21.02.2021 - 10:54 Uhr
MitterteichOberpfalz

Ausstellungen und Aktionstage im Museum Mitterteich

Die städtische Einrichtung bietet wieder ein spannendes Programm für große und kleine Besucher an.

Das Team des Museums Mitterteich mit Marion Papsch (links) und Nicole Schuller sowie Bürgermeister Stefan Grillmeier präsentierten das Jahresprogramm 2021.
von Josef RosnerProfil

„Handwerk, Kunst, Geschichte und Sammlungen“, so lässt sich das Jahresprogramm für das Museum Mitterteich umschreiben, das jetzt vorgestellt wurde. Geplant sind heuer fünf große Ausstellungen sowie ein Museumstag und eine Museumsnacht.

Entstanden ist ein Jahresflyer, der Anfang März ausgelegt wird. Die Broschüre gibt es kostenlos im Rathaus, in der Tourist-Info, in der Stadtbücherei, in Geschäften und Banken in der Stadt sowie in allen Museen im Landkreis. Erstellt wurden mehr als 2000 Flyer.

Das Museum Mitterteich wurde im Januar 2010 eröffnet und geht jetzt in seine zwölfte Saison. Eintrittspreise und Öffnungszeiten bleiben unverändert; zurzeit ist das Museum aber geschlossen. Die Verantwortlichen hoffen, dass bald geöffnet werden kann. In normalen Zeiten ist das Museum Dienstag bis Freitag jeweils von 9 bis 17 Uhr, Samstag 9 bis 12 Uhr und Sonntag von 14 bis 17 Uhr geöffnet. Jahreskarten zum Preis von 6,50 Euro sowie Familienkarten für 10 Euro werden ebenso wieder angeboten wie Führungen für Gruppen und Schulen. Weitere Informationen gibt es direkt im Museum bei Marion Papsch, Telefon 09633/918778 oder im Internet (www.museum.mitterteich.de).

Aktuell ist die Sonderausstellung „Fantastische Handwerkskunst“ von Inge Flor aufgebaut. Die Schau ist bis 18. April verlängert worden. Die Unikate locken zu einem Spaziergang durch Sagen, Geschichten und die Welt der Fabelwesen. Vom 13. Mai bis 22. August ist die Ausstellung „Vom großen Theater auf kleiner Bühne“ von Anita und Hartmut Naefe aus Viechtach zu sehen.

900 Figuren

Die beiden leidenschaftlichen Marionettensammler haben einen Fundus von über 900 Figuren zu Hause. Hinzu kommen 20 Bühnen, Stoffe, einzelne Puppenköpfe, Programme, Plakate und Kulissen. Der größte Teil der Sammlung stammt aus Böhmen. Die Beschriftung der Ausstellung erfolgt deshalb neben Deutsch auch in tschechischer Sprache. Marion Papsch machte bei der Vorstellung deutlich, dass sich der Förderverein des Museums an dieser Ausstellung finanziell beteiligen wird.

Vom 10. September bis 7. November zeigen Angelika Sticht und Brigitte Demmel ihre Ausstellung "Farbklecks und Buchstabensalat". Die beiden Tirschenreutherinnen präsentieren Malerei und Kalligraphie. Pinsel und Spachtel treffen Bandzugfeder und Cola-Pen. Die beiden Künstlerinnen wollen die Besucher in die spannende Welt der Acrylmalereien und Schönschrift entführen. Beide zeigen auf humorvolle Weise, was mit Kaffeesatz und Rotwein alles möglich ist.

Malkreis-Ausstellung

Weiter geht es vom 13. November bis 5. Dezember mit der traditionellen Malkreis-Ausstellung, zu der die 20 aktiven Künstler einladen. Nachdem die Ausstellung im vergangenen Jahr ausfallen musste, freuen sich die lokalen Künstler auf die Präsentation heuer. Die Ausstellung wird im Museumscafé gezeigt.

Beendet wird die Ausstellungssaison, wenn vom 26. November bis 9. Januar die Präsentation einer Bayreuther Geschichtsstudentin zum Thema „Der Krieg begann im Kinderzimmer“ gezeigt wird. Die Ausstellung vermittelt auf eindrucksvolle Weise, wie die Jugend damals im Dritten Reich verführt wurde: Zu sehen sind Kriegsspielzeug, Uniformen, Bilderbücher und Gesellschaftsspiele sowie Dokumentationen über propagandistische Kindererziehung über alle Altersklassen hinweg. Weiter im Jahresprogramm sind noch der Internationale Museumstag am 16. Mai und die Museumsnacht am 15. Oktober: zu beiden Terminen ist der Eintritt frei.

Nachholbedarf

Bürgermeister Stefan Grillmeier freut sich auf das tolle Jahresprogramm. Sein Dank galt dem Museumsteam mit Marion Papsch und Nicole Schuller, die das Programm ausgearbeitet haben. „Wir müssen versuchen, unser Museum wieder mit Leben zu erfüllen. Die Leute haben Nachholbedarf, sie wollen wieder raus aus den eigenen vier Wänden“, ist das Stadtoberhaupt überzeugt.

Die geplanten Ausstellungen bezeichnete Stefan Grillmeier als tollen Mix, der für alle Interessenten etwas biete. „Wir könnten schon heute starten, wir sind bereit“, so der Rathauschef voller Vorfreude: „Wir warten nur auf die staatliche Freigabe, dass wir wieder öffnen dürfen.“

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