04.08.2021 - 17:21 Uhr
Neunburg vorm WaldOberpfalz

Jobplatz in Neunburg wird zum Kreisverkehr umgebaut

Der Jobplatz in Neunburg wird zur Baustelle. Der Neubau des Kreisverkehrs wird sich über das gesamte nächste Jahr hinziehen. Die Stadträte atmen in ihrer Sitzung erleichtert auf: Endlich ist es soweit.

Der Jobplatz in Neunburg vorm Wald wird im kommenden Jahr zum Kreisverkehr umgebaut. Dazu fasste der Stadtrat die nötigen Beschlüsse.
von Rudolf Hirsch (RHI)Profil

Die ersten Überlegungen zum Umbau des Knotenpunkt Jobplatzes reichen bis ins Jahr 2004 zurück. Seitdem befassen sich die Planer des Landkreises, der Stadt und des Staatlichen Bauamtes mit Lösungsvorschlägen. Der Jobplatz gilt zwar nicht als Unfallschwerpunkt, ist aber für die Autofahrer sehr unübersichtlich. Ein Kreisverkehr soll nun für Klarheit und Entlastung sorgen.

„Der notwendige Grunderwerb wurde inzwischen abgeschlossen“, teilte Bürgermeister Martin Birner den Stadträten bei der Sitzung in der Schwarzachtalhalle mit. Er informierte sie ferner über neue Finanzierungsmöglichkeiten nach einem „Sonderbaulastprogramm für Kreuzungsumbauten“. Der Baulastträger ist der Landkreis Schwandorf. Er wird nach Fertigstellung der Entwurfsplanungen beim Freistaat einen Förderantrag stellen. Den nach Abzug der Förderung verbleibenden Eigenanteil der Stadt für Straßenbeleuchtung, Boller und anteiligen Planungskosten beziffert der Bürgermeister auf 84 100 Euro. Ursprünglich wären es 300 000 Euro gewesen.

Abriss der "Riederscheune"

Um den notwendigen Durchmesser für den Kreisverkehr von 28 Metern zu erreichen, mussten angrenzende Grundstücke erworben werden. Die „Riederscheune“ wird abgerissen. Die Kosten für den Straßenbau übernimmt der Landkreis als Baulastträger und verrechnet der Stadt die anteiligen Gehwegerneuerungskosten von 53 600 Euro. „Die Anlieger und Bürger werden wir frühzeitig einbinden“, verspricht Martin Birner. Ein „unternehmerfreundliches Baustellenmanagement“ soll die Bedürfnisse der anliegenden Geschäfte berücksichtigen und „einen großen Teil der Belastungen abfedern“, so der Bürgermeister.

Noch in diesem Monat sollen die Förderanträge eingereicht werden. Im Herbst wird der Baulastträger die Bauleistungen ausschreiben. Anfang nächsten Jahres werden die Bauaufträge vergeben. Als Baubeginn ist Ende März 2022 vorgesehen. Die Bauarbeiten erfolgen teilweise in Vollsperrung und werden sich über das gesamte nächste Jahr hinziehen. Der Kreisverkehr wird fünf „Äste“ bekommen.

137 000 Euro im Etat einplanen

Die Sprecher der Fraktionen erinnerten an die schwierige Planungsphase und stellten gemeinsam fest: „Was lange währt, wird endlich gut“. Die Stadträte stimmten der Sonderbaulast- und Kreuzungsvereinbarung zum Neubau des Kreisverkehrs am Jobplatz und der Beseitigung der Engstelle bei der „Riederscheune“ bis zur Zwickbrücke zu. Sie ermächtigten den Bürgermeister, mit dem Landkreis Schwandorf und dem Freistaat Bayern eine Vereinbarung abzuschließen. Die notwendigen Haushaltsmittel in Höhe von 137 700 Euro werden im Haushalt 2022 eingeplant. Die Stadt trägt die Hälfte der Planungskosten.

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