11.02.2021 - 13:56 Uhr
MitterteichOberpfalz

Stadtrat Mitterteich: Von Eishalle über E-Baxi und Drehleiter bis zur Stadtentwicklung

Mit einer breiten Themen-Palette beschäftigte sich der Stadtrat Mitterteich in der jüngsten Sitzung. Um die Zukunft der Eishalle ging es ebenso wie um die neue Feuerwehr-Drehleiter, die Widmung einer Straße und die weitere Stadtentwicklung.

Die Straße „Hintere Griesäcker“ im Neubaugebiet „Griesäcker“ in Pleußen ist nun offiziell eine Ortsstraße. Die Widmung des 256 Meter langen Straßenstücks erfolgte durch einen Beschluss im Mitterteicher Stadtrat.
von Udo Lanz Kontakt Profil

Der Landkreis wird sich künftig mit 70.000 Euro pro Jahr am Unterhalt der Eishalle beteiligen. Auf diesen kürzlich im Kreisausschuss gefassten Beschluss kam Bürgermeister Stefan Grillmeier in der jüngsten Stadtratssitzung zu sprechen. „Für Mitterteich ist das ein toller Erfolg“, kommentierte er das Ergebnis, das nach einem Antrag der Stadt erzielt wurde.

Landkreis erhöht Zuschuss für Betrieb der Eishalle

Tirschenreuth

Grillmeier freute sich über die Solidarität über Fraktionsgrenzen hinweg und dankte den Kreistagsmitgliedern für ihr Entgegenkommen. Froh zeigte sich Grillmeier zudem, dass die Stadt künftig bei Einzelmaßnahmen abseits der Betriebskosten auch gesondert noch Förderanträge beim Landkreis werde stellen können. Jetzt stehe erst einmal die Sanierung der Eishalle an, für die es rund 2 Millionen Euro an Zuschüssen gibt. Dankesworte richtete Grillmeier abschließend an die Verwaltung und Kämmerin Ursula Ockl für die Unterstützung bei der Erstellung der Anträge.

Langfristige Planung

Wolfgang Karbstein (Wählergemeinschaft Zukunft Stadt Mitterteich) griff unter „Wünsche und Anregungen“ das Thema Stadtentwicklung auf. Weil dazu später im nichtöffentlichen Teil ein Punkt folgen würde, wollte er vorab öffentlich einige grundsätzliche Anmerkungen machen. „Wir brauchen eine langfristige Planung und eine Vision“, betonte Karbstein. Man müsse aufpassen, dass keine Einzelbeschlüsse gefällt werden, die die Stadtentwicklung in der Zukunft behindern könnten. Karbstein verwies auf eigene Erfahrungen bei der Gründung seiner Firma – damals habe er sich eine Vision und einen konkreten Zeitplan gesetzt.

Weiter berichtete Karbstein von einem Gespräch mit Max Wittmann über dessen Vorstellungen, die er positiv bewertete. „Als Mitterteicher sieht man die Stadt anders als ein Architekt aus München oder Regensburg,“ warb Karbstein für die Berücksichtigung von örtlich ansässigen Fachleuten bei der weiteren Stadtentwicklung.

Bürgermeister Stefan Grillmeier sprach von einer guten Anregung. Auch ihm sei daran gelegen, auf Weitblick bei der Planung zu achten. Diverse Entwicklungskonzepte lägen vor und würden aufgearbeitet. Heuer werde sich hier auch noch einiges tun, aber es gelte einen Schritt nach dem anderen machen. Derzeit hätten einige andere Projekte Priorität.

Mobilität verbessern

Bernhard Thoma (Freie Wähler) verwies auf die guten Erfahrungen mit dem E-Baxi in Tirschenreuth und Kemnath und die Pläne zur Ausweitung der Angebote. Mitterteich sei schon als weiterer möglicher Einsatzort genannt worden. Thoma bat die Stadt darum, sich aktiv für die Stationierung eines E-Baxis vor Ort einzusetzen. „Gerade ältere Leute, die nicht mobil sind, brauchen eine bessere Möglichkeit, in die Geschäfte zu kommen“, so Thoma.

