07.05.2021 - 11:02 Uhr
NeukirchenOberpfalz

Eigentumswohnanlage für Senioren in Neukirchen findet Mehrheit im Gemeinderat

Die Zahl der Parkplätze und die Sicherung der Zufahrt für Rettungsfahrzeuge standen im Mittelpunkt der Beratung des Gemeinderats Neukirchen über einen Bauantrag für 32 Eigentumswohnungen.

Das für die beiden Häuser mit je 16 Eigentumswohnungen vorgesehene Grundstück grenzt an das frühere Seniorenwohnstift Weißenstein (links) an.
von Wolfgang BerndtProfil

Den Bau von 32 barrierefreien Eigentumswohnungen, verteilt auf zwei Häuser, beabsichtigt ein Bauherr auf einem Grundstück im Bereich Weißensteinstraße in Neukirchen. Darunter sind 14 Ein-Zimmer-Appartements. Großteils sollen in der Anlage Senioren einziehen. Der Gemeinderat erteilte nach einer ausführlichen Diskussion dem Vorhaben sein Einvernehmen.

"Das Baugrundstück liegt innerhalb eines rechtskräftigen Bebauungsplanes. Die Zufahrt und Erschließung sind gesichert", heißt es im Vorbericht der Verwaltung zu dem Projekt. Der Bebauungsplan an dieser Stelle schreibe pro Wohneinheit zwei Parkplätze vor; das entspräche bei 32 Wohnungen Flächen für 64 Fahrzeuge. Der Bauantrag sehe aber lediglich 36 Stellplätze vor.

Angesichts der zu erwartenden Altersstruktur sei nicht davon auszugehen, dass je Wohneinheit zwei Fahrzeuge vorhanden sein werden. Besonders bei den 14 Ein-Zimmer-Appartements werde das wahrscheinlich nicht der Fall sein. Und weil überwiegend Senioren dort leben werden, habe der Planer auf eine Tiefgarage verzichtet und nur oberirdische Stellplätze angedacht. Er beantragte im Blick auf die Parkplätze die Befreiung beziehungsweise eine Abweichung von den Festsetzungen des Bebauungsplans.

Der Energiebeauftragte der Gemeinde, Leo Rösel, fragte nach, ob die Beheizung der beiden Gebäude durch eine Fernheizung möglich wäre. Ausreichende Parkplätze für die Bewohner, Besucher und Lieferanten lagen den Gemeinderäten Heike Hartmann, Silke Kunert, Christian Beyer und Christian Sperber am Herzen. Sie wollte die Variante Tiefgarage dabei nicht ausschließen. Für Gemeinderat Hans Sebald war sie sogar "ein absolutes Muss". Dritter Bürgermeister Wolfgang Rattai hielt sie dagegen nicht für erforderlich. Ältere Menschen hätten oft Angst, in eine Tiefgarage zu fahren.

Die Zufahrt für Rettungsfahrzeuge müssten auch gelöst werden, forderten die Gemeinderäte Rösel, Martin Wolf und Irene Sperber. Berücksichtigt werden sollte dabei aber auch die Größe von Sanitäts- und Feuerwehrfahrzeugen, machte Gemeinderat Stefan Wonneberger aufmerksam. Da die Gartenstraße, die als Zufahrtsweg in Frage komme, oft zugeparkt sei, wäre ein absolutes Parkverbot sinnvoll, schlug Herbert Pilhofer vor.

Schließlich erteilte der Gemeinderat mit 10 zu 5 Stimmen dem Bauvorhaben das gemeindliche Einvernehmen. Bei der Weiterleitung des Bauantrags an das Landratsamt Amberg-Sulzbach als Genehmigungsbehörde empfahl er eine Befreiung für den zweiten Stellplatz bei den 14 Ein-Zimmer-Appartements.

Hohe Auszeichnung geht nach Pilgramshof

Neukirchen

Förderung und ein Glückwunsch

Der Freistaat Bayern fördert den Glasfaserausbau für Schulen und Rathäuser mit 90 Prozent der tatsächlichen Ausgaben bis zu einer Maximalsumme von 50 000 Euro, teilte Bürgermeister Peter Achatzi unter Verschiedenes mit. Glückwünsche des Gemeinderates galten Leo Rösel zu seiner Auszeichnung als „Junglandwirt des Jahres“.

Erlebnis-Sportwoche in den Ferien

Zur Entlastung von Familien organisiert die Gemeinde mit der Hilfe eines externen Anbieters vom 30. August bis 3. September 2021 eine Erlebnis-Sportwoche. Auf Vorschlag von Gemeinderätin Irene Sperber übernimmt die Gemeinde von den Gesamtkosten für ein Kind, die 180 Euro betragen, 100 Euro.

 

 

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