18.08.2020 - 13:43 Uhr
NeukirchenOberpfalz

"Keine Zerstörung von Landschaft und Natur durch Bahnstromtrasse"

Auch in Neukirchen formiert sich der Widerstand gegen die Pläne der Deutschen Bahn für eine Stromtrasse durch den westlichen Landkreis.

Kritik an den Plänen der Bahn äußern (von links) Gerhard Pirner, Petra Kastner, Thomas Kastner, Hermann Gradl, Pia Huber und Bürgermeister Peter Achatzi.
von Externer BeitragProfil

Trotz des Vorlaufes von nur wenigen Tagen verzeichnete Thomas Kastner von der Interessengruppe (IG) "Bahnstrom - so nicht" zahlreiche Besucher bei einer Info-Veranstaltung im Gasthaus Ramm.

Pia Huber, die Sprecherin der IG, stellte klar, dass die geplante Hochspannungsleitung durch unsere Region aktuell in keinem Zusammenhang mit einer Elektrifizierung der Bahnstrecke Nürnberg - Schwandorf - Furth im Wald stehe. Die geplante Stromtrasse diene ausschließlich als Sicherheitsleitung der Strecke Hof - Regensburg; das letzte Teilstück der Strecke von Skandinavien nach Sizilien, das noch nicht elektrifiziert sei. Dies begründe auch das Tempo, mit der die Bahn das Projekt vorantreibe.

Gerhard Pirner, Elektroingenieur und Gemeinderat aus Etzelwang, zeigte eine mögliche Alternative auf. So gebe es beispielsweise in Nordostdeutschland kein eigenes Bahnstromnetz. Die Bahn versorge sich dort aus öffentlichen Quellen. Gerhard Pirner stellte klar, dass dies auch in Ostbayern ohne Schwierigkeiten möglich wäre.

Bürgermeister Peter Achatzi formulierte das Ziel, auf politischer Ebene eine Änderung des Planungsauftrags zu erreichen und die Alternativen zu betrachten. Eine Trasse, die als Sicherheitsleitung der Strecke Hof - Regensburg dient, lehne er ab, betonte Achatzi. Kreisrätin Marianne Badura bemängelte, dass im Bundesverkehrsministerium in den vergangenen 15 Jahren keine sinnvolle Zukunftsplanung für Nebenstrecken betrieben worden sei. Alle Anwesenden waren sich einig, dass die drohende Zerstörung von Natur und Landschaftsbild durch die Deutsche Bahn nicht hingenommen werden dürfe.

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