Bürgermeister Grillmeier erwiderte, dass er dies schon in einer Sitzung vor einigen Wochen angeregt habe. Seiner Meinung nach sollte das E-Baxi eingebettet werden in eine ganze Reihe an Maßnahmen zur Verbesserung der Mobilität, darunter auch der Bau neuer Fuß- und Radwege. Auch mit dem Landrat habe es schon ein Gespräch gegeben, um ein E-Baxi nach Mitterteich zu holen.

Keine Einwände gab es im Stadtrat gegen den vorgelegten Jahresabschluss 2019 bei der Wasserversorgung Mitterteich. Zuvor hatte der Bayerische Kommunale Prüfungsverband eine Bilanzprüfung vorgenommen. Bei einer Bilanzsumme von 9.799.834,99 Euro wurde ein Jahresgewinn von 145.328,56 Euro festgestellt. Einstimmig beschlossen wurde nun, dass dieser Gewinn zur Stärkung der Eigenkapitalquote der Allgemeinen Rücklage zugeführt wird.

Studie zur Wasserversorgung

Bürgermeister Grillmeier erinnerte daran, dass eine neue Wasserkalkulation bevorstehe. Zudem laufe im Bereich der Wasserversorgung eine Studie unter Einbeziehung der Stadt Waldsassen, der Marktgemeinde Bad Neualbenreuth und der Pfaffenreuther Gruppe. Es geht darum, auf lange Sicht die bestmögliche Versorgung sicherzustellen.

Heribert Hegen (WG Zukunft) wollte wissen, ob diese Gewinne aus der Wasserversorgung zur Tilgung von Mitteln verwendet werden können, die damals nach dem Bürgerentscheid aufgenommen werden mussten. Bürgermeister Grillmeier erwiderte, dass dies schon der Fall sei – was im Bereich Wasser an Einnahmen fließe, werde auch dort verrechnet.

Straßenwidmung in Pleußen

Einstimmig beschlossen hat der Stadtrat ferner die Widmung der neu gebauten Straße mit dem Namen „Hintere Griesäcker“ in Pleußen zur Ortsstraße. Dieser Schritt war nun erforderlich, weil der zweite Bauabschnitt zur Erschließung des Baugebietes „Griesäcker“ abgeschlossen und der Bebauungsplan auf den aktuellen Stand gebracht wurde. Der neu gewidmete Straßenabschnitt hat eine Länge von 256 Metern.

Auftrag für Drehleiter vergeben

Eine neue Drehleiter bekommt bekanntlich die Feuerwehr Mitterteich. Wie jetzt aus den Bekanntgaben von Beschlüssen in nichtöffentlichen Sitzungen hervorging, hat der Stadtrat bereits Anfang Dezember den Auftrag dafür vergeben. Zum Zug kommt eine Bieterkombination, bestehend aus den Firmen MAN (Fahrgestell), Magirus (feuerwehrtechnischer Aufbau) und Ludwig Feuerschutz (feuerwehrtechnische Beladung). Der Gesamtpreis beträgt 715.353,13 Euro brutto.

Nach Abzug der Zuschüsse von staatlicher Seite (258.800 Euro) und vom Landkreis (56.250 Euro) bleibt ein Eigenanteil von knapp über 400.300 Euro übrig, wie Kämmerin Ursula Ockl auf Nachfrage von Oberpfalz-Medien mitteilte. Gemeinsame Sache bei der Beschaffung macht die Stadt Mitterteich mit der Stadt Neustadt/WN, weil die dortige Feuerwehr ebenfalls eine neue Drehleiter erhält.

Weihnachtsbeihilfe gewährt

Wie ebenfalls aus den Bekanntgaben von Beschlüssen in nichtöffentlicher Sitzung hervorging, beschloss der Stadtrat im Dezember, wieder eine Weihnachtsbeihilfe zu gewähren. Jeweils 30 Euro in Form eines Gutscheins des Gewerbefördervereins erhielten 55 Grundsicherungsempfänger, 3 Personen mit geringem Einkommen und 10 Personen mit behinderten Angehörigen. Diese städtische Beihilfe gibt es seit rund 20 Jahren, allerdings hatte es bisher keine öffentlichen Bekanntgaben gegeben.

Im Stadtrat ging es auch um einen Antrag für ein seit Jahren schon stehendes Bauwerk

Mitterteich

 

 

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