10.08.2020 - 18:00 Uhr
NabburgOberpfalz

Präzisere Richtlinien für die Sportförderung

Der Nabburger Stadtrat verabschiedet einstimmig neue Richtlinien zur Sport- und Vereinsförderung. Sie treten bereits zum 1. September in Kraft.

Zuschüsse zu Investitionen müssen in Zukunft von den Vereinen vorab über ein Formblatt beantragt werden, das es im Rathaus gibt.
von Wilhelm Amann Kontakt Profil

An der finanziellen Unterstützung des laufenden Spielbetriebs ändert sich nichts. Die Vereine bekommen weiterhin jährlich drei Euro für Kinder und Jugendliche. Auch bei den zehn Prozent Zuschuss für Investitionen bleibt es. Allerdings soll die neue Regelung ausführlicher beschreiben, was als zuwendungsfähig zu verstehen ist. Bei Bau, Erweiterung oder Instandsetzung von Sportstätten sowie Modernisierungen werden Bauwerke oder Teile davon gefördert, falls sie die förderfähige Sportstätte selbst darstellen, der Unterbringung vereinseigener Sportgeräte oder unmittelbar dem Betrieb der Sportfläche dienen. Ausgenommen sind zum Beispiel Aufenthaltsräume, Parkplätze oder Bereiche, die in eine ständige Gaststättenkonzession oder Schankerlaubnis einbezogen sind. Für Arbeitsleistungen der Vereinsmitglieder werden Stundensätze nach den staatlichen Förderrichtlinien für maximal 30 Prozent der Gesamtkosten anerkannt. Voraussetzung ist eine Dokumentation mit Unterschrift des arbeitenden Mitglieds sowie der Nachweis des Vereins, dass eine Anmeldung zur Unfallversicherung erfolgt ist.

Der Antrag ist vorher mit einem Kostenvoranschlag im Rathaus einzureichen und genehmigen zu lassen. Hierfür stellt die Stadt ein neues Formblatt zur Verfügung. Die Stadt behält es sich vor, insbesondere bei größeren Maßnahmen, die finanziellen Verhältnisse des Vereins durch Offenlegung der Kassenbestände und Vorlage von Kassenberichten abzuprüfen.

Neu aufgenommen wurde der Abschnitt "Vereinsförderung". Bisher wurde in der Praxis schon so verfahren, dass der Stadtrat bei Investitionen analog zur Sportförderung auch Vereinen außerhalb des Sportbereichs die zehn Prozent Zuschuss gewährt hat. Dies wird nun schriftlich fixiert. Damit die Kosten nicht ausufern, wird eine Beschränkung auf jährlich 2500 Euro Zuschuss pro Verein eingeführt.

Weiterer Artikel zur Stadtratssitzung

Nabburg

Zuschuss für örtliches BRK: Ein Zuschussantrag lag von der BRK-Bereitschaft Pfreimd/Nabburg vor. Der Stadtrat beschloss erneut einstimmig, jährlich 500 Euro zu zahlen. Im Gegenzug stellt er die bisherige Förderung (500 Euro) an den BRK-Kreisverband Schwandorf ein. Die Stadt Pfreimd gibt jährlich einen Energiekostenzuschuss in Höhe von 750 Euro.

Zuwendung an TT-Sparte: Der TV 1880 Nabburg hatte einen Fahrtkostenzuschuss für die Abteilung Tischtennis beantragt. Durch den Aufstieg der ersten Herrenmannschaft in die Landesliga und die damit verbundenen Reisewege zu Auswärtsspielen, aber auch bedingt durch die Tatsache, dass 13 Teams im Spielbetrieb stehen, seien über 2500 Euro an Fahrtkosten angefallen. Der Verein beantragte 50 Prozent Förderung. Als Anerkennung für den Aufstieg beschloss der Stadtrat einstimmig, der TT-Sparte einmalig 500 Euro zu gewähren.

Geld für Blaskapelle: Die Stadt steuert jährlich Mittel zur musikalischen Jugendausbildung bei. Für 2019 erhält die Jugendblaskapelle nach den geltenden Richtlinien 1545,50 Euro. Ferner bat die Jugendblaskapelle um eine deutlich spürbare Anhebung des jährlichen Betriebskostenzuschusses, der seit 2005 unverändert 200 Euro beträgt. Ab heuer gibt es 500 Euro Zuschuss, beschloss der Stadtrat auch wieder einstimmig.

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