19.11.2020 - 12:56 Uhr
NabburgOberpfalz

Jahrelanger Streit beigelegt

Die Unstimmigkeiten zwischen der Soldaten- und Kriegerkameradschaft, der Stadt Nabburg und der Pfarrei, die nun schon sieben Jahre andauern, scheinen in wesentlichen Punkten bereinigt zu sein.

Nach siebenjähriger Unterbrechung initiierte die Soldaten- und Kriegerkameradschaft im Nabburger Stadtgebiet wieder eine Kriegsgräbersammlung. Das Sammelergebnis übergaben Vorsitzender Marcel Meier (Mitte) und sein Stellvertreter Thomas Feldbauer (rechts) an Bürgermeister Frank Zeitler.
von Richard BraunProfil

Die Annäherung in den Kontroversen zwischen Krieger- und Soldatenkameradschaft, Stadt und Pfarrei Nabburg bringt eine Zusammenkunft, zu der Bürgermeister Frank Zeitler eingeladen hat.

Die Auseinandersetzung eskalierte an Allerheiligen 2013, als Stadtpfarrer Hannes Lorenz die Kriegsgräbersammlung vor der Stadtpfarrkirche verbot und die Sammler vom Platz verwies. Seit dieser Zeit hatte der Verein keine Sammlung mehr organisiert und sich von öffentlichen Auftritten zu kirchlichen Feierlichkeiten fern gehalten. Diese Konsequenzen fanden nicht bei allen Beteiligten Zustimmung und so mancher wünschte sich wieder ein Stück Normalität.

Wechsel bringt Wende

Die Wende brachte nun ein Wechsel an der Stadtspitze und in der Führung der Soldaten- und Kriegerkameradschaft. Bürgermeister Frank Zeitler war es ein Anliegen, alle Parteien wieder auf eine gemeinsame Linie zu bringen – "Vergangenheit soll Vergangenheit bleiben", brachte der Bürgermeister seinen Wunsch zum Ausdruck. Ein klärendes Gespräch zwischen der Soldaten- und Kriegerkameradschaft, dem Stadtpfarrer und dem Bürgermeister sollte den Weg zu einem gedeihlichen Miteinander ebnen. Zwar konnten nicht alle unterschiedlichen Standpunkte ausgeräumt werden, doch in wesentlichen Punkten wurde Einigkeit erzielt.

Vergangenheit soll Vergangenheit bleiben.

Bürgermeister Frank Zeitler,Nabburg

Ein erster Schritt war die Kriegsgräbersammlung an Allerheiligen, die nach siebenjähriger Pause von Mitgliedern des Kriegervereins wieder aufgenommen worden ist. Die fünf Sammler platzierten sich dieses Mal vor den Eingängen der Friedhöfe und gingen so jedem Ärgernis aus dem Weg. Auch will sich der Verein künftig wieder mit Fahne und Abordnung an den kirchlichen Feierlichkeiten beteiligen.

Das Sammelergebnis von 636 Euro übergaben Vorsitzender Marcel Meier und sein Stellvertreter Thomas Feldbauer an Bürgermeister Frank Zeitler, der dem Verein für die Aktion dankte. Besonders freute es den Bürgermeister, dass in der Beziehung zwischen Kommune, Pfarrei und Verein wieder ein Stück Normalität eingekehrt sei.

Querelen über Jahre

Vor den Eingängen

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