30.12.2018 - 14:49 Uhr
Bad NeualbenreuthOberpfalz

Neualbenreuther Zwio sagt Ade

Feierliche und emotionale Momente erleben die Besucher des Weihnachtskonzertes mit einheimischen Gruppen in der vollbesetzten Pfarrkirche St. Laurentius. Zugleich gab es Abschied.

Die Mitwirkenden des Weihnachtskonzertes: 1. Akkordeonorchester Waldsassen (links), Das Neualbenreuther Zwio Monika Kunz und Franz Danhauser (Mitte), die Neualbenreuther Saitn-Musik (rechts sowie der Männergesangsverein und die Blaskapelle Ernestgrün im Hintergrund mit Bürgermeister Klaus Meyer (ganz links hinten)
von Autor ENZProfil
Die weihnachtlich geschmückte Pfarrkirche St. Laurentius bot den geeigneten Rahmen für das Weihnachtskonzert.
Die Pfarrkirche St. Laurentius war voll besetzt.
Das Neualbenreuther Zwio wurde zum Abschied durch Bürgermeister Klaus Meyer mit einer Urkunde geehrt.
Nach ihrem letzten Auftritt erhielten Monika Kunz und Franz Danhauser einen Präsentkorb.
Die Neualbenreuther Saitn-Musik während des Weihnachtskonzerts.
Der Männergesangsverein bei seinem Auftritt.
Mitglieder des 1. Waldsassener Akkordeonorchesters während des Weihnachtskonzerts.
Das Neualbenreuther Zwio Monika Kunz und Franz Danhauser während ihres letzten Auftritts.

Feierlich war gleich die Eröffnung durch die Blaskapelle Ernestgrün mit "Tochter Zion". Bürgermeister Klaus Meyer begrüßte die Gäste: "Hier im Dom der Fraisch ist ein Ort, wo man Kraft schöpfen kann, wo man das Gefühl des eigenen Wertes wieder spürt." Dieser Abend solle dazu animieren, nach der hektischen Weihnachtszeit innezuhalten und Kraft zu tanken für die Aufgaben im kommenden Jahr.

Es wirkten insgesamt fünf Ensembles mit: Die Blaskapelle Ernestgrün, die Neualbenreuther Saitn-Musik, Mitglieder des Ensembles des 1. Akkordeonorchesters Waldsassen, der Männergesangsverein Neualbenreuth sowie das Neualbenreuther Zwio mit Monika Kunz und Franz Danhauser.

Meyer dankte Franz Danhauser und der Gäste-Information für die Organisation des Abends. Er verwies darauf, dass der Reinerlös der Aktion "Lichtblicke" zugutekommt und bat um großzügige Spenden. Das Konzert brachte bekannte und weniger bekannte Weisen zur Aufführung, aber auch Überraschendes.

Mundart begeistert

So schlug die Blaskapelle Ernestgrün nach dem "Dona nobis pacem" (Gib uns deinen Frieden) mit einer Klarinettenweise ein ganz neues Kapitel auf. Die Neualbenreuther Saitn-Musik spielte zum ersten Mal nicht nur Instrumental-Stücke, sondern mit "O du schöin's Trutscherl" und "Gloria hob'n d' Engl g'sunga" auch sanfte mehrstimmige Mundart-Lieder. Das Neualbenreuther Zwio begeisterte mit den Mundartliedern "Kummt's Bröida", "Diatz Liftlaboum", "Göih Äiva, sog's da Kathl". Die kräftigen Stimmen des Männergesangsvereins nutzten die Akustik der Kirche für ihre Weihnachtslieder "Freu dich Erd und Sternenzelt", "Seht die Sterne wie sie leuchten" und "Süße Ruhe, Stille der Nacht". Feierlich wurde es beim Auftritt des 1. Akkordeonorchesters Waldsassen mit ihrem "Ave Maria", "Tollite Hostias" aus dem Oratorio Noel und "A Christmas Suite" von Jan de Haan.

Dazwischen las Altbürgermeister Albert Köstler besinnliche Texte: Eine Geschichte aus dem Himmel, geschehen in der Nacht der Geburt des Herrn. Hier ruft Gott die Menschen zur Freude auf. Die zweite Geschichte besagte: "Ich klopfe an zur Heiligen Weihnacht" - Doch womit beschäftigen sich die Menschen? "Wer sich verschließt, dem wird nicht aufgetan!" Das Nachdenken über Weihnachten stand im Mittelpunkt der dritten Geschichte - die Zeit der Liebe, die Besinnung auf das Wahre - darauf komme es an. Die Menschen sollen sich das Herz gegenseitig schenken zur Stärkung und Festigung der Beziehung der Menschen untereinander. Die Akkordeongruppe Waldsassen spielte die beliebte Melodie des Filmklassikers "Drei Haselnüsse für Aschenbrödel", die Blaskapelle Ernestgrün bot zum Abschluss des Konzerts ein Weihnachtslieder-Potpourri dar.

Abschied nach 17 Jahren

Dann verkündete Albert Köstler den Abschied des Neualbenreuther Zwios (Kasten). Monika Kunz und Franz Danhauser hatten in der St.-Laurentius-Kirche vor 17 Jahren mit dem Lied "Wöi is da Stern aaf'gleicht" ihren ersten Auftritt gemeinsam mit einheimischen Gruppen. "Jetzt treten sie zum letzten Mal mit dem gleichen Lied auf. Sie haben uns mit ihren Auftritten begeistert", so der Altbürgermeister. Sichtlich bewegt sang das Zwio noch einmal das Lied, mit dem ihre Karriere begann. Dann sprach Pfarrer George Parankimalil seinen Segen und es erklang das Lied "Es ist ein Ros entsprungen".

Hintergrund:

Neualbenreuther Zwio verabschiedet

Bürgermeister Klaus Meyer ging beim Weihnachtskonzert auf den Abschied des Neualbenreuther Zwios ein. Er erinnerte an zahlreichen Auftritte von Monika Kunz und Franz Danhauser in der Oberpfalz, aber auch in Ober- und Mittelfranken. Besinnliches und Lustiges, Couplets und Geschichten machten die beiden über die Grenzen der Heimat hinaus bekannt. Auch Rundfunkaufnahmen in Nürnberg und München fanden statt. Ein Höhepunkt des Zwios sei das Passionssingen in der Wallfahrtskirche Vierzehnheiligen mit einer Live-Übertragung im BR gewesen. Über tausend Mal wurde die Marienlieder-CD, die gemeinsam mit dem Waldsassener Dreigesang in der Wallfahrtskirche Maria Loreto aufgenommen wurde, verkauft. Auch die Stoawald-Mess von Wolfgang Kraus und verschiedene weitere CD’s wurden aufgenommen. „ Ihr beide habt unvergessliche Momente für die Ewigkeit geschaffen und wurdet auch mit dem Volksmusikpreis ,Arzberger Bergkristall‘ ausgezeichnet“, so der Bürgermeister. Er ging zudem auf die musikalische Laufbahn von Monika Kunz und Franz Danhauser ein. Vor etwa 30 Jahren erhielt sie mit dem Waldsassener Dreigesang einen der ältesten Volkstumswanderpreise, den „Zwieseler Fink“. Danhauser war Mitbegründer und Mitwirkender der Gesangsgruppen „Neualbenreuther Trio“ und „Neualbenreuther Dreigesang“. Oft trat er als Solist im Kirchenchor auf. Seit 2014 leitet er den hiesigen Männergesangsverein. „Vergelt’s Gott für Alles!“, sagte der Bürgermeister.

Für Sie empfohlen

 

 

 

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.