03.07.2020 - 16:56 Uhr
NabburgOberpfalz

Millionen-Aufwand für die Nabburger Schule

Die Generalsanierung der Grund- und Mittelschule wird nach aktuellem Stand knapp fünf Millionen Euro kosten. Doch damit ist das Ende der Fahnenstange noch nicht erreicht: Bau einer Mensa und Erneuerung der Sportanlagen stehen auch noch an.

Der Nabburger Architekt Konrad Kraus erläuterte die Pläne.
von Wilhelm Amann Kontakt Profil

Der Stadtrat traf sich am Donnerstag auf der Baustelle. Im Schulgebäude an der Kemnather Straße laufen die Arbeiten für den ersten Bauabschnitt auf Hochtouren. Er beinhaltet die Generalsanierung des Mittelschul- und Verwaltungstrakts mit Pausenhalle. "Das Geld ist hier sinnvoll investiert", sagte Bürgermeister Frank Zeitler, bevor Architekt Konrad Kraus und der städtische Bau-Ingenieur Johannes Schießl die Führung bei einem Rundgang übernahmen.

Die Stadträte bekamen zu sehen: Die Baumaßnahme tangiert in erster Linie den Mittelschulbereich. Hier wurde das Gebäude so gut wie vollständig entkernt und erfährt nun einen komplett neuen Innenausbau. Zusätzlich wird es barrierefrei umgebaut, brandschutztechnisch verbessert und energetisch ertüchtigt, das betrifft jeweils auch den Grundschulteil.

Mittlerweile sind Aufträge für rund drei Millionen Euro vergeben. Die Kosten waren zunächst auf 4,5 Millionen Euro berechnet. Sie werden allerdings höher ausfallen. Mit etwa 4,9 Millionen Euro rechnet der Planer inzwischen. In erster Linie, so sagte Kraus, ist der technische Ausbau dafür verantwortlich; er verbraucht nach jetzigem Stand allein schon etwa 300 000 Euro mehr. Von den ursprünglich kalkulierten 4,5 Millionen bekommt die Stadt eine staatliche Zuwendung in Höhe von 2,1 Millionen Euro; analog zur Kostenmehrung wird der Zuschussbetrag dann letztlich auch noch etwas höher.

Geplant war, dass der Betrieb ab dem neuen Schuljahr im September wieder gewohnt laufen kann. Doch dieser Termin lässt sich nicht halten. Es habe vor allem mit einer Baufirma langwierige Probleme gegeben, die letztlich zu einer Verzögerung führten, hieß es. Architekt Kraus rechnet nun damit, dass die Fertigstellung Anfang nächsten Jahres erfolgen kann, so dass eine Übergabe im Januar oder Februar möglich wäre. Einstweilen bleiben die Klassen in den Ausweichquartieren: die Mittelschüler im Grundschulbereich, die Grundschüler in Diendorf. Ob sie nach dem Wiedereinzug in ihren bisherigen Räumen neues Mobiliar vorfinden werden, muss der Stadtrat erst noch entscheiden. Voraussichtlich wären dafür mindestens weitere 250 000 Euro aufzubringen, ohne Förderung.

Artikel über erste Pläne für die Außenanlagen der Schule

Nabburg

Ein sich anschließender zweiter Bauabschnitt erstreckt sich auf den Sportplatz mit Außenanlagen im Zwischenbereich zum Schulhaus. Dafür sind weitere 1,2 Millionen Euro angesetzt. Die Förderung könnte da laut Architekt über 50 Prozent liegen. Weitaus höher, nämlich bis zu 90 Prozent, könnte sie beim Bau einer Mensa für die offene Ganztagsschule ausmachen. Für den Anbau an der Stelle der bisherigen Hausmeisterwohnung hatte der Stadtrat bereits einen Planungsauftrag gegeben. 950 000 Euro, so das Ergebnis, würde dieses zusätzliche Vorhaben kosten. Über die Bauausführung ist aber noch nicht definitiv entschieden. Insgesamt könnte sich der Aufwand für alle bereits beschlossenen und noch in Aussicht stehenden Maßnahmen folglich bei über sieben Millionen Euro einpendeln.

Bürgermeister und Stadträte trafen sich auf der Baustelle der Grund- und Mittelschule, um sich vom Architekten zeigen zu lassen, was bisher gemacht wurde.
Das Schulgebäude wurde entkernt und erfährt im Innenbereich eine komplette Erneuerung.
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