12.08.2020 - 15:30 Uhr
NabburgOberpfalz

Entgegenkommen an Eltern von Schülern

In den Ferien und in der offenen Ganztagsschule (OGTS) soll es ab dem nächsten Schuljahr zusätzliche Betreuungsangebote geben. Der Stadtrat Nabburg schafft dafür einstimmig die Grundlage.

Im nächsten Schuljahr gibt es an der Grund- und Mittelschule mehr Betreuungsangebote.
von Wilhelm Amann Kontakt Profil

Elternvertreter der Grund- und Mittelschule hatten sich mehr Betreuungsmöglichkeiten für die Kinder gewünscht. Auch viele ortsansässige Unternehmen würden mehr Flexibilität begrüßen. Das ergaben Gespräche, die Bürgermeister Frank Zeitler (CSU) nach eigenen Angaben seit Beginn seiner Amtszeit geführt hat. In der Stadtratssitzung plädierte er deshalb dafür, zusätzliche Betreuungsangebote zu schaffen und dann zu sehen, wie sie angenommen werden. Es reiche nicht, das Angebot wie bisher nur an Umfrage-Ergebnissen zu orientieren. "Schülerbetreuung ist auch ein Standort-Faktor und somit ein zentrales städtisches Thema", betonte er. Dazu werde man ab 2025 auch gesetzlich verpflichtet sein.

Vor diesem Hintergrund hatte er mit dem BRK-Kreisverband verhandelt. Die aktuelle Betreuung an der OGTS sei aufgrund gesetzlicher Vorschriften nicht flexibel für die Eltern gestaltbar. So können die Kinder nur zu festen Zeiten um 14 oder 16 Uhr abgeholt werden. Weiterhin findet eine Betreuung lediglich von Montag bis Donnerstag statt. Um den Eltern mehr Flexibilität zu bieten und die Vereinbarkeit von Familienleben und Beruf zu erleichtern, ist nun die Einführung einer Freitagsbetreuung geplant, ebenso eine flexiblere Gestaltung der Abholzeiten. Das Rote Kreuz, das in der Sitzung auch vertreten war, schließt hierzu mit den Eltern einen separaten Vertrag, der aussagt, welche wöchentlichen Buchungszeiten zusätzlich zur OGTS erforderlich sind. Hier kann dann beispielsweise eine zusätzliche Betreuung am Freitag oder auch eine stundenweise Betreuung nach dem offizielle Ende der Kurzgruppe um 14 Uhr gebucht werden.

Die zusätzliche Betreuung am Freitag wird bei insgesamt 38 Freitagen jährlich Kosten für die Stadt in Höhe von 7713 Euro verursachen. Hiervon werden die vom BRK erhobenen Elternbeiträge abgezogen. In welcher Höhe dies sein wird, ist momentan allerdings noch offen, weil noch keine Bedarfsanmeldung vorliegt.

Weiterer Artikel aus der Stadtratssitzung

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Ferner soll auch im Schuljahr 2020/21 eine Ferienbetreuung in insgesamt fünf Ferienwochen (jeweils eine zu Ostern und Pfingsten, drei im Sommer) durch das BRK angeboten werden. Die Kosten errechnen sich auf 10 149 Euro. Zur anteiligen Finanzierung wird ein Elternbeitrag von 50 Euro je Woche erhoben (ohne Mittagessen). Diese Elternbeiträge werden ebenfalls von den Gesamtkosten abgezogen, den verbleibenden Betrag muss die Stadt tragen. Zur weiteren Finanzierung liegen ihr bereits Zusagen örtlicher Firmen vor, die zusammen etwa 3000 Euro für diesen Zweck spenden möchten.

Der BRK-Kreisverband Schwandorf wird nun im Schuljahr 2020/21 mit der zusätzlichen Betreuung am Freitag beauftragt. Im Vorfeld sollen aber auch der tatsächliche Bedarf und die nötige Dauer der Freitagsbetreuung erfragt werden. Eventuell könnte auch eine kürzere Betreuungsdauer als die angebotenen vier Stunden ausreichend sein.

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