28.07.2021 - 15:52 Uhr
MitterteichOberpfalz

Spenden aus dem Landkreis Tirschenreuth ins Hochwassergebiet gebracht

Nadine Krause-Göbler aus Pechbrunn hatte eine Hilfsaktion für die Hochwasseropfer gestartet. Die Hilfsbereitschaft war enorm. Sechs Fahrzeuge brachten die Hilfsgüter in die nordrhein-westfälische Stadt Hagen.

Die Pechbrunnerin Nadine Krause-Göbler (rechts) und das Hilfsteam aus der Oberpfalz zusammen mit Helfern vor Ort.
von Armin Eger Kontakt Profil

Es war ein langer und anstrengender Tag. Aber am Ende waren alle Beteiligten zufrieden, dass sie wenigstens ein bisschen helfen konnten. Sechs Autos, voll mit Sachspenden, Hygieneartikeln, Schlafsäcken, Wasser, trockenen Lebensmitteln, Decken, Gaskochern und Tierfutter, waren vorige Woche von Pechbrunn aus nach Hagen gestartet, einer vom Hochwasser besonders stark betroffen Stadt in Nordrhein-Westfalen.

Auf die Idee, eine Hilfsaktion zu organisieren, war die Pechbrunnerin Nadine Krause-Göbler gekommen, als sie auf Videos die Zerstörungen und das Leid der betroffenen Menschen sah. "Als ich diese Bilder sah, war mir klar, dass ich was tun muss", sagt sie. Da sie selbst schon einmal in einer Notsituation war,, sei es für sie eine Selbstverständlichkeit gewesen, aktiv zu werden.

Riesige Resonanz

Der Spendenaufruf fand große Resonanz. "Es war unglaublich, wie viele Menschen etwas gebracht haben", sagt die 35-Jährige. Schon kurz nach dem Aufruf stapelten sich die Waren in der Annahmestation, im Autohaus ihres Mannes in Mitterteich. Da sie im Vorfeld mit einer Bekannten im Krisengebiet in Verbindung stand, wusste sie, was dringend benötigt wird. "Ich war emotional sehr ergriffen von der großen Spendenbereitschaft."

Mit fünf Kastenwagen und einem Fünftonner machten sich die Pechbrunnerin, Josef Schopper und ein Kamerad von der Bundeswehr, Matthias Doß und Tobias Käs aus Mitterteich und die Bekannten von Schopper, Bastian Praller und Michael Philipp, am vergangenen Donnerstagmorgen um 3 Uhr auf in die 200 000-Einwohner-Stadt.

19 Stunden unterwegs

Um 10 Uhr trafen die Oberpfälzer in Hagen an der Abladestation des Deutschen Roten Kreuzes ein. Ein Teil der mitgebrachten Sachen wurde sofort weitertransportiert. "Es war erschreckend, was wir da gesehen haben", erzählt Krause-Göbler. Während ein Teil der Stadt von dem Hochwasser verschont geblieben sei, sei der andere Teil komplett zerstört. "Wir haben Leute gesehen, die mit Eimern den Schlamm rausgebracht haben. Das Wasser ist aus dem ersten und zweiten Stock gelaufen. Und es gibt kein Trinkwasser. Es war erschütternd", berichtet die 35-Jährige.

Das Team aus der Oberpfalz wurde vor Ort von DRK-Mitarbeitern versorgt, bevor es wieder an die Rückreise ging. Gegen 22 Uhr waren die Helfer nach 1100 Kilometern wieder in Pechbrunn zurück. "Ich wollte unbedingt mitfahren", sagt Krause-Göbler. Auch um sich zu überzeugen, dass alles ankommt. Einen Teil der Benzinkosten übernahm sie selbst, zudem hatten Leute im Vorfeld Geld gespendet, für Benzin und Brotzeit für die Helfer.

Großen Erfolg hatte der Spendenaufruf

Mitterteich
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