23.09.2020 - 12:37 Uhr
NabburgOberpfalz

Freilandmuseum: Mit Gas gegen Schädlinge

Das Freilandmuseum Oberpfalz kämpft gegen Holzschädlinge – und schützt Kulturgut. Deshalb läuft noch bis zum 10. Oktober eine Begasung im Waldlerdorf.

Das gesamte Waldlerdorf (Bild) im Freilandmuseum Oberpfalz wird derzeit zur Schädlingsbekämpfung begast.
von Externer BeitragProfil

Im Freilandmuseum Oberpfalz begast die Firma Römer Biotec seit Dienstag zur Schädlingsbekämpfung eine gesamte Baugruppe, das Waldlerdorf, in mehreren Abschnitten. „Die ständigen Kontrollen innerhalb des Freilandmuseum haben ergeben, dass das Ausmaß des Befalls durch Holzschädlinge entsprechende Schwellenwerte überschritten hat.", erklärt stellvertretende Museumsleiterin Johanna Ullmann-Süß in einer Pressemitteilug.

Die in den Objekten überwiegend vorkommenden Schädlinge – Holzwurm und Hausbock – gelten als holzzerstörende Insekten, das heißt, die Larven der Schädlinge ernähren sich von Holz und zerstören damit die Substanz der Konstruktionen. "Zum Schutz der einzelnen Objekte haben wir uns daher für eine Bekämpfung durch eine Begasung entschieden", betont Ullmann-Süß.

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Dabei werden die einzelnen Gebäude mit entsprechenden Planen gasdicht eingehaust. Nachdem die Gasdichtigkeit festgestellt wurde, wird das toxische Gas Sulfuryldifluorid in die einzelnen Begasungsbereiche eingebracht. Die Einwirkzeit beträgt dabei 48 bis 72 Stunden. In dieser Zeit wird die Konzentration im Innenraum durch ständige Messungen überwacht.

Gleichzeitig gibt es Kontrollmessungen in der unmittelbaren Umgebung des Waldlerdorfes, um eine Gefährdung der Besucher und Mitarbeiter auszuschließen. Die Maßnahme wird von der Landesstelle für die nichtstaatlichen Museen in Bayern gefördert.

Das Freilandmuseum Oberpfalz bittet seine Besucher, bis zum 10. Oktober unbedingt den angegebenen Rundweg nicht zu verlassen und die gesperrten Bereiche nicht zu betreten.

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