18.12.2020 - 16:06 Uhr
NabburgOberpfalz

Wohl bekomm's: Spendenaktion mit Bier für Nabburger Laurentiuskirche

Pfarrerin Heidi Gentzwein schmeckt das Getränk. Das Bier ist ein Retter in der Not. Mit dem Verkauf sollen Spenden für die Sanierung der Nabburger Laurentiuskirche fließen.

Pfarrerin Heidi Gentzwein von der Evangelischen Kirchengemeinde Nabburg/Pfreimd und Brauer Stephan Kalkbrenner von der Hausbrauerei Brauhaus Rosenberg stoßen auf die Fertigstellung des ersten „Retterbieres“ an.
von Irma Held Kontakt Profil

Eine pfiffige Spendenaktion hat sich die evangelische Kirchengemeinde Nabburg/Pfreimd einfallen lassen. "Retterbier" soll Geld für die Sanierung der Laurentiuskirche in die Kasse bringen.

Pfarrerin Heidi Gentzwein beschreibt das "Retterbier" gegenüber Oberpfalz-Medien als bernsteinfarben, feinherb und mit leichter Karamellnote. "Nicht zu bitter ist es", ergänzt sie, "aber das ist Geschmackssache". Natürlich sei es ein Gag, aber hinter der Spendenaktion "Retterbier" stecke die Überlegung, "nicht nur zu betteln, sondern den Leuten etwas zurück zu geben." Der Gerstensaft soll seinen Beitrag zur Sanierung der Laurentiuskirche leisten, die ein neues Dach braucht.

Die Aktion ist von den Hobbybrauern Maria und Rolf Linke aus Pfreimd angestoßen worden, die nach den Worten von Heidi Gentzwein schon eine gewisse Brauerfahrung mitbringen. Sie taten sich mit Stephan Kalkbrenner von der Hausbrauerei Brauhaus Rosenberg zusammen.

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Das Bier gibt es in einer limitierten Erstauflage von 240 Flaschen zu je 0,5 Liter. Es entspricht einem Craftbier oder Zoigl. Die Verwendung glühender Steine sorgt für den von der Pfarrerin beschriebenen charakteristischen Geschmack. Alle Beteiligten haben unentgeltlich beim Brauen mitgeholfen. Auch die Rohstoffe und Materialien wurden gespendet.

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Nabburg

Das Bier wird gegen einen Mindestbetrag von 1,50 Euro nach den Gottesdiensten in der Pfreimder Pauluskirche abgegeben oder kann telefonisch im Pfarramt in Nabburg unter der Rufnummer 09433/321 bestellt werden. "Natürlich darf mehr gegeben werden für die Flasche", sagt Heidi Gentzwein. Der Verkauf läuft ihres Wissens nach gut. Wer also in den Genuss kommen wolle, müsse jetzt schnell sein. Allerdings macht die Pfarrerin all denjenigen Hoffnung, die kein "Retterbier" ergattern: "Bei großer Nachfrage wird nachgebraut."

Die Maische wird mit glühenden Granitsteinen aufgekocht.
Hintergrund:

Steinbier

  • Steinbier ist eine alte Bierspezialität, bei der während des Brauvorganges die Maische durch Zugabe erhitzter Steine gekocht wird.
  • Spezielle Granitsteine werden erhitzt und in die Maische gegeben. An den heißen Steinen karamellisiert ein Teil des in der Maische gelösten Malzzuckers und bildet eine feine Schicht.
  • Nach dem Abkühlen wird Bierhefe zugesetzt, um die Gärung einzuleiten. Im Gärbottich löst sich der an den Steinen karamellisierte Zucker wieder. Dieser ruft den typischen, leicht rauchigen Geschmack des Biers hervor.(ihl)

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