18.07.2021 - 14:44 Uhr
NabburgOberpfalz

Stabwechsel in der Tourist-Info: Augen auf für Nabburgs Schönheit

In der Nabburger Tourist-Info ist er ein Einzelkämpfer. Ganz allein ist Marko Pammer dabei aber keineswegs, versichert Martina Hölzl ihrem Nachfolger, der nun an einem Netzwerk weiterknüpfen soll.

Marko Pammer ist begeistert von der Stadt Nabburg und teilt mit seiner Vorgängerin in der Tourist-Info, Martina Hölzl, auch das Faible für den Zwingerweg, wo mehrere Bänke und die Aussicht aufs Naabtal zu einer Pause einladen.
von Monika Bugl Kontakt Profil

Einen "Schlado" hat der Neue aus Niederbayern schon hinter sich. "Es war ein schöner langer Donnerstag", scherzt Marko Pammer über seinen ersten Arbeitstag in der Nabburger Tourist-Info. Dabei steht das "sch" in der Abkürzung normalerweise für ein weniger positives Attribut. Einen Tag später steckt er schon mittendrin in dem Netzwerk, in dem er die Fäden ziehen soll zwischen Museumsmitarbeitern, Heimatpflegern, Veranstaltern, Wirtschaftsvertretern, Gastronomen und Kulturschaffenden. Und er weiß um die Bedeutung dieser Vermittlerrolle: "Netzwerken ist das Geheimnis für eine möglichst erfolgreiche Präsentation der Stadt."

Stadtmarketing und Tourismus, auf diesen beiden Gebieten wird sich der 44-Jährige in den nächsten Wochen einen Platz erobern müssen, nachdem sich seine Vorgängerin Martina Hölzl beruflich neu orientieren will. In der Einarbeitungsphase kann er noch ein paar Wochen auf ihre Tipps zählen. Überrascht ist er an seinem ersten Arbeitstag von dem Strom an Besuchern, die hier vorbeischlendern, ob aus Sachsen oder Nordrhein-Westfalen. "Viele bleiben auf der Fahrt hier hängen, weil sie die Kulisse von der Autobahn aus beeindruckt", erklärt Hölzl, einige würden dann auch ein paar Tage mehr in Nabburg verbringen, wo es anders als in den Hochburgen des Tourismus noch vergleichsweise ruhig ist.

Beeindruckt hat den Newcomer aus Niederbayern die Nabburger Stadtführung, und zwar sowohl die "klassische", als auch die szenische mit dem Venezianischen Kaufmann. Er weiß zu schätzen, was er hier vorfindet und zieht Vergleiche: "Es ist wirklich spannend, was in einer so kleinen Stadt alles geboten wird. Ich kenne größere, wo das nicht so ist." Diese Stärke richtig zu positionieren, sieht er nun als seine Aufgabe: "Ich möchte diesen wunderbaren Charme, diese Schönheit in Erinnerung rufen", sagt der 44-Jährige und stellt bei dieser Gelegenheit die provokante Frage. "Welcher Nabburger war in den letzten fünf Jahren im Nabburger Stadtmuseum?

Hölzl teilt mit Pammer die Begeisterung für den Zwingerrundweg oder für den Bauernmarkt in Perschen, wo der Neubürger geräucherte Forelle und Schmierkuchen als Schmankerl entdeckt hat. "Da kann man auch gut Kaffee trinken, am besten kommt man über den Naabuferweg", verrät die Vorgängerin einen Geheimtipp. Der Werkzeugkasten bei der Vermarktung der Stärken ist längst komplett: Homepage, Facebook, Instagram, Anzeigen oder der herkömmliche Flyer, aber für neue Ideen ist trotzdem noch Platz. "Viele wollen einen Stadtplan gar nicht so sehr zur Orientierung, sondern als Andenken", ist Pammer aufgefallen. Da ließe sich doch auch die Souvenir-Palette ergänzen, die derzeit aus Postkarten, Magneten und Schlüsselanhängern besteht. "In Straubing gab's da beispielsweise eine Espresso-Tasse", so ein Vorschlag des gebürtigen Niederbayer.

Noch hat er Zeit, sich in Nabburg auf Großveranstaltungen wie den mittelalterlichen Markt vorzubereiten, der 2022 wieder stattfinden soll. Nikolausmarkt, Tonart-Festival, vieles ist wegen der Corona-Pandemie aktuell noch fraglich. "Planung soft- mit allen Türen offen", nennt Martina Hölzl die vorsichtigen Versuche, all das zu ermöglichen, was sich schnell auf die Beine stellen lässt. So gibt es in diesem Sommer zwei Termine für ein Sommer-Picknick mit Ben Stone und vielleicht eine Serenade mit der Blaskapelle im kleinen Rahmen.

Für diese und viele weitere Pläne will Marko Pammer Ansprechpartner sein, "nicht nur touristisch". Ein Thema, bei dem ihm sofort in den Sinn kommt, wie gut man ihn im Nabburger Rathaus bei der Vorstellungrunde "von der Ebene ganz unten bis zur Ebene acht" begegnet ist. "Da hatten alle Mitarbeiter ein Lächeln und ein freundliches Wort für mich." Dass er seinen Wohnsitz noch nicht umgemeldet hat, ist allerdings auch schon aufgefallen. Der Neue nahm den Fingerzeig mit Humor und versprach, das bald nachzuholen.

Die Liebe bringt ihn nach Nabburg

Nabburg
Hintergrund:

Über Journalismus zum Tourismus

  • Geburtsort: Eggenfelden
  • Ausbildung: Abitur, Lehre als Offset-Drucker, Volontariat beim Lokalsender "Aktuelle Welle Niederbayern" (AWN)
  • Praxis: Redakteur beim Lokalsender AWN, zuletzt Öffentlichkeitsarbeit und Marketing beim BRK Straubing-Bogen

"Netzwerken ist das Geheimnis für eine möglichst erfolgreiche Präsentation der Stadt."

Marko Pammer, Tourist-Info Nabburg

Marko Pammer, Tourist-Info Nabburg

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