02.07.2019 - 15:23 Uhr
Oberpfalz

Eine Nacht im Freien

Der Aufenthalt in der Natur macht nicht nur den Kopf frei. Er entspannt und wirkt sich positiv auf unser Wohlempfinden aus.

Es ist ein beeindruckendes Erlebnis, inmitten der Dunkelheit das Rauschen der Bäume zu hören und die Sterne über sich funkeln zu sehen.
von Autor EWAProfil

Nun ist er also da, der Sommer. Herrlich, finden Sie nicht aus? Endlich wieder nach Herzenslust im See oder im Freibad schwimmen, barfuß durch das Gras laufen, abends noch auf dem Balkon oder im Biergarten sitzen, was wollen wir mehr? Doch so sehr wir die warme Jahreszeit tagsüber genießen, so oft bringt sie uns nachts auch um den Schlaf. Wir wälzen uns unter zu dicken Decken in stickigen Zimmern und bekommen oftmals die halbe Nacht kein Auge zu. Deshalb frage ich Sie: Warum genießen wir den Sommer nicht auch nachts - und schlafen einfach mal draußen?

"Man braucht kein dumpfes Haus, jede Staude macht man sich zur Stube", schrieb einmal Schriftsteller Jean Paul. Er liebte in seiner Jugend das Schlafen im Freien. Und damit ist er nicht allein, immer mehr Menschen verlegen ihr Nachtlager in diesen Tagen vom Schlafzimmer auf den Balkon oder in den Garten - und genießen das kleine Abenteuer mitten im Alltag. Noch spannender wird dieses natürlich dann, wenn wir uns mit Isomatte und Schlafsack tatsächlich mitten in die Natur begeben. Es ist tatsächlich ein beeindruckendes Erlebnis, inmitten der Dunkelheit das Rauschen der Bäume zu hören und die Sterne über sich funkeln zu sehen.

Längst ist wissenschaftlich erwiesen: Der Aufenthalt in der Natur macht nicht nur den Kopf frei, sondern entspannt uns außerdem und wirkt sich positiv auf unser Wohlempfinden aus. Wie sagte einst Naturforscher Alexander von Humboldt so schön: "Die Natur muss gefühlt werden." Doch wieso tun wir das immer nur tagsüber? Lassen Sie uns doch auch einmal nachts Bäume, Gras und frische Luft erleben. Ich verspreche Ihnen: Den Sonnenaufgang nach so einer Nacht werden Sie so schnell nicht vergessen. Und vielleicht haben Sie auch das Gefühl, lange nicht mehr so intensiv den neuen Tag zu spüren.

Natürlich müssen Sie für dieses beeindruckende Erlebnis auch etwas unschönere Dinge wie blutsaugende Insekten, Feuchtigkeit oder harte Schlafuntergründe in Kauf nehmen. Aber Sie werden sehen, es lohnt sich. Und den darauffolgenden Abend - vorausgesetzt natürlich, Sie haben nicht beschlossen, nun den ganzen Sommer draußen zu übernachten - werden Sie sich mit dem Gefühl tiefer Dankbarkeit auf ihre weiche Matratze fallen lassen und diese mit ganzem Herzen schätzen. Auf was warten Sie also noch? Bringen Sie ihre Matratze auf den Balkon - oder packen Sie Ihren Schlafsack ein. Ich wünsche Ihnen schon jetzt eine gute Nacht im Freien! (ewa)

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