25.09.2020 - 12:20 Uhr
NeukirchenOberpfalz

Geplante Bahnstromtrasse für Neukirchen "nicht akzeptabel"

Der Gemeinderat spricht sich einstimmig gegen das Projekt aus und fordert die Deutsche Bahn auf, Alternativen zu prüfen.

Auf Widerstand trifft die Deutsche Bahn in der Region mit ihren Plänen einer oberirdischen Stromtrasse. Auch der Gemeinderat Neukirchen bezieht dagegen Stellung.
von Wolfgang BerndtProfil

Der Gemeinderat stellt sich nicht gegen die Umrüstung von Dieselzügen auf einen klimafreundlicheren Antrieb, aber die vorgesehene Trassenführung für eine Stromleitung der Bahn lehnt er ab: Dies bekundet das Gremium in einem Beschluss aus der September-Sitzung im Neukirchner Hof.

Die Bürgermeister der betroffenen Gemeinden im Landkreis Amberg-Sulzbach hätten ihr Vorgehen bei verschiedenen Treffen abgestimmt, informierte Peter Achatzi einleitend. Es bestehe Einigkeit, dass die geplante Trassenführung nicht akzeptabel sei und nach Alternativen gesucht werden müsse. Einstimmig unterstützten die Räte diese Auffassung. Bahnstromtrassen beeinträchtigten als neue, zusätzliche oberirdische Infrastruktur, massiv Natur und Landschaft sowie unsere kommunalen Entwicklungsmöglichkeiten. Als Alternativen kämen Fahrstrom aus dem öffentlichen Netz, eine dezentrale Bahnstromversorgung, ein Batterie- oder ein Wasserstoffantrieb infrage.

Seitens der Interessengruppe "Bahnstrom - so nicht" machte Helmut Kastner auf die laufende Petition aufmerksam, die in der Gemeindeverwaltung oder online unter www.openpetition.de unterzeichnet werden kann. Je mehr Bürger sich anschließen, desto größer werde der Druck auf die Bahn, nach einer anderen Lösung zu suchen.

Abrechnung für 2019 fällt positiv aus

Die Jahresrechnung 2019 der Gemeinde Neukirchen schließt im Verwaltungshaushalt mit 5 Millionen Euro und im Vermögenshaushalt mit 1,5 Millionen Euro ab, gab Bürgermeister Peter Achatzi bekannt. Statt der angesetzten 440 000 Euro erwirtschaftete der Verwaltungshaushalt eine Zuführung von 700 000 Euro zum Vermögenshaushalt. Bei der Entnahme aus der allgemeinen Rücklage kam die Gemeinde mit 150 000 Euro aus. Veranschlagt waren 230 000 Euro. Der Ausgleich für Gebührenschwankungen aus der Sonderrücklage betrug für Abwasser 42 000 Euro und für die Wasserversorgung 27 000 Euro.

Themen aus der Fragestunde

Wie es mit dem Wassertretbecken in Oberreinbach weitergeht, nachdem die Wasserzufuhr gestoppt wurde, wollte Hans Sebald in der Fragestunde des Gemeinderats wissen. Zudem wünschte er sich eine grundsätzliche Diskussion über das Thema Klimawandel und erneuerbare Energien, das bei allen Fraktionen im Wahlkampf eine wichtige Rolle gespielt habe. Das Energiecoaching innerhalb der Verwaltungsgemeinschaft Neukirchen beurteilte Leonhard Rösel als positiv. Im Mittelpunkt standen dabei Abwasseranlagen.

Ob die Schulturnhalle wieder für Sport genutzt werden kann, erkundigte sich Heike Hartmann. Sinnvolle Standorte für Hundekotbeutel-Spender sahen Silke Kunert am Hütlohweiher und Herbert Pilhofer im Sauergiebel am Ortsbeginn von Grasberg. Pilhofer plädierte auch dafür, auf der Staatsstraße Blechhof - Hundsboden eine Beschränkung auf 80 Kilometer pro Stunde km/h einzuführen oder zumindest durch ein Schild vor der kurvenreichen Strecke zu warnen.

Die Finanzen der Gemeinde Neukirchen im Jahr 2020

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