05.08.2021 - 14:34 Uhr
Neunburg vorm WaldOberpfalz

Erfolgreiche Landwirtschaftsschüler in Neunburg ausgezeichnet

Andreas Fischer (links) schloss die Landwirtschaftsschule als einziger mit der Traumnote 1,0 ab. Klassenleiter Michael Vetter (rechts) überreichte ihm Zeugnis, Urkunde und Geschenk.
von Rudolf Hirsch (RHI)Profil

Der 19-jährige Andreas Fischer aus Eschlkam war heuer der „Überflieger“ bei den Landwirtschaftsschülern und erzielte als Prüfungsbester die Traumnote 1,0. „Eine solche Leistung haben wir nur sehr selten“, versicherte der stellvertretender Berufsschulleiter Armin Wild bei der Zeugnisüberreichung in Neunburger Schwarzachtalhalle.

32 Absolventen aus der Oberpfalz stellten sich nach einer dreijährigen Ausbildung zum Landwirt der Prüfung an der Außenstelle der Berufsschule in Neunburg. 30 haben bestanden und erhielten bei der Abschlussfeier die Zeugnisse. Andreas Fischer machte seine praktische Ausbildung am Schreiner-Hof in Furth im Wald und will später den elterlichen Milchviehbetrieb in Kleinaign bei Eschlkam (Landkreis Cham) übernehmen. Mit einem Notenschnitt von 1,1 folgte Antonia Rehm aus Bernhardswald knapp dahinter. Sie machte ihr Praktikum am Ausbildungsbetrieb Adlhoch in Gsellhof-Altenthann. Eine Ehrung erfuhr auch Raphael Koschta (1,22) aus Kulmain, der sich das Rüstzeug auf dem Biohof Bollwein in Neuenschwand holte.

Studiendirektor Armin Wild bestätigte den Schulabgängern ein „hohes Leistungsniveau“. Acht Absolventen erzielten einen Notendurchschnitt von 1,5 oder besser und erhielten eine Urkunde der Regierung der Oberpfalz. Der Gesamtnotendurchschnitt liegt bei 2,16. Für 24 Prüflinge ist der Abschluss mit dem Erwerb der „mittleren Reife“ verbunden.

Anders sah es bei der praktischen Prüfung aus, die bei sechs Unternehmen in den Landkreisen Schwandorf, Cham und Neustadt/WN stattfanden. „Die Ergebnisse waren nicht sehr berauschend“, stellte Prüfungsausschussvorsitzender Josef Wendl fest. Von den 52 Prüflingen fielen acht durch. Die Prüfungen bezogen sich auf die Bereiche „Pflanzenbau“ und „Tierhaltung“. Den besten Eindruck hinterließ Maximilian Häring aus Mintraching mit einem Schnitt von 1,32, gefolgt von Raphael Koschta aus Kulmain (1,39) und Antonia Rehm aus Bernhardswald (1,49).

„Bleiben Sie dem Berufsstand treu“, ermunterte der für das operative Geschäft an der Außenstelle zuständige Schulleiter Armin Wild die jungen Landwirte. Er mahnte sie, die Balance zu halten „zwischen der beruflichen Herausforderung und der Privatsphäre in der Familie“. Leitender Landwirtschaftsdirektor Heribert Semmler vom Landwirtschaftsamt Cham nahm Bezug auf den Abschlussbericht der Zukunftskommission der Bundesregierung und stellte fest: „Ziel ist eine Versöhnung von Ökonomie und Ökologie, von Landwirtschaft und Natur“. Dies werde für alle Beteiligten über Generationen hinweg ein „schmerzhafter Prozess“, befürchtet der Behördenleiter. Er ist überzeugt: „Die Landwirtschaft kann sich den Forderungen der Gesellschaft nicht entziehen, aber sie kann sie mitgestalten“. Heribert Semmler bescheinigte den Absolventen das nötige Rüstzeug, um sich zukunftsfähig aufzustellen. Nicht die Größe des Betriebes sei die beste Zukunftsgarantie, sondern die beste Ausbildung, so der Leitende Landwirtschaftsdirektor.

Albert Feldkircher vom Amt für Landwirtschaft Schwandorf war für die Organisation der Feier verantwortlich und spielte Musikvideos der „Dorfrocker & Addnfahrer“ und der „Draufgänger“ ein.

 

 

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