16.09.2021 - 13:57 Uhr
Oberpfalz

Mehr auf den Körper hören

Die Notaufnahmen sind voll - vor allem auch deshalb, weil dort Menschen mit Erkältungen sitzen, statt sich in Ruhe zu Hause auszukurieren. Hören Sie auf zu glauben, dass Sie immer nur funktionieren müssen, rät die OWZ-Glücksexpertin.

Unser Körper weiß genau, was wir brauchen. Wir müssen nur auf ihn hören.
von Evi WagnerProfil

Dauernd müde und schlapp? Immer öfter Rückenschmerzen oder Migräne? Schon wieder eine Erkältung eingefangen? Ich rate Ihnen, mal in sich hineinzuhören. Denn oft ist der physische Zustand ein deutlicher Ausdruck davon, wie es uns psychisch geht. „Unser Körper hört alles, was unser Verstand sagt“, meinte Musikerin und Schauspielerin Naomi Judd einmal so schön. Und auch die Wissenschaft weiß längst, wie eng Körper, Geist und Psyche zusammenhängen. Leider haben wir in der ganzen Hektik viel zu oft unsere Balance verloren, nehmen die Signale unseres Körpers gar nicht mehr oder viel zu spät wahr.

Wir schlafen zu wenig, essen zu viel und bewegen uns kaum. Wir setzen uns ständig selbst unter Stress, machen viel zu lange To-do-Listen und verzichten auf notwendige Nährstoffe. Funktioniert irgendetwas nicht so, wie es funktionieren sollte, werfen wir schnell eine Tablette ein oder laufen zur „Reparatur“ zum Arzt. Wir behandeln unseren Körper wie eine Maschine auf Autopilot – und nicht wie einen Teil von uns selbst. Eigentlich ganz schön dumm, nicht wahr? Doch es ist nie zu spät, um zu lernen, auf unseren Körper zu hören und ihm das zu geben, was er braucht.

„Den Körper in guter Gesundheit zu wahren ist eine Verpflichtung. Sonst ist es uns nicht möglich, unseren Verstand stark und klar zu halten“, wusste auch schon Siddhartha Gautama, der uns als Buddha bekannt ist. Leider haben viele von uns vor allem gelernt, dass wir funktionieren müssen – im Job, als Eltern, als Partner. Gehören Sie auch zu denen, die Unwohlsein und Schmerzen lieber ignorieren, als zugeben zu müssen, dass Sie gerade nicht funktionieren? Hören Sie auf damit. Niemand hat etwas davon, wenn Sie irgendwann zusammenklappen, weil Sie viel zu wenig auf Ihren eigenen Körper gehört haben.

Nehmen Sie sich lieber die nötige Zeit und finden Sie heraus, was die Ursache hinter den Symptomen ist. Wenn Sie das nächste Mal nicht schlafen können, überlegen Sie, was es ist, das Sie nicht zur Ruhe kommen lässt. Lassen Sie uns endlich wieder die Beziehung zu unserem Körper pflegen. Dabei hilft nicht nur Meditation, sondern auch Bewegung. Lassen Sie uns Dinge wieder langsam und achtsam tun, öfter in uns hinein schauen als hinaus. Denn eigentlich weiß unser Körper ganz genau, was uns guttut – und was eben nicht. Wir müssen nur endlich wieder auf ihn hören.

Vom Glück der Freundschaft

Oberpfalz

Mehr Rezepte zum Glück

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

 

 

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.