05.11.2020 - 12:28 Uhr
MitterteichOberpfalz

Wohnen im Alter: Kommunen der VG Mitterteich starten gemeinsames Projekt

Nach der Gründung der Nachbarschaftshilfe gehen die Kommunen Mitterteich, Pechbrunn und Leonberg das nächste Projekt an. In den Blickpunkt rückt das Wohnumfeld von Senioren.

Über das Projekt „Quartiersmanagement“ sprachen (von links) Bürgermeister Johann Burger (Leonberg), Christiane Bleistein (Seniorenbüro), Anja Preuß (Arbeitsgruppe für Sozialplanung und Altersforschung München), Robert Hoyer (BRK Mitterteich), Bürgermeister Stefan Grillmeier (Mitterteich), BRK-Kreisgeschäftsführer Holger Schedl und Bürgermeister Stephan Schübel (Pechbrunn).
von Josef RosnerProfil

Die Verantwortlichen der drei Kommunen in der Verwaltungsgemeinschaft Mitterteich trafen sich kürzlich zu einem ersten Gespräch, um über neue Konzepte zum Thema Senioren zu beraten. Ähnlich wie zuvor in Tirschenreuth, Kemnath und Bad Neualbenreuth soll ein Quartiersmanagement erstellt werden. Als Kooperationspartner wurde der Kreisverband des Roten Kreuzes mit ins Boot geholt.

Teilgenommen am Treffen im Rathaus Mitterteich haben neben den Bürgermeistern Stefan Grillmeier (Mitterteich), Stephan Schübel (Pechbrunn) und Johann Burger (Leonberg) auch Christiane Bleistein (Seniorenbüro Mitterteich) und Robert Hoyer (BRK Mitterteich) sowie Anja Preuß von der Arbeitsgruppe für Sozialplanung und Altersforschung aus München und BRK-Kreisgeschäftsführer Holger Schedl. Oberstes Ziel sei es, wie es in der Runde hieß, die Gemeinden in der VG Mitterteich so zu gestalten, dass die älteren Bürger möglichst lange in ihrem vertrauten Wohnumfeld verbleiben können.

Neue Erkenntnisse durch Coronakrise

Christiane Bleistein machte deutlich, dass gerade durch die Corona-Pandemie der Bedarf an einer Weiterentwicklung der Seniorenarbeit in der Verwaltungsgemeinschaft deutlich geworden sei. Nun sollen im Zuge des neuen Projekts sogenannte Quartiersmanager in den einzelnen Kommunen ernannt werden. Ein hauptamtlicher Kümmerer bekommt die Aufgabe, die Akteure auf Gemeindeebene zu koordinieren, darunter Organisationen und Vereine. Die Bedürfnisse von Senioren sollen ermittelt werden, entsprechend sollen dann Strukturen ergänzt oder neu aufgebaut werden. Weiter soll vonseiten des Quartiersmanagements der Ausbau der Nachbarschaftshilfe verfolgt werden. Geplant ist auch die Einführung Runder Tische, wobei über die Entwicklung einzelner Vorhaben diskutiert wird.

Gefördert wird das Projekt durch das Bayerische Staatsministerium für Familie, Soziales und Arbeit. Unterstützung gibt es bei der Konzepterstellung auch in Form von Experten- und Bürgerworkshops. Hilfe wird auch beim Stellen von Förderanträgen und der konkreten Umsetzung von Maßnahmen gewährt.

Holger Schedl betonte, dass ihm sehr an Nachhaltigkeit in der Seniorenarbeit gelegen sei. Gestartet werden soll das Projekt im zweiten Quartal des kommenden Jahres. Die drei Bürgermeister Stefan Grillmeier, Stephan Schübel und Johann Burger zeigten sich vom Erfolg des neuen Projekts überzeugt. Gemeinsam soll die Seniorenarbeit auf neue und breitere Beine gestellt werden.

In der VG Mitterteich gibt es bereits eine Nachbarschaftshilfe

Mitterteich
Hintergrund:
  • Wie das Bayerische Staatsministerium für Familie, Soziales und Arbeit informiert, sollen im Rahmen von Quartierskonzepten Anlaufstellen sowie Beratungs-, Begegnungs- und Unterstützungsstrukturen aufgebaut, damit ältere Menschen zuhause selbstbestimmt alt werden können. Ziel ist es, die Gemeinde beim Aufbau seniorengerechter Strukturen zu unterstützen, die letztendlich allen Generationen zugutekommen.
  • Das Quartierskonzept soll vom Zusammenspiel unterschiedlicher Akteure leben, insbesondere sollen sich Kommunen und Bürger aktiv beteiligen.
  • Als Quartier wird das Wohnumfeld definiert, in dem Menschen ihr tägliches Leben gestalten, sich versorgen und ihre sozialen Kontakte pflegen. Grundlage für ein Quartierskonzept sind alle notwendigen Bausteine, die ältere Menschen benötigen, um in ihrem bisherigen Wohnquartier leben zu können.
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