25.04.2021 - 15:01 Uhr
NabburgOberpfalz

Archivar Felix Engel zieht es wieder heim nach Sachsen-Anhalt

Archivar Felix Engel kehrt in seine Heimat zurück. Der 31-Jährige tritt eine Stelle in Stendal an. Die Chance wollte er sich nicht entgehen lassen – aus familiären Gründen.

Oft wird Felix Engel nicht mehr vor diesen Regalen stehen. Das nicht, weil das Archiv schon umzieht, sondern er, von der Oberpfalz in die Altmark.
von Irma Held Kontakt Profil

Nach Sebastian Bauer steht mit dem Weggang Felix Engels zum 31. Mai der nächste Wechsel nach knapp zwei Jahren im Archiv an. Die Stelle eines hauptamtlichen Archivars für die Verwaltungsgemeinschaften Nabburg und Pfreimd ist ausgeschrieben. Wie Nabburgs Bürgermeister Frank Zeitler auf Nachfrage von Oberpfalz-Medien mitteilt, lägen bereits einige Bewerbungen vor. Die Frist endet heute, 26. April. Das übliche Verfahren mit Bewerbungsgesprächen komme dann in Gang. "Ich bedauere den Weggang sehr. Er war fachlich gut und als Person sehr angenehm", sagt Bürgermeister Frank Zeitler. Verwaltungsleiter Thomas Prey stellt darüber hinaus die unkomplizierte Zusammenarbeit mit Felix Engel heraus.

Dem gebürtigen Magdeburger fällt der Weggang ebenfalls nicht leicht. "Ich hätte den Umzug gerne bis zum Ende realisiert." Bekanntlich zieht das Stadtarchiv vom Unteren Markt in die Bachgasse neben die Redaktionsräume von Oberpfalz-Medien. Die inhaltliche Vorarbeit für den Umzug habe er bereits gleistet. Aber Felix Engel weiter: "Ich hatte jetzt eben die Chance." Diese ergebe sich vielleicht nicht wieder.

Geordneter Übergang

Die Chance ist für den 31-Jährigen – er ist Vater einer Tochter geworden – in die Heimat zurückzukehren. Er tritt eine Stelle in Stendal in der Altmark (Sachsen-Anhalt) an. Zu seinem neuen Aufgabenbereich möchte er sich noch nicht äußern. Die Kreisstadt liegt etwa 50 Kilometer von seiner Heimatstadt entfernt. Die Großeltern sollen in die Kinderbetreuung mit eingebunden werden.

Mit dem beruflichen Umfeld in Nabburg und Pfreimd habe sein Wechsel gar nichts zu tun, stellt er ruhig, aber unmissverständlich klar. Im Gegenteil: Der promovierte Historiker betont: "Es soll nicht wie eine Flucht aussehen. Das käme mir nicht gelegen." Deshalb will er seine Nachfolgerin oder seinen Nachfolger nicht im Regen stehen lassen. Felix Engel wird vermutlich an seiner neuen Arbeitsstelle Urlaub nehmen, um sie oder ihn einzuarbeiten oder zumindest eine geordnete Übergabe zu machen. "Mir ist das ein Anliegen." Ein ebensolches Anliegen ist es dem Familienvater seine Aufgabe als Kreisarchivpfleger für den nördlichen Landkreis bis zum Ende des Jahres 2021 fortzuführen. Das sei mit dem Staatsarchiv in Amberg so abgesprochen.

Betreuung sicherstellen

Engels Aufgabe ist es, die Umstrukturierung des gemeindlichen Gedächtnisses zu belgeiten, das heißt, eine professionelle Betreuung kommunaler Archive scherzustellen. Im Altlandkreis Nabburg nennet als als Beispiel würden nur die Archive von Nabburg und Pfreimd hauptamtlich verwaltet. Das Geschichts- und Heimatinteresse ist hier seiner Erfahrung nach groß. "Damit hätte ich nicht gerechnet", sagt er. Nach seinem letzten Arbeitstag, vermutlich der 28. Mai, werde er sicher noch ein paar Mal in die Oberpfalz kommen.

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"Es soll nicht wie eine Flucht aussehen. Das käme mir nicht gelegen."

Dr. Felix Engel

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