06.05.2021 - 11:53 Uhr
MitterteichOberpfalz

Absolutes Halteverbot: Mehr Sicherheit in der Großbüchlberger Straße in Mitterteich

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Wegen parkender Autos nahe der Einmündung der Großbüchlberger Straße in die Vorstadt ist es immer wieder zu brenzligen Situationen gekommen. Eine neue Beschränkung soll nun Abhilfe schaffen.

Vor der Einmündung in die Vorstadt gilt in der Großbüchlberger Straße nun ein absolutes Halteverbot entlang des Garagenbereichs und der Filiale der Bäckerei Kutzer. Darauf wiesen (von rechts) Bürgermeister Stefan Grillmeier und die beiden Verkehrsüberwacher Gerhard Laab und Markus Mickisch hin. Auf der gegenüberliegenden Straßenseite ist eine solche Regelung schon seit längerem in Kraft.
von Josef RosnerProfil

Ein absolutes Halteverbot gilt jetzt in der Großbüchlberger Straße im Bereich vor der Einmündung in die Vorstadt. Das Schild steht direkt am Beginn der Garagenwand, an die sich in Richtung Vorstadt die Filiale des Backhauses Kutzer anschließt.

Hintergrund dieser Maßnahme ist ein Hinweis von Wolfgang Karbstein (Wählergemeinschaft Zukunft Stadt Mitterteich) in der Stadtratssitzung Ende März. Er hatte damals beklagt, dass durch parkende Autos in dem vielbefahrenen Bereich häufig unübersichtliche Situationen entstünden und vor allem Fußgänger gefährdet würden. Bürgermeister Stefan Grillmeier hatte daraufhin ein Gespräch mit der Polizei sowie eine Verkehrsschau angekündigt.

Ende März gab es im Stadtrat die Anfrage zum Thema

Mitterteich

In der jüngsten Stadtratssitzung am vergangenen Montag teilte Stefan Grillmeier nun mit, dass im besagten Bereich ab sofort ein absolutes Halteverbot gilt, zusätzlich zum bereits bestehenden absoluten Halteverbot auf der gegenüberliegenden Seite.

Kontrollen angekündigt

Wie Grillmeier informierte, hätten die Polizei und die Kommunale Verkehrsüberwachung diese Maßnahme einhellig unterstützt. "Wir mussten hier handeln und haben jetzt diese Anordnung erlassen", so Grillmeier. Der Bürgermeister kündigte an, dass ab sofort auch Kontrollen durch die Kommunale Verkehrsüberwachung und die Polizei durchgeführt würden.

Wolfgang Karbstein zeigte sich erfreut, dass die Stadt seiner Bitte zur Ausweitung der Beschränkungen in dem Bereich gefolgt ist. "Ich bedanke mich im Namen der Schulkinder, der Mütter mit Kinderwagen und gehbehinderter Personen", betonte Karbstein. Er hatte nach dem Vorbringen des Anliegens in der Sitzung Ende März der Stadtverwaltung auch entsprechendes Bildmaterial zur Verfügung gestellt. Darauf waren einige gefährliche Szenen zu sehen, die sich durch parkende Autos in dem Einmündungsbereich ergeben hatten.

Genügend Parkplätze vorhanden

Gleich am Tag nach der jüngsten Stadtratssitzung lud Bürgermeister Stefan Grillmeier zu einem Ortstermin mit den beiden Verkehrsüberwachern Gerhard Laab und Markus Mickisch in die Großbüchlberger Straße ein. Dabei gingen sie nochmals auf die Problematik ein und machten deutlich, dass in der Umgebung genügend Parkplätze vorhanden seien, in der Vorstadt ebenso wie "Am Eiskeller".

"Ich habe nichts dagegen."

Anlieger Ludwig Hecht zum Kurzzeit-Parken in seinem Hof

Anlieger Ludwig Hecht war auch vor Ort und hat angeboten, dass Autofahrer für eine kurze Parkzeit zum Einkaufen sogar seinen Hof nutzen können. Die Einfahrt befindet sich unmittelbar vor dem neuen Halteverbots-Schild. "Ich habe nichts dagegen", versicherte Hecht.

Kommentar:

Zum Bäcker auch mal 10 Meter geh'n

„10 Meter geh’, ja mei ist des schee...“, heißt es in einem bekannten Ohrwurm, der Superstar- und Topmodel-Shows und deren Auswüchse auf die Schippe nimmt. Ein Satire-Song wäre auch mal angebracht für Autofahrer, die zum Einkaufen bevorzugt so nah bei der Ladentür parken wie nur möglich – ohne Rücksicht auf eventuelle Regelungen oder die räumlichen Verhältnisse. Wohl jeder kennt sie, die Sorte von Verkehrsteilnehmern, die aus Bequemlichkeit am liebsten ins Geschäft hineinfahren würden. Oder man denke an jene Eltern, die ihre Kinder am liebsten erst im Klassenzimmer aus dem Auto steigen lassen würden.

Es ist richtig und wichtig, dass in der Großbüchlberger Straße in Mitterteich nun eine weitere Haltebeschränkung gilt. Direkt bei der Bäckereifiliale am Gehweg abgestellte Autos haben gerade in Stoßzeiten häufig zu beengten Verhältnissen und unübersichtlichen Situationen im Einmündungsbereich geführt. Dabei gibt es im Umfeld meistens genug freie Stellplätze, etwa gleich um die Ecke in der Vorstadt in Richtung Ampel – man muss halt ein paar Schritte mehr in Kauf nehmen oder auch mal den Wagen wenden. „10 Meter geh’n“ ist für so manche vielleicht nicht schön, aber es erhöht die Sicherheit für diejenigen ohne Knautschzone.

Udo Lanz

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