09.09.2019 - 14:36 Uhr
Neunburg vorm WaldOberpfalz

Golfplatz mit Sonderstatus in Ödengrub

Von 700 Golfplätzen in Deutschland sind nur 74 im Sinne des Umweltprogramms „Golf&Natur“ zertifiziert, davon 23 in Bayern. Dass auch das Gelände des Golf- und Landclubs in Ödengrub zu diesen Vorzeigeanlagen gehört, bestätigt eine Urkunde.

Urkundenverleihung auf dem Golfplatz: DGV-Vertreter Gunter Hardt (Vierter von links) überreicht das Zertifikat an (von links) Max Haseneder, Ludwig Baier, Präsident Horst Jäger, Greenkeeper Rudolf Stangl und Michael Günther (rechts). Stellvertretender Landrat Arnold Kimmerl und Zweite Bürgermeisterin Margit Reichl sprachen ihre Anerkennung aus.
von Rudolf Hirsch (RHI)Profil

Das Areal des Golf- und Landclubs "Oberpfälzer Wald" hat erneut eine Urkunde des Deutschen Golfverbandes (DGV) erhalten, die den besonderen Umweltstatus herausgestellt. Als der Club im Jahre 1978 das Gelände im Ortsteil Ödengrub erwarb, war es wirtschaftlich kaum nutzbar. Inzwischen ist die Talmulde bei Kemnath ein Biotop mit hohem Freizeit- und Erholungswert geworden, eingebettet in die reizvolle Region des Oberpfälzer Waldes.

Damit das so bleibt, haben sich die Golfer klare Ziele gesetzt: Kosteneinsparung durch bewussten Umgang mit Ressourcen, standortgerechtes Pflegemanagement sowie Verantwortung für Natur und Umwelt. 2013 verlieh der Deutsche Golfverband dem Verein die Umweltplakette in Bronze, ein Jahr später in Silber und wieder ein Jahr darauf in Gold. Seit dieser Zeit konnte der Club den Standard halten.

DGV-Umweltberater Gunter Hardt aus Stuttgart überreichte dem Präsidenten des Golf- und Landclubs, Horst Jäger, am Freitag erneut die Umweltplakette in Gold und würdigte die Kontinuität über all die Jahre hinweg. Die Projektleiter Ludwig Baier und Michael Günther sowie Greenkeeper Rudolf Stangl haben zuletzt aus einer ehemaligen Spielbahn ein Wildbienen-Reservat entstehen lassen, Wildblumen gepflanzt sowie Totholz und einen Lesesteinhaufen aufgeschichtet. Sie holen sich zudem regelmäßig Unterstützung von Schülern der landwirtschaftlichen Berufsschule und Fachleuten des Naturparkvereins und des Kreisgartenamtes.

Der Großteil des Geländes werde extensiv genutzt, erklärt Präsident Horst Jäger. Lediglich die Putting Greens würden „intensiv“ gepflegt. Der Verein habe Bäume gepflanzt, Insektenhotels und Nistkästen gebaut und Biotope angelegt. Dafür sprachen stellvertretender Landrat Arnold Kimmerl und Zweite Bürgermeisterin Margit Reichl dem Verein Dank und Anerkennung aus.

 

 

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