06.08.2019 - 12:35 Uhr
Bad NeualbenreuthOberpfalz

Dankbar für die tollen Freundschaften

Ereignisreiche Tage liegen hinter den Gastgebern aus Neualbenreuth und den Besuchern aus Vál in Ungarn. Neben Besichtigungstouren blieb Zeit für private Unternehmungen. In besonderer Erinnerung bleiben zwei Heimatabende im Tillensaal.

von Autor ENZProfil

Der Váler Bürgermeister Tamas Bechtold erinnerte mit einem Bild des Denkmals für gefallene deutsche Soldaten an den Beginn der Partnerschaft zwischen Vál und Neualbenreuth. Er stellte Vál in Bildern vor und berichtete über vollendete und noch geplante Projekte in der Partnergemeinde. Dazu gehören etwa die Restaurierung der katholische Kirche und die Errichtung einer Sporthalle.

Das ist vor allem durch geförderte Arbeit möglich. Hierbei werden 90 Prozent des Lohnes durch den Staat bezahlt, 10 Prozent legt die Gemeinde drauf. In diesem Zusammenhang konnte er darauf verweisen, dass in Ungarn die Arbeitslosenrate jetzt nur 3,3 Prozent beträgt. Er berichtete auch über die Partnerschaften der Gemeinde Vál zu Balanbanya in Rumänien und Farnad in der Slowakei. „Man kann Partnerschaften ins Leben rufen, aber sie wirklich zu pflegen, ist schwierig“, so das Váler Gemeindeoberhaupt.

In Vál gibt es zwei Tanzgruppen, die jeweils ein eigenes Festival ausrichten. Die eine Gruppe konzentriert sich auf die Partnergemeinden, die andere Gruppe lädt zu ihrem Festival internationale Gäste ein. Er zeigte auch Persönlichkeiten, die Vál bekannt machten. Zu ihnen gehört der Bergsteiger Sándor Toth, der auf jedem erklommenen Gipfel ein Foto mit der Váler Flagge aufnimmt.

Nach der Übergabe der offiziellen Geschenke der Partnergemeinde formierten sich die Gäste zu einem Chor und trugen ungarische Volkslieder vor. Dass es an diesem Abend an Essen und Trinken nicht fehlen durfte, ist selbstverständlich: Die Gäste servierten die berühmte ungarische Fischsuppe. Danach gab es „Turos csusza“, ein Nudelgericht mit Quark, saurer Sahne und gebratenem Speck. Natürlich durften auch die pikanten Pogatschen nicht fehlen und als Nachspeise süßes Gebäck. Dazu wurden ungarischer Wein, Bier und Palinka ausgeschenkt. Den Abschluss bildete eine lange Polonaise durch den Tillensaal zu einem ungarischen Lied.

Den Bayerischen Abend am Sonntag eröffnete die „Maiersreuther Dorfmusik“. Sie besteht aus zwei Mitgliedern der Blaskapelle Ernestgrün und vier Nachwuchsmusikern. Bürgermeister Klaus Meyer zeigte Fotos von früheren Besuchen in Vál und Neualbenreuth.

Weiterhin lieferte er Informationen über Neualbenreuth und das Sibyllenbad, die Straßenbauprojekte, das Kunstprojekt Maiersreuth und Projekte der touristischen Infrastruktur, etwa die neuen „Blickpunkte“. Auch an diesem Abend wurden offizielle Gastgeschenke verteilt; Bürgermeister Meyer überreichte sie den ungarischen Gästen. „Wir sind glücklich, solche Freunde zu haben – und man kann diese Freundschaft auch noch weiter entwickeln. Wir freuen uns auf 2021 und unseren Besuch in Vál“, so Meyer.

Gemeinsam stachen die beiden Bürgermeister ein Fass Zoigl an. Zu Schweinebraten und Schnitzel gab es verschiedene Kartoffel- und andere Salate, ein Kuchenbüfett bildete den Abschluss. Dazu unterhielten die Wirtshausmusikanten mit Franz Becker (Akkordeon), Rudi Sporrer und Susanne Wenzel (beide Teufelsgeige) die Gäste.

Die besondere Attraktion für die Gäste waren die Teufelsgeigen, die man in Ungarn nicht kennt und die vielfach bis ins Detail fotografiert wurden. Zu der Musik wurde auch getanzt. Elfriede Hannawald-Fastner und Rudi Hannawald bildeten nicht nur mit ihrer Egerländer Tracht einen Farbtupfer, sondern erfreuten auch mit ihren Liedern und ihrem Temperament.

Der Bürgermeister von Vál, Tamas Bechtold bedankte sich mit den Worten: „Wir konnten hier wunderschöne Tage verleben. Diese Freundschaft hat eine Tradition. Dafür sind wir sehr dankbar. Später werden wir unseren Enkeln nicht erzählen, was für tolle Straßen wir gebaut haben, sondern welche tolle Freundschaften wir hier schließen konnten.“

Infobox:

Der erste Tag des Aufenthaltes begann mit einem Besuch der Dreifaltigkeitskirche Kappl bei Münchenreuth. Während einer Führung konnten sich die Gäste ausführlich über dieses einmalige Bauwerk informieren. Anschließend folgte im Biergarten der Gaststätte Panzen in Neusorg bei Waldsassen das gemeinsame Mittagessen. Nächste Station war Frantiskovy Lazne (Franzensbad) mit seinen Kureinrichtungen, Quellen und dem Kurpark.

Nach diesem anstrengenden Tag verlebten die Gäste einen Tag in und mit ihren Gastgeber-Familien. So waren einige von ihnen im Sibyllenbad zu finden, andere grillten im Garten oder unternahmen einen kurzen Ausflug. Am Abend besuchten viele gemeinsam die öffentliche Musikprobe der Blaskapelle Ernestgrün.

Der dritte Tag begann mit einem gemeinsamen Gottesdienst in der Pfarrkirche St. Laurentius. Im Anschluss daran fuhr man mit zwei Bussen und vielen Einheimischen als Gemeindeausflug in das Freilandmuseum Neusath-Perschen. Hier stand der Besuch des Stiftlanddorfes im Mittelpunkt, bei dem auch drei Häuser aus dem Markt Neualbenreuth besichtigt wurden. Im Wirtshaus des Museums stand ein gemeinsames Mittagessen auf dem Programm. Abschließend äußerten sich die Gäste – insbesondere auch der Bürgermeister Tamas Bechtold so, dass ihnen dieser Programmpunkt besonders gut gefallen habe und einen großen Eindruck hinterließ.

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