbildungszuschlag. Im Marienheim gehen derzeit sechs, ab September sieben, Nachwuchskräfte in die Lehre. Um Zahlen ging es auch beim Wirtschafts- und Finanzplan der Spitalstiftung, zu der das Senioren- und Pflegeheim, eine Seniorenwohnanlage, Spitalhof und Mietwohnungen sowie land- und forstwirtschaftlicher Besitz gehören. Angesichts der Jahresüberschüsse des Marienheims sprach Bürgermeister Martin Birner von notwendigen Rücklagen für Investitionen in den nächsten Jahren. Das Jahr 2017 wurde mit einem Plus von 179 032,52 Euro abgeschlossen. 2018 schließt voraussichtlich mit 85 300 Euro ab und für 2019 würden 42 800 Euro erwartet. Die Steigerung im Etat sei überwiegend den Lohnerhöhungen geschuldet.

Birner erinnerte daran, dass ständig optimiert werde, zum Beispiel durch Ausweitung des Betreuungsangebotes mit Tages- und Kurzzeitpflege oder einem Einkaufsverbund. Diese Maßnahmen vermieden ein Defizit. Angestrebt werden müsse eine kontinuierlich gute Belegung. Kämmerer Haßfurter konkretisierte dazu, dass die Auslastung von 99 Prozent 2017 auf 94 Prozent 2018 gesunken sei. Jeder nicht belegte Platz koste viel Geld. Die Beauftragte für das Marienheim, CSU-Stadträtin Marianne Deml, nannte den aktuellen Stand: "Das Haus ist voll."

Birner ist es ein besonderes Anliegen zu betonen: "Wir bezahlen unser Personal ordentlich", das heißt nach Tarif. Weshalb die Personalkosten mit 77 Prozent auch den größte Batzen bei den Ausgaben ausmachen. Er erwähnte einen guten Zulauf beim Personal, das, wenn möglich, selbst ausgebildet werden solle.

Durch eine Aufstockung der Stellen um 1,6 wurden die Überstunden von 8907 zum Jahresende 2017 auf 7447 zum 31. Dezember 2018 abgebaut. Auch heuer werde diese Verringerung fortgesetzt. Die finanzielle Situation der Spitalstiftung bezeichnete der Bürgermeister als geordnet. Bei der Seniorenwohnanlage und Mietwohnungen würde man von der Lage auf dem Wohnungsmarkt profitieren. Im Sektor Land- und Forstwirtschaft wird 2019 erneut mit 24 600 Euro Überschuss gerechnet, obwohl die Holzpreise eingebrochen sind. Hier fragte Martin Scharf, FW-Fraktionsvorsitzender, nach, ob diese - rund 35 Euro pro Festmeter - berücksichtigt seien. Das sind sie.

Marianne Deml ergänzte noch, dass der Stiftungszweck, der Betrieb des Marienheimes für Senioren, erfüllt sei. SPD-Fraktionsvorsitzende Margot Weber sah das Marienheim erfreulicherweise im vierten Jahr in Folge im positiven finanziellen Bereich. "Dass wir tariflich zahlen, ist für uns eine ganz wichtige Sache." Wirtschafts-, Finanz- und Stellenplan wurden einstimmig gebilligt.

Abgesetzt wurde bei der Sitzung der Bau des neuen Feuerwehrgerätehauses in Kemnath bei Fuhrn. Es habe noch Gespräche über Eigenleistungen gegeben, weshalb dem Bürgermeister zufolge dieses Vorhaben erst in der Septembersitzung diskutiert wird.

Wirtschaftsplan :

Plus im Marienheim

Der Wirtschaftsplan der Stiftung schließt im Erfolgsplan mit 3 702 000 Euro, im Vermögensplan mit 492 600 Euro. Für das Marienheim als größten Buchhaltungsposten ergeben sich im Erfolgsplan 3 576 200 Euro (2018: 3 415 200) und im Vermögensplan 233 000 Euro (2018: 235 700).

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