20.09.2020 - 13:14 Uhr
Muckenthal bei WiesauOberpfalz

Fettmessung ist ein wichtiges Qualitätskriterium des Speisekarpfens

Die Fischernte beginnt. Während die Weiher langsam leer werden, ziehen die Teichbauern eine erste Bilanz. Zufrieden ist man auch in Muckenthal, wo Alexander Schiener vom Fischerzeugerring mit einem Messgerät vorbeischaut.

Klaus Bächer, Alexander Schiener und Teichnixe Sophia Bächer (von links) sind zufrieden. Der am lebenden Karpfen gemessene Fett-Wert liegt im idealen Bereich.
von Werner RoblProfil

Die Fischernte läuft. Zufrieden ist man in Muckenthal, wo Alexander Schiener vom Fischerzeugerring mit einem Messgerät vorbeischaut. Der Plößberger Fischwirtschaftsmeister Alexander Schiener ist ein regelmäßiger Gast auf den Fischbauernhöfen und misst stichprobenartig das Fett der Fische, um die Qualität der Karpfen festzustellen.

"Als normal gilt ein Fisch-Fettwert unter acht Prozent", erklärt Schiener. Vorsichtig werden die Prachtburschen von Speise-Karpfen - einer nach dem andern - aus dem Kescher genommen, auf ein Tuch gelegt und mit einem Handtuch leicht abgetupft. Danach bestimmt Schiener je vier Messpunkte, um den aktuellen Fettwert zu ermitteln. Einbezogen wird auch der Rücken. "Optimal", kommentiert Schiener die am Display - je nach Karpfen - angezeigten drei bis sechs Prozent und unterstreicht, dass er dabei auch die Haut mit einbeziehen muss. "Deren gemessener Fett-Anteil macht rund 25 Prozent von der Gesamtsumme aus", rechnet der Fischwirtschaftsmeister vor. Schiener folgert, dass man davon ausgehen könne, dass beim gehäuteten Filet der ermittelte Wert niedriger sei.

Lachs habe einen deutlich höheren Fettgehalt. "Der Fachmann spricht von zwölf Prozent", widerlegt Schiener die landläufige Meinung vom vermeintlich fetten Lebensmittel "Karpfen". Die ermittelten Werte bezeichnet der Fachmann als ein "wichtiges Qualitätskriterium." Der heimische Karpfen sei ein wertvolles, naturnahes Produkt, betont Schiener.

Für die Fischmessung wird keine Gebühr erhoben. Die Dienstleistung ist im Mitgliedsbeitrag enthalten. Nach dem Erntejahr befragt zeigt sich Klaus Bächer zufrieden: "Die Fische haben den Sommer gut überstanden. In den Frühjahrmonaten war ausreichend Wasser vorhanden." Bächer rechnete mit einem durchschnittlichen Ertrag in seinen Weihernbei Muckenthal.

